Joseph Williams (Musiker)

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Joseph Stanley Williams (* 1. September 1960 in Santa Monica, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Rocksänger und Filmkomponist. Am bekanntesten wurde er als Leadsänger der Rockband Toto.

Aufgewachsen ist er in Encino. Er ist der Sohn von Sängerin und Schauspielerin Barbara Ruick und Hollywood-Komponist John Williams, sowie der Enkel von Jazz-Schlagzeuger Johnny Williams und der Schauspieler Lurene Tuttle und Melville Ruick. Er hat eine ältere Schwester und einen älteren Bruder, der ebenfalls Musiker ist.

Karriere[Bearbeiten]

Toto[Bearbeiten]

Joseph Williams (l.) mit Toto (r. Steve Lukather) am 20. Juli 2010 in Kopenhagen

Als Leadsänger von Toto veröffentlichte Joseph Williams die Alben Fahrenheit (1986) und The Seventh One (1988). Nach der Tour 1988 musste er Toto verlassen, da seine Stimme der Belastung der vielen Konzerte nicht standhielt. Für eine kurze Promotion-Tour durch Europa für das Toto-Album Toto XX kehrte er 1998 noch einmal zur Band zurück. Im Jahresverlauf schrieb er außerdem zusammen mit David Paich den Song Mad About You für das Album Mindfields. 2005 arbeitete Williams an Totos 2006 erschienenem Album Falling In Between mit. Er sang den Refrain von Bottom of Your Soul.

Seit Totos Kurztour durch Europa im Juli 2010 ist Williams wieder Leadsänger der Band.[1]

Solokarriere[Bearbeiten]

1982 veröffentlichte er sein erstes Soloalbum Joseph Williams. Darauf war unter anderem Steve Lukather, Gitarrist von Toto, zu hören. Nach seiner Zeit bei Toto veröffentlichte Williams weitere Soloalben, an denen auch Mitglieder von Toto mitarbeiteten. 1996 erschien I Am Alive in Japan und ein Jahr später in Europa. 1997 wurde sein drittes Soloalbum 3 veröffentlicht. 1999 veröffentlichte er das Album Early Years mit einigen Demo-Versionen früherer Jahre. 2008 erschien das Soloalbum This Fall.

Zum Projekt Vertigo, das er mitinitiierte, steuerte er den Gesang bei, ohne an der gesamten Produktion beteiligt zu sein, weshalb die beiden Alben nicht unter seinem Namen veröffentlicht wurden.[2]

Arbeit als Filmkomponist[Bearbeiten]

In Zusammenarbeit mit seinem Vater wirkte er an den Soundtracks zu den Filmen A.I. Artificial Intelligence, Return Of The Jedi und The Fury mit. Von ihm stammt der Soundtrack zum Film Im Fadenkreuz des Todes und zur CBS-Miniserie Category 7 – Das Ende der Welt.

Er schrieb Musik für Fernsehserien wie Roswell, The Lyon's Den und Miracles. Für letztere erhielt er eine Emmy-Nominierung für Outstanding Main Title Theme Music.[3] 2002 schrieb er die Musik zum Kurzfilm Another Life.

Arbeit mit anderen Künstlern[Bearbeiten]

Williams arbeitet immer wieder mit anderen Künstlern zusammen. Er sang drei Lieder für Jay Graydons Album Airplay for the Planet und ging mit ihm auch auf Tour. Im Film Der König der Löwen ist er als Singstimme des erwachsenen Simba zu hören.[4] Mit Bobby Kimball, Jason Scheff und Bill Champlin (bzw. Tommy Funderburk) nahm er unter dem Namen West Coast All Stars zwei A-cappella-Alben auf. Mit dem schwedischen Gitarristen Tommy Denander arbeitete er an dessen Projekt Radioactive. Er war als Backgroundsänger am ersten Album Ceremony of Innocence beteiligt.[5] Auf Peter Friestedts Alben LA Project und LA Project II steuerte er zu einem bzw. zwei Songs den Gesang bei. Steve Lukather engagierte ihn als Backgroundsänger für sein Soloalbum Ever Changing Times.

Diskografie (Auszug)[Bearbeiten]

Toto
  • Fahrenheit (1986)
  • The Seventh One (1988)
  • XX (1977–1997) (1998, Songs Last Night, In A Word)
  • Falling In Between (2006, Bottom of Your Soul)
Solo
  • Joseph Williams (1982)
  • I Am Alive (1996)
  • 3 (1997)
  • Early Years (1999, Demo-Kollektion)
  • Vertigo (2003)
  • Two of Us (2006, Coveralbum)
  • Vertigo 2 (2006)
  • Smiles und Tears (2007, Coveralben)
  • This Fall (2008)
Andere Projekte
  • Chicago: Chicago 16 (1982)
  • OST The Goonies (1986)
  • Jay Graydon: Airplay for the Planet (1993)
  • OST The Lion King (1994)
  • David Garfield: Tribute To Jeff (1997)
  • West Coast All Stars: California Dreamin (1997)
  • West Coast All Stars: Naturally (1998)
  • Radioactive: Ceremony Of Innocence (2001)
  • Peter Friestedt: LA Project (2002)
  • The Richie Zito Project: Avalon (2006)
  • Peter Friestedt: LA Project II (2008)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. toto99.com
  2. melodicrock.com
  3. Auszeichnungen laut IMDb
  4. Stimme laut IMDb
  5. tommy-denander.com

Weblinks[Bearbeiten]