Josy-Barthel-Stadion

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Josy-Barthel-Stadion
Josy-Barthel-Stadion
Josy-Barthel-Stadion
Frühere Namen

Städtisches Stadion (bis 1993)

Daten
Ort LuxemburgLuxemburg Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg
Koordinaten 49° 36′ 56,4″ N, 6° 6′ 34,7″ O49.6156638888896.10965Koordinaten: 49° 36′ 56,4″ N, 6° 6′ 34,7″ O
Eigentümer Stadt Luxemburg
Eröffnung 1931
Renovierungen 1989–1990
Oberfläche Naturrasen
Kapazität 8.054 Plätze
Spielfläche 105 × 68 m
Veranstaltungen
Die Haupttribüne des Stadions

Das Josy-Barthel-Stadion (französisch Stade Josy Barthel, früher Städtisches Stadion) in der Stadt Luxemburg ist das nationale Fußballstadion des Großherzogtums Luxemburg. Es ist Austragungsort der Heimspiele der luxemburgischen Fußballnationalmannschaft und, mangels eigener UEFA-konformer Spielstätten im Großherzogtum Luxemburg, der Europapokalspiele luxemburgischer Vereine.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Nationalstadion gehört der Stadt Luxemburg. Es wurde 1931 eröffnet und von 1989 bis 1990 vollkommen renoviert. Heute bietet die Sportstätte den Zuschauern 8.054 Plätze, von denen nur die Plätze auf der Haupttribüne überdacht sind.[1] Außer dem Fußballfeld aus Naturrasen besitzt es eine sechsspurige Leichtathletikanlage. Es liegt im Westen der Hauptstadt an der Arloner Straße, die hinter dem Hauptrang entlang führt. Hinter der Gegengerade liegt ein Trainingsplatz mit Flutlicht und eine Tennisanlage mit mehreren Plätzen. Die weitere umgebende Bebauung reicht so weit an das Stadion heran, dass außer den zahlenden Zuschauern auch viele Anwohner einen guten Blick auf das Spielfeld haben.

Das Stadion trägt seit Juli 1993 den Namen des, im Juli 1992 verstorbenen, luxemburgischen Leichtathleten und Politikers Joseph "Josy" Barthel, dem Olympiasieger von 1952 im 1500-Meter-Lauf.

Umbaupläne[Bearbeiten]

Im November 2012 wurde bekannt gegeben, dass eine zügige Renovierung des Stadions geplant sei, da die UEFA sonst die luxemburgischen Vereine und die Nationalmannschaft 2014 von den europäischen Wettbewerben ausschließen könne.[2]

Nachdem es bis zum September 2013 keinen konkreten Fortschritte zur Stadionsanierung gab, äußerte sich UEFA-Präsident Michel Platini am 25. September 2013 auf einer Pressekonferenz in Luxemburg zu dem Thema. Er wurde vom Luxemburger Fußballverband (FLF) eingeladen, um einen Anschub für die notwendigen Renovierungsarbeiten zu geben. Die Sanierung des Stadions müsse umgehend beginnen, ansonsten würde Luxemburg große Probleme bekommen, so Platini. Weiter sagte er, dass das Josy-Barthel-Stadion eines der heruntergekommensten Stadien sei, das er je gesehen habe. Das Stadion sollte nach dem zweijährigen Umbau 9.000 Plätze bieten. Die Kosten für die Arbeiten sollte zwischen 30 bis 40 Millionen Euro liegen.[3]

Neubau[Bearbeiten]

Im Januar 2014 verkündete man schließlich, dass die Renovierung des Stadions definitiv vom Tisch sei und man einen Neubau an anderer Stelle bevorzuge. Nach der Fertigstellung des Neubaus soll das Josy-Barthel-Stadion abgerissen werden.[4]

Im Juni 2014 startete die Ausschreibung für den Neubau. Insgesamt gab es 25 Bewerbungen, von denen fünf die Anforderungen erfüllten. Als Gewinner ging Ende September 2014 das deutsche Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner (gmp) in Zusammenarbeit mit dem luxemburgischen Architekturbüro Beng hervor. Des Weiteren gehören zu dem Bauprojekt die deutschen Unternehmen Schlaich Bergermann und Partner und ZWP sowie von luxemburgischer Seite TR Engineering und Luxautec. Das neue Stade National soll zwischen Cloche d’Or und Kockelscheuer entstehen. Der weitere Zeitplan sieht vor, dass bis April 2015 von gmp und Beng ein Masterplan vorliegen soll. Fünf Monate später soll im September ein Vorentwurf fertig sein. Wie die neue Fußballarena aussehen soll, soll Ende Januar 2016 entschieden werden und im Juni des Jahres soll das Bauprojekt vorgestellt werden. Nach dem Plan ist der Baubeginn für den Januar 2017 veranschlagt. Die Eröffnung des neuen Nationalstadions ist für Ende 2018 bis Anfang 2019 angestrebt. Die Kosten des Neubaus sind auf 35 Millionen Euro angesetzt, die sich das Großherzogtum Luxemburg und die Stadt Luxemburg mit 70 zu 30 Prozent teilen.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. europlan-online.de: Stadionkapazität
  2. tageblatt.lu: Stade Josy Barthel wird renoviert Abgerufen am 7. März 2013.
  3. lessentiel.lu: «Josy Barthel eines der marodesten Stadien» Artikel vom 25. September 2013.
  4. wort.lu: Nationales Fußballstadion zwischen Kockelscheuer und Ban de Gasperich Artikel vom 14. Februar 2014.
  5. stadionwelt.de: Architekten für Nationalstadion ausgewählt Artikel vom 29. September 2014