Juan Rafael Mora Porras

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Juan Rafael Mora Porras (um 1840)
Juan Rafael Mora Porras
Grenzverlauf zwischen Nicaragua und Costa Rica vor 1850

Juan Rafael Mora Porras (* 8. Februar 1814 in San José; † 30. September 1860 in Puntarenas) war vom 26. November 1849 bis 14. August 1859 Präsident von Costa Rica.

Leben[Bearbeiten]

Seine Eltern waren Ana Benita Porras y Ulloa und Camilo Mora y Alvarado.

Seine Geschwister waren

  1. Ana María Mora Porras, die Ehefrau von José María Montealegre Fernández
  2. Guadalupe Mora Porras, die Ehefrau von General José María Cañas Escamilla
  3. José Miguel Mora Porras
  4. General José Joaquín Mora Porras

Am 24. Juni 1847 heiratete er in San José Cueto Inés Aguilar, Tochter von Manuel Aguilar Chacón. In dieser Ehe wurden sieben Kinder geboren: Elena, Teresa, Alberto, Amelia, Juan de Dios, Camilo und Juana Mora Aguilar.

Er war Mitglied der Partido Liberal. 1837 war er Bürgermeister von San José und verkaufte Immobilien der Kommune über sein Maklerbüro mit beachtlichen Preissteigerungen weiter. Daneben ließ er auf seinen Latifundien Kaffee und Zuckerrohr anbauen.

1847 wurde er Stellvertreter des Präsidenten José María Castro Madriz ernannt und 1848 aus der Stellvertretung entlassen. 1849 wurde er Stellvertreter des Präsidenten José María Castro Madriz ernannt. Eine Putschdrohung von General José Manuel Quirós y Blanco[wp 1] drängte José María Castro Madriz sein Amt am 16. November an José Miguel Mora Porras abzutreten. José Miguel Mora Porras gab das Amt am 26. November 1849 an seinen Bruder Juan Rafael weiter. Später wurde Juan Rafael vom Parlament in diesem Amt bestätigt.

In seiner Amtszeit wurde die Unabhängigkeit von Costa Rica durch die ehemalige Kolonialmacht Spanien anerkannt. Pius IX. verfügte 1850 die Bildung der Diözese von Costa Rica und ernannte Anselmo Llorente y Lafuente zu ihrem Bischof. 1851 gab es eine Straßenbeleuchtung in San José. Für die Universidad de Santo Tomás wurde ein Gebäude errichtet. Für die Zuckerproduktion von Mora ließ er eine staatliche Fábrica Nacional de Licores erstellen. Ingeniero Nicolás Gallegos entwarf den ersten Stadtplan von San José.

1853 wurde er wiedergewählt.

Er ließ die Straße von Cartago zum Puerto de Puntarenas ausbauen. Durch die Straße wurde die wirtschaftliche Entwicklung von Costa Rica beschleunigt.

Juan Rafael Mora Porras gehörte zu den ersten, in Zentralamerika, welche die Gefahr, die von William Walker und den Filibusteropiraten für Zentralamerika ausging, erkannten und sie ab Anfang 1856 entschieden bekämpfen ließ.

In der ersten Phase des Krieges gab er sein Präsidentenamt an seinen Stellvertreter Francisco María Oreamuno ab und kommandierte die Truppen von Costa Rica siegreich in der Schlacht von Santa Rosa[wp 2], der Schlacht von Sardianal und in der ersten Schlacht von Rivas[wp 3].

Die Truppen aus Costa Rica brachten die Cholera aus Nicaragua mit, welche im Folgenden in Costa Rica 10.000 Opfer forderte, was nahezu einem Zehntel der damaligen Bevölkerung entsprach.

Der Krieg gegen die Filibusteros wurde 1857 fortgesetzt, nachdem es Máximo Blanco[wp 4] gelungen war mit einem Feldzug auf dem Río San Juan diesen unter die Kontrolle von Costa Rica zu bringen und damit die Filibusteros vom Nachschub von der industrialisierten Ostküste der USA abzuschneiden.

Juan Rafael Mora Porras schloss Verträge mit dem britischen Abenteurer William Webster über einen interozeanischen Weg, was Missfallen in Nicaragua auslöste und die Regierung von Máximo Jerez Tellería erklärte 1857 Costa Rica den Krieg.

Am 15. April 1858 unterzeichnete Máximo Jerez Tellería als Bevollmächtigter in Costa Rica den Tratado Cañas-Jerez[wp 5] über den Grenzverlauf zwischen den beiden Länder. Der Bevollmächtigte von Costa Rica war José María Cañas Escamilla. Costa Rica erhielt keinen Zugang zum Nicaraguasee aber das Wegerecht auf dem Río San Juan.

Anfang 1859 wurde er für eine dritte Amtszeit wiedergewählt. Am 14. August 1859 wurde er durch den Kommandanten der Garnison von San José durch einen Putsch gestürzt und gezwungen das Land zu verlassen. Er ließ sich in El Salvador nieder.

Bei den Wahlen 1860 nominierte die Partido Liberal seinen Verwandten Manuel Mora Fernández[wp 6] als Präsidentschaftskandidaten. Präsident wurde José María Montealegre Fernández. Dieser versuchte ein Übereinkommen mit Juan Rafael Mora Porras zu finden, und diesen zum Machtverzicht zu bewegen, diese Anstrengungen zeigten kein Ergebnis.

Juan Rafael Mora Porras ging im September 1860 in der Illusion sein Erscheinen würde einen Aufstand zu seinen Gunsten auslösen im Hafen von Puntaarenas mit einigen Freunden und Verwandten von Bord. Die Regierung von Montealegre sandte ihm Truppen entgegen in einer Schlacht in La Angostura wurden die Moranistas geschlagen. Mora wurde gefangen genommen und ein Kriegsgericht verurteilte ihn zum Tod. Er wurde am 30. September 1860 in Puntarenas mit General Cañas[wp 7] füssiliert. Seine Reste ruhen auf dem Cementerio General von San José.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Felipe Molina: Bosquejo de la Republica de Costa Rica, seguido de apuntamientos par su historia. New York 1851

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Clotilde María Obregón, Nuestros gobernantes: Verdades del pasado para comprender el futuro, Editorial Universidad de Costa Rica, 2002, S. 10.

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. es:José Manuel Quirós y Blanco
  2. es:Batalla de Santa Rosa (Costa Rica)
  3. es:Batalla de Rivas
  4. es:Máximo Blanco
  5. es:Tratado Cañas-Jerez
  6. es:Manuel Mora Fernández
  7. es:José María Cañas Escamilla
Vorgänger Amt Nachfolger
José Miguel Mora Porras Präsidenten von Costa Rica
26. November 1849 – 14. August 1859
José María Montealegre Fernández