Julisäule

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Julisäule

Die Julisäule (Colonne de Juillet) ist ein Denkmal auf dem Place de la Bastille im 11. Arrondissement von Paris.

Geschichte[Bearbeiten]

Sie erinnert an die „drei glorreichen Tage“ (27.–29. Juli) der Julirevolution im Jahr 1830, die in Frankreich zum Sturz von Karl X. und zur Einsetzung des „Bürgerkönigs“ Ludwig Philipp („Julimonarchie“) führte.

Bereits 1792 bestand ein ähnliches Vorhaben, das jedoch über die Grundsteinlegung am 14. Juli 1792 nicht hinauskam. Der Bau der Säule in der gegenwärtigen Form wurde durch ein königliches Dekret vom 6. Juli 1831 angeordnet. Sie wurde 1833 von Ludwig Philipp in Auftrag gegeben. Es handelt sich um eine in der Platzmitte errichtete 52 m hohe Kupfersäule. Auf der Säule sind in Gold die Namen der 504 Pariser Bürger eingraviert, die während der Julikämpfe ums Leben kamen.

Le Génie de la Liberté

Die 1833 entstandene 5,85 m hohe blattvergoldete Figur von Augustin-Alexandre Dumont soll den auf einem Bein balancierenden „Genius der Freiheit“ (Le Génie de la Liberté) darstellen und an die Straßenschlachten der Juli-Revolution von 1830 erinnern. Der Sockel war ursprünglich zu Zeiten Napoléons I. geschaffen worden, um eine Fontäne mit der Skulptur eines Elefanten im Zentrum aufzunehmen. Für einige Jahrzehnte beherrschte auch ein 24 m hohes Gipsmodell des Elefanten der Bastille den Platz, das dann aber, baufällig geworden, der Julisäule weichen musste. Die Einweihung des Gesamtwerkes fand am 28. Juli 1840 statt.

1848 wurde die Säule als Gedenkstätte für die Februarrevolution vom 22., 23. und 24 Februar 1848 geweiht. Unter der Säule befinden sich öffentlich zugängliche Gewölbe mit Gräbern aus jener Zeit.

Weblinks[Bearbeiten]

48.8531388888892.3690888888889Koordinaten: 48° 51′ 11″ N, 2° 22′ 9″ O