Luxemburgische Fußballnationalmannschaft

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Dieser Artikel befasst sich mit der luxemburgischen Fußballnationalmannschaft der Herren. Für das Team der Frauen, siehe Luxemburgische Fußballnationalmannschaft der Frauen.
Luxemburg
Lëtzebuerg
Logo des luxemburgischen Fußballverbandes
Spitzname(n) Die roten Löwen
Verband Fédération Luxembourgeoise de Football
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor JAKO
Trainer Luc Holtz
Rekordtorschütze Léon Mart (16)
Rekordspieler Jeff Strasser (98)
FIFA-Code LUX
FIFA-Rang 120. (242 Punkte)
(Stand: 13. März 2014)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Statistik
Erstes Länderspiel
LuxemburgLuxemburg Luxemburg 1:4 Frankreich Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik
(Luxemburg-Stadt, Luxemburg; 29. Oktober 1911)
Höchster Sieg
LuxemburgLuxemburg Luxemburg 6:0 Afghanistan Afghanistan Königreich 1931Afghanistan
(Brighton, England; 26. Juli 1948)
Höchste Niederlagen
Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich 9:0 Luxemburg LuxemburgLuxemburg
(Berlin, Deutschland; 4. August 1936)
LuxemburgLuxemburg Luxemburg 0:9 England EnglandEngland
(Luxemburg-Stadt, Luxemburg; 19. Oktober 1960)
EnglandEngland England 9:0 Luxemburg LuxemburgLuxemburg
(London, England; 15. Dezember 1982)
(Stand: 6. April 2011)

Die luxemburgische Fußballnationalmannschaft wurde im Jahre 1908 gegründet und trat 1910 dem Weltfußballverband FIFA bei. Die Mannschaft wird von der Fédération Luxembourgeoise du Football (FLF) organisiert und seit 2010 von Luc Holtz trainiert.

In der FIFA-Weltrangliste belegt die Mannschaft den 123. Platz (Stand 19. Dezember 2013).

In Luxemburg ist der Fußball die beliebteste Sportart. Die bekanntesten Spieler der luxemburgischen Nationalmannschaft sind Vic Nurenberg, Nico Braun, Louis Pilot, François Konter, Armin Krings, Guy Hellers und Jeff Strasser.

Bei der Qualifikation zur Europameisterschaft 2004 gelang der Nationalmannschaft kein Sieg und kein einziges Tor. Auch bei der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2006 blieb Luxemburg trotz fünf erzielter Tore punktlos. Tiefpunkte in der Geschichte waren die Jahre 1980 bis 1985, in denen die Auswahl des Landes 35 Niederlagen hintereinander einstecken musste, sowie der 13. Oktober 2004. An diesem Tag verlor Luxemburg im Rahmen der WM-Qualifikation 2006 das Heimspiel gegen Liechtenstein 0:4. Dafür durften schon knappe Niederlagen gegen große Fußballnationen wie Siege gefeiert werden. Zum Beispiel verlor die Mannschaft 1990 gegen Deutschland in der EM-Qualifikation nur knapp mit 2:3, und 2007 gegen die Niederlande 0:1. Tschechien wurde 1995 mit 1:0 durch ein Tor von Guy Hellers bezwungen. Am 13. Oktober 2007 glückte der Mannschaft in Homel beim 1:0-Sieg gegen Weißrussland nach mehr als zwölf Jahren wieder ein Sieg in einem EM-Qualifikationsspiel (zuletzt am 6. September 1995 gegen Malta). Das Tor erzielte Fons Leweck in der vierten Minute der Nachspielzeit. [2] Eine Sensation gelang der luxemburgischen Nationalmannschaft mit dem 2:1-Sieg am 10. September 2008 im WM-Qualifikationsspiel in Zürich gegen die hochfavorisierte Schweizer Nationalmannschaft.

In der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien traf Luxemburg auf Aserbaidschan, Israel, Nordirland, Portugal und Russland. Gegen Nordirland hatte Luxemburg zuvor noch nie gespielt. Außer einem Sieg am 8. Oktober 1961 gegen Portugal in der Qualifikation zur WM 1962 hatte Luxemburg noch kein Spiel gegen eine dieser Mannschaften gewinnen können. Durch zwei Unentschieden gegen Aserbaidschan sowie einen Sieg und ein Unentschieden gegen Nordirland konnte Luxemburg mit 6 Punkten das beste Ergebnis in einer WM-Qualifikation seit Einführung der Drei-Punkte-Regel erzielen. Für einen Einzug in die WM-Endrunde oder die Playoffs reichte es dennoch nicht.

Teilnahme Luxemburgs an den für A-Nationalmannschaften zugänglichen Olympischen Spielen[Bearbeiten]

1908 in London nicht teilgenommen
1912 in Stockholm nicht teilgenommen
1920 in Antwerpen Achtelfinale
1924 in Paris Achtelfinale
1928 in Amsterdam Achtelfinale
1936 in Berlin Achtelfinale
1948 in London Achtelfinale

Aktueller Kader[Bearbeiten]

Rekordspieler[Bearbeiten]

Stand: 31. Januar 2014

Rang Name Einsätze Tore Position Zeitraum Rekordhalter
01. Jeff Strasser 98 7 Abwehr 1993−2010 seit 28. März 2009 (89 bis 98 Spiele)
02. René Peters 92 4 Mittelfeld 2000−2013
03. Carlo Weis 88 1 Mittelfeld 1978−1998 11. Oktober 1995 bis 28. März 2009 (78 bis 88 Spiele)
04. Eric Hoffmann 87 0 Abwehr 2002−
05. François Konter 77[S 1] 42[S 2] Abwehr 1955−1969 26. November 1966 bis 11. Oktober 1995 (58 bis 77 Spiele)
06. Robert Langers 73 8 Mittelfeld 1980−1998
07. Mario Mutsch 71 2 Mittelfeld 2005−
08. Manuel Cardoni 69 5 Mittelfeld 1993−2004
09. Ernest Brenner 67[S 3] 5[S 4] Abwehr 1955−1965 18. Dezember 1963 bis 26. November 1966 (57 bis 67 Spiele)
10. Jonathan Joubert 65 0 Torwart 2006−
Anmerkungen:
  1. Davon 48 Spiele gegen B- oder Amateur-Mannschaften
  2. Alle Tore gegen B- oder Amateur-Mannschaften.
  3. Davon 47 Spiele gegen B- oder Amateur-Mannschaften
  4. Davon 4 Tore gegen B- oder Amateur-Mannschaften.

Rekordtorschützen[Bearbeiten]

Die besten Luxemburger Torschützen erzielten ihre Tore überwiegend gegen B- und Amateurmannschaften.

Rang Name Tore Einsätze Quote Zeitraum
01. Léon Mart 16[T 1] 24[T 2] 0,67 1939−1945
02. Gustave Kemp 15[T 3] 21[T 4] 0,71 1936−1945
03. Nicolas Kettel 15[T 5] 57[T 6] 0,26 1946−1959
04. Camille Libar 13[T 7] 24[T 8] 0,54 1937−1950
05. François Muller 12[T 9] 29[T 10] 0,41 1949−1955
06. Jules Gales 11[T 11] 26[T 12] 0,42 1948−1952
07. Léon Letsch 10[T 13] 53[T 14] 0,19 1947−1961
08. Robert Langers 8 73 0,11 1980−1998
Anmerkungen:
  1. Davon 11 Tore gegen B-Mannschaften.
  2. Davon 15 Spiele gegen B-Mannschaften
  3. Davon 8 Tore gegen B-Mannschaften.
  4. Davon 12 Spiele gegen B-Mannschaften
  5. Davon 14 Tore gegen B- oder Amateur-Mannschaften.
  6. Davon 40 Spiele gegen B- oder Amateur-Mannschaften
  7. Davon 10 Tore gegen B-Mannschaften.
  8. Davon 16 Spiele gegen B-Mannschaften
  9. Davon 9 Tore gegen B- oder Amateur-Mannschaften.
  10. Davon 23 Spiele gegen B- oder Amateur-Mannschaften
  11. Davon 10 Tore gegen B- oder Amateur-Mannschaften.
  12. Davon 21 Spiele gegen B- oder Amateur-Mannschaften
  13. Davon 8 Tore gegen B- oder Amateur-Mannschaften.
  14. Davon 42 Spiele gegen B- oder Amateur-Mannschaften

Quellen: Luxembourg - Record International Players, PLAYERS for Luxembourg

Länderspielbilanzen[Bearbeiten]

Luxemburg hat folgende Bilanzen gegen andere Nationalmannschaften (mindestens zehn Spiele; Stand: 17. Januar 2014).

Land Sp. S U N Tore Tordifferenz Wichtige Begegnungen
BelgienBelgien Belgien 17 [3] 1 3 12
11:55
–44
Achtelfinale der Olympischen Spiele 1928, WM-Qualifikation 1938, 1990, EM-Qualifikation 1968, 1988, 1992
BulgarienBulgarien Bulgarien 12 0 0 12
5:34
–29
WM-Qualifikation 1970, 1986, 1998, EM-Qualifikation 1988, 2000, 2008
DanemarkDänemark Dänemark 10 0 2 08
8:29
–21
EM-Viertelfinale 1964, WM-Qualifikation 1982, EM-Qualifikation 1984, 2004
DeutschlandDeutschland Deutschland 13 1 0 12
11:60
–49
WM-Qualifikation 1934, Achtelfinale der Olympischen Sommerspiele 1936, EM-Qualifikation 1992
FrankreichFrankreich Frankreich 16 1 0 15
11:68
–57
WM-Qualifikation 1934, 1954, 1966, 1986, EM-Qualifikation 1968, 1980, 2012
NiederlandeNiederlande Niederlande 16 2 1 13
13:59
–46
Achtelfinale der Olympischen Sommerspiele 1920, WM-Qualifikation 1938, 1958, 1970, EM-Achtelfinale 1964, EM-Qualifikation 1972, 1996, 2008
NorwegenNorwegen Norwegen 11 2 1 08
9:24
–15
WM-Qualifikation 1966, EM-Qualifikation 1996, 2004
PortugalPortugal Portugal 14 1 1 13
7:44
–37
WM-Qualifikation 1962, 1990, 2006, 2014
RusslandRussland Russland 10 0 0 10
3:35
–32
WM-Qualifikation 1998, 2002, 2006, 2014
SchweizSchweiz Schweiz 12 1 1 10
9:30
–21
WM-Qualifikation 1950, 1974, 1990, 2002, 2010
UngarnUngarn Ungarn 10 0 0 10
10:47
–37
WM-Qualifikation 1994, EM-Qualifikation 1976, 1984

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Luxemburgische Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com, Februar 2014. Abgerufen am 13. Februar 2014
  2. „Luxemburg besiegt Weißrussland 1:0“, Luxemburger Wort (Onlineversion) vom 13. Oktober 2007
  3. Ein Spiel wurde abgebrochen