Aserbaidschanische Fußballnationalmannschaft

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Dieser Artikel beschreibt die aserbaidschanische Fußballnationalmannschaft der Männer. Für die U-21-Nationalmannschaft siehe aserbaidschanische Fußballnationalmannschaft (U-21-Männer).
Aserbaidschan
Azərbaycan
AFFA-Logo
Verband Azərbaycan Futbol Federasiyaları Assosiasiyası
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Umbro
Trainer DeutschlandDeutschland Berti Vogts
Kapitän Rəşad Sadıqov
Rekordtorschütze Qurban Qurbanov (14)
Rekordspieler Rəşad Sadıqov (90)
Heimstadion Tofiq-Bəhramov-Stadion
FIFA-Code AZE
FIFA-Rang 73. (410 Punkte)
(Stand: 17. Juli 2014)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Statistik
Erstes Länderspiel
Georgien 1990Georgien Georgien 6:3 Aserbaidschan AserbaidschanAserbaidschan
(Gurdschaani, Georgien; 17. September 1992)
Höchster Sieg
AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan 4:0 Liechtenstein LiechtensteinLiechtenstein
(Baku, Aserbaidschan; 5. Juni 1999)
Höchste Niederlage
FrankreichFrankreich Frankreich 10:0 Aserbaidschan AserbaidschanAserbaidschan
(Auxerre, Frankreich; 6. September 1995)
(Stand: 2. Juni 2010)

Die aserbaidschanische Fußballnationalmannschaft ist die Auswahl der besten Fußballspieler aus Aserbaidschan.

Die Mannschaft konnte sich bisher weder für eine Fußball-Weltmeisterschaft noch für eine Fußball-Europameisterschaft qualifizieren. Obwohl das Land geographisch in Asien liegt, ist der Verband Mitglied der UEFA, weswegen die Nationalmannschaft an den europäischen Wettbewerben teilnimmt.

Geschichte[Bearbeiten]

Bis Ende 1991 war Aserbaidschan Teil der Sowjetunion, weswegen aserbaidschanische Spieler nur in der Fußballnationalmannschaft der UdSSR spielen konnten.

Der aserbaidschanische Fußballverband wurde 1992 gegründet und trat 1994 der UEFA und der FIFA bei. Ihre ersten Pflichtspiele bestritt die aserbaidschanische Fußballnationalmannschaft im Rahmen der Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 1996 und beendete diese mit einem Punkt aus 10 Spielen abgeschlagen auf dem letzten Platz. Aus Sicherheitsgründen wurden alle Heimspiele in Trabzon in der Türkei ausgetragen.

In der Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 1998 gelang ihnen ein überraschender 1:0-Sieg gegen die Schweiz, waren dies doch die einzigen Punkte die sie in dieser Gruppe holen konnten.

Eine weitere Überraschung gelang ihnen in der Qualifikation für die Europameisterschaft 2000 mit dem 1:1 gegen den späteren EM-Halbfinalisten Portugal. Allerdings holte Aserbaidschan auch in jener Qualifikationsrunde nur vier Punkte und verlor 1:2 gegen Liechtenstein.

In der Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2002 gelang der erst dritte Pflichtspielsieg für Aserbaidschan, ein 2:0 gegen die Slowakei. Dem folgte in der Qualifikation für die Fußball-Europameisterschaft 2004 ein 2:1 gegen Serbien-Montenegro.

Dennoch gehört Aserbaidschan immer noch zu den Fußball-Entwicklungsländern. Auch die Nominierung des Brasilianers Carlos Alberto Torres, einstiger Weltmeister von Fußball-Weltmeisterschaft 1970, zum Nationaltrainer änderte daran nichts. Er ist mittlerweile schon wieder entlassen. Im November 2005 wurde Şahin Diniyev zum neuen Nationaltrainer ernannt. Er legte einen Dreijahresplan zum Aufbau einer neuen Mannschaft vor und setzte den Wechsel der Trikotfarben in blau-rot-grün (Nationalfarben) durch. In der Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 2008 wurde man erneut Gruppenletzter, es gelang aber ein Sieg gegen Finnland (1:0). Seit April 2008 ist Berti Vogts neuer Nationaltrainer der aserbaidschanischen Elf. Mit dem ehemaligen deutschen Bundestrainer belegte man in der WM-Qualifikation für 2010 den vorletzten Platz und ließ Liechtenstein hinter sich. Gegen Liechtenstein gab es den einzigen Sieg und ein Unentschieden. Eine große Sensation gab es im letzten Spiel zu bejubeln. Gegen den Gruppenzweiten, EM-Halbfinalisten und Erzrivalen Russland erreichte man in Baku ein 1:1.

In der Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 2012 gelang dem Team nach dem 1:6 gegen Deutschland und 0:3 gegen Österreich am 12. Oktober 2010 ein 1:0-Sieg gegen die Türkei. Auch mit einem 1:1 gegen Belgien am 2. September 2011 konnte die Mannschaft überraschen.

Weltmeisterschafts-Teilnahmen[Bearbeiten]

Europameisterschafts-Teilnahmen[Bearbeiten]

Aserbaidschan nahm als Teil der UdSSR bzw. der GUS an den Europameisterschaften 1960 bis 1992 teil. In der sowjetischen Nationalmannschaft spielten aserbaidschanische Spieler aber keine große Rolle. Nur wenige aserbaidschanische Spieler kamen zu EM-Einsätzen, so 1972 Anatoli Banischewski. Nach der Auflösung der Sowjetunion in mehrere selbständige Staaten nahm Aserbaidschan erstmals an der Qualifikation zur EM 1996 teil, konnte sich aber nie qualifizieren und es reichte höchstens zum vorletzten Gruppenplatz.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten
1996 England nicht qualifiziert In der Qualifikation an Rumänien und Frankreich gescheitert.
2000 Niederlande und Belgien nicht qualifiziert In der Qualifikation erneut an Rumänien sowie an Portugal gescheitert.
2004 Portugal nicht qualifiziert In der Qualifikation an Italien und Wales, das sich auch nicht qualifizieren konnte, gescheitert.
2008 Österreich und Schweiz nicht qualifiziert In der Qualifikation an Polen und erneut Portugal gescheitert.
2012 Polen und Ukraine nicht qualifiziert In der Qualifikation an Deutschland und der Türkei, die sich auch nicht qualifizieren konnte, gescheitert.
2016 Frankreich In der Qualifikation trifft Aserbaidschan auf Italien, Kroatien, Norwegen, Bulgarien und Malta.

Länderspiele gegen deutschsprachige Mannschaften[Bearbeiten]

Datum Ort Heimmannschaft Resultat Gastmannschaft
1. 31. August 1996 Baku AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan 1:0 SchweizSchweiz Schweiz
2. 11. Oktober 1997 Zürich SchweizSchweiz Schweiz 5:0 AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan
3. 14. Oktober 1998 Vaduz LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 2:1 AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan
4. 5. Juni 1999 Baku AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan 4:0 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein
5. 8. September 2004 Wien OsterreichÖsterreich Österreich 2:0 AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan
6. 7. September 2005 Baku AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan 0:0 OsterreichÖsterreich Österreich
7. 10. September 2008 Baku AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan 0:0 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein
8. 12. August 2009 Baku AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan 0:2 DeutschlandDeutschland Deutschland
9. 9. September 2009 Hannover DeutschlandDeutschland Deutschland 4:0 AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan
10. 10. Oktober 2009 Vaduz LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 0:2 AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan
11. 7. September 2010 Köln DeutschlandDeutschland Deutschland 6:1 AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan
12. 8. Oktober 2010 Wien OsterreichÖsterreich Österreich 3:0 AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan
13. 7. Juni 2011 Baku AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan 1:3 DeutschlandDeutschland Deutschland
14. 7. Oktober 2011 Baku AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan 1:4 OsterreichÖsterreich Österreich

Aktueller Kader[Bearbeiten]

Die aserbaidschanische Fußballnationalmannschaft am 8. Oktober 2010 vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Österreich (0:3).
Nr. Pos. Spieler Einsätze Tore Verein
1 TW Fərhad Vəliyev 32 0 AserbaidschanAserbaidschan FK Qarabağ Ağdam
23 TW Kamran Agayev 16 0 AserbaidschanAserbaidschan FK Xəzər Lənkəran
TW Salahat Agayev 1 0 AserbaidschanAserbaidschan FK İnter Baku
2 AB Badavi Hüseynov 35 0 AserbaidschanAserbaidschan FK Qarabağ Ağdam
4 AB Mahir Şükürov 43 0 AserbaidschanAserbaidschan Neftçi Baku
5 AB Elnur Allahverdiyev 10 0 AserbaidschanAserbaidschan FK Xəzər Lənkəran
9 AB Qara Qarayev 38 0 AserbaidschanAserbaidschan FK Qarabağ Ağdam
14 AB Rəşad Sadıqov 64 3 AserbaidschanAserbaidschan FK Qarabağ Ağdam
15 AB Ruslan Abışov 10 1 AserbaidschanAserbaidschan Neftçi Baku
AB Maksim Medvedev 11 0 AserbaidschanAserbaidschan FK Qarabağ Ağdam
AB Volodimir Levin 14 0 AserbaidschanAserbaidschan FK İnter Baku
AB Ufuk Budak 12 0 TurkeiTürkei Gaziantep BB
8 MF Ali Gökdemir 8 0 DeutschlandDeutschland Hannover 96
10 MF Elvin Məmmədov 22 7 AserbaidschanAserbaidschan FK Qarabağ Ağdam
18 MF Arif İsayev 4 0 -
MF Javid Huseynov 19 0 AserbaidschanAserbaidschan FK İnter Baku
MF Rəşad Sadiqov 10 0 AserbaidschanAserbaidschan FK Qarabağ Ağdam
MF Rahid Əmirquliyev 6 0 AserbaidschanAserbaidschan FK Xəzər Lənkəran
MF Amit Quluzadə 2 0 AserbaidschanAserbaidschan Neftçi Baku
MF Əfran İsmayılov 1 1 AserbaidschanAserbaidschan FK Qarabağ Ağdam
MF Araz Abdullayev 2 0 AserbaidschanAserbaidschan Neftçi Baku
7 ST Vaqif Cavadov 28 5 RusslandRussland Wolga Nischni Nowgorod
11 ST Rauf Əliyev 6 0 AserbaidschanAserbaidschan FK Qarabağ Ağdam
24 ST Fərid Quliyev 5 1 AserbaidschanAserbaidschan Neftçi Baku
ST Vüqar Nadirov 0 0 AserbaidschanAserbaidschan FK Qarabağ Ağdam

Rekordspieler[Bearbeiten]

Rang Name Einsätze Tore Position Zeitraum Rekordnationalspieler
01. Rəşad Sadıqov 90 3 Abwehr 2001- seit 24. Februar 2012
02. Aslan Kərimov 80 1 Mittelfeld 1994-2008
03. Tərlan Əhmədov 74 0 Abwehr 1992-2005
04. Maxmud Qurbanov 71 1 Mittelfeld 1994-2008
05. Qurban Qurbanov 67 14 Angriff 1992-2005
06. Emin Ağayev 65 1 Abwehr 1992-2005
Mahir Şükürov 65 3 Abwehr 2004-
08. Aleksandr Çertoqanov 54 0 Mittelfeld 2006-2012
09. Emin Quliyev 52 3 Mittelfeld 2000-2008
10. Vüqar Nadirov 51 4 Angriff 2004-

Rekordtorschützen[Bearbeiten]

Rang Name Tore Einsätze Quote Zeitraum
01. Qurban Qurbanov 14 67 0,21 1994-2008
Vaqif Cavadov 8 49 0,16 2006—
03. Branimir Subaşiç 7 40 0,18 2007—
Elvin Məmmədov 7 32 0,22 2008—
05. Zaur Tağızadə 6 40 0,15 1997—2008
06. Nazim Süleymanov 5 24 0,21 1992—1998
Rauf Əliyev 5 30 0,17 2010–
Fərrux İsmayılov 5 33 0,15 1998—2007
Vidadi Rzayev 5 37 0,14 1992—2001
10. Vyaçeslav Lıçkin 4 45 0,09 1995–2001

Quellen: Azerbaijan – Record International Players (Stand: 6. März 2012), PLAYERS for Azerbaijan national team

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aserbaidschanische Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com, Juli 2014. Abgerufen am 17. Juli 2014