Juice Newton

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Juice Newton (2009)

Juice Newton (* 18. Februar 1952 in Lakehurst Naval Base, New Jersey; eigentlicher Name Judith Kay Cohen) ist eine mit dem Grammy ausgezeichnete US-amerikanische Country-Popsängerin, die ihre größten Erfolge in den 1980er Jahren feierte. Zwischen 1976 und 1989 gelangen ihr 26 Hits in den amerikanischen Country-Charts.[1] Darunter die mit Gold ausgezeichneten Singles Angel of the Morning und Queen of Hearts, die 1981 auch international erfolgreich waren.[2]

Karriere[Bearbeiten]

Newton, die seit ihrer Kindheit „Juice“ genannt wird, wuchs in Virginia auf. Im Alter von 13 Jahren begann sie, Gitarre zu spielen. Sie bevorzugte zunächst Rhythm & Blues, wurde aber in den späten 1960er Jahren von der in den USA aufflammenden Begeisterung für Folkmusik erfasst. Während ihrer Collegezeit musizierte sie in kleinen Clubs und Kaffeehäusern. Neben der Musik waren Pferde und der Polosport ihre große Leidenschaft.

Mit ihrem Freund, dem Gitarristen und Songwriter Otha Young, gründete sie die Rockformation Dixie Peach und ein Jahr später das Folk-Rock-Trio Juice Newton & Silver Spur. 1975 zogen sie nach Los Angeles, wo sie wenig später vom Label RCA unter Vertrag genommen wurden. Es wurden zwei mäßig erfolgreiche Alben und einige Singles veröffentlicht. 1978 wechselten Newton & Silver Spur zu Capitol. Das erste Album beim neuen Label verkaufte sich ebenfalls schlecht und so lösten sich Silver Spur auf. Von jetzt an trat Newton als Solistin auf. Unterstützt wurde sie weiterhin von Otha Young.

Nachdem Newton Ende der 1970er Jahre mehrere Singles in den Country-Charts positionieren konnte, schaffte sie 1981 mit der Langspielplatte Juice endgültig den kommerziellen Durchbruch. Das unter dem Produzenten Richard Landis eingespielte Album wurde über eine Million Mal verkauft und mit Platin ausgezeichnet. Die ausgekoppelten Singles Angel of the Morning (im Original von Merrilee Rush, 1968) und Queen of Hearts erreichten hohe Platzierungen sowohl in den Pop- als auch in den Country-Charts. Mit dem von Otah Young geschriebenen The Sweetest Thing (I've Ever Known) konnte sie ihren ersten Nummer-1-Hit in den Country-Charts verbuchen. Im gleichen Jahr wurde sie von der Academy of Country Music zur besten Nachwuchssängerin des Jahres gewählt.

Ihr nächstes Album, das 1982 erschienene Quiet Lies, war ähnlich erfolgreich. Erneut wurden mehrere Hit-Singles ausgekoppelt: Love's Been a Little Bit Hard on Me, Break It to Me Gently und Heart of the Night. Das Album selbst erreichte Goldstatus und brachte ihr einen Grammy ein. Danach folgte eine kurze Durststrecke, die 1984 nach einer Rückkehr zu RCA schnell überwunden war. Höhepunkt war ein Auftritt vor Präsident Ronald Reagan.

Eine stärkere Orientierung hin zur Country-Musik war der Auslöser ihrer Erfolgssträhne ab Mitte der 1980er Jahre. In kurzer Folge wurden mehrere Nummer-1-Hits und Top-10-Platzierungen erreicht. You Make Me Want to Make You Mine, Hurt (beide 1985) sowie das mit Eddie Rabbitt gesungene Both to Each Other (Friends & Lovers) (1986) platzierten sich auf Platz eins der Country-Charts. Ende der 1980er Jahre gingen ihre Umsatzzahlen und Chartpositionen zurück, sie veröffentlichte jedoch weiter Alben und tourt heute noch regelmäßig durch die USA.

2005 nahm Newton an der amerikanischen Variante der Comeback-Show Hit Me, Baby, One More Time teil und sang neben ihrem Hit Queen of Hearts auch Pieces of Me von Ashlee Simpson. Sie musste sich in der Vorrunde allerdings P.M. Dawn geschlagen geben. Im Herbst 2010 folgte ein Album mit Duetten, unter anderem mit Melissa Manchester, Glen Campbell und Willie Nelson.

Privates[Bearbeiten]

Juice Newton ist seit 1985 mit Tom Goodspeed verheiratet.[3] Die beiden haben zwei Kinder: Jessica und Tyler. Die Familie lebt in San Diego.[4]

Diskografie[Bearbeiten]

Alben mit Silver Spur[Bearbeiten]

  • 1975: Juice Newton and Silver Spur (RCA)
  • 1976: After the Dust Settles (RCA)
  • 1977: Come to Me (Capitol)

Solo-Alben[Bearbeiten]

  • 1978: Well Kept Secret (Capitol)
  • 1979: Take Heart (Capitol)
  • 1981: Juice (Capitol)
  • 1982: Quiet Lies (Capitol)
  • 1983: Dirty Looks (Capitol)
  • 1984: Can't Wait All Night (RCA)
  • 1985: Old Flame (RCA)
  • 1987: Emotion (RCA)
  • 1989: Ain't Gonna Cry (RCA)
  • 1998: The Trouble with Angels (River North, enthält u.a. Neuaufnahmen ihrer alten Hits)
  • 1999: American Girl (Renaissance)
  • 2002: Every Road Leads Back to You (Image, Live-Album)
  • 2005: American Girl Volume II (Brookside, enthält u.a. Neuaufnahmen ihrer alten Hits)
  • 2007: The Gift of Christmas (CDBY)
  • 2010: Duets: Friends & Memories (Fuel 2000)

Compilations[Bearbeiten]

  • 1984: Greatest Hits (and More) (Capitol)
  • 1998: Anthology (Renaissance)
  • 2002: Country Classics (EMI)

Es erschienen außerdem zahllose Compilations auf Budget-Labels, teilweise mit Neuaufnahmen ihrer großen Erfolge.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1981: ACM - Top New Female Vocalist
  • 1983: Grammy - Best Female Country Vocal Performance

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Joel Whitburn: Top Country Songs 1944-2005, 2005, Seite 270-1, ISBN 0-89820-165-9
  2. Chartsplatzierungen, hitparade.ch
  3. Biografie, IMDB
  4. Dystonia Benefit Interview, Inside San Diego, 2006 (YouTube)