K. Chandrasekharan

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Komaravolu Chandrasekharan an der Tafel (Foto in Oberwolfach 1987)

K. Chandrasekharan (Komaravolu Chandrasekharan; * 21. November 1920 in Machilipatnam, Andhra Pradesh) ist ein indischer Mathematiker, der sich mit Analysis und Zahlentheorie beschäftigt.

Chandrasekharan ging in Bapatla im Distrikt Guntur zur Schule und studierte am Presidency College in Chennai, wo er seinen Masterabschluss machte und bei K. Ananda Rau (der früher mit S. Ramanujan in Cambridge in England war) 1945 promoviert wurde, während er gleichzeitig 1940 bis 1943 als Research Scholar an der Universität Madras arbeitete. Danach war er 1946–1949 am Institute for Advanced Study und Professor am Tata Institute of Fundamental Research in Bombay, wo er 15 Jahre lang die mathematische Abteilung zu einem weltweit führenden Forschungszentrum ausbaute und führende Wissenschaftler wie Laurent Schwartz und Carl Ludwig Siegel einlud, dort Vorlesungen zu halten. Probleme mit dem Physiker Homi Jehangir Bhabha führten dazu, dass er 1965 an die ETH Zürich wechselte, wo er auch 1988 emeritierte und heute im Ruhestand lebt.

Chandrasekharan beschäftigte sich unter anderem mit Fourierreihen, trigonometrischen Summen in der analytischen Zahlentheorie und Geometrie der Zahlen.

1955 bis 1961 war er Mitglied des Executive Committee der International Mathematical Union und er war auch 1961 bis 1966 deren Sekretär und 1971 bis 1974 deren Präsident. 1961 bis 1966 war er Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des indischen Kabinetts. 1963 bis 1966 war er Vizepräsident des International Council of Scientific Unions und 1966 bis 1970 deren Generalsekretär. Er war Herausgeber des Journal of the Indian Mathematical Society.

1959 erhielt er den Padma Shri und 1963 den Shanti-Swarup-Bhatnagar-Preis. 1966 erhielt er die Ramanujan-Medaille. Er ist Fellow der American Mathematical Society.

Zu seinen Doktoranden zählen M. S. Narasimhan und Raghavan Narasimhan.

Schriften[Bearbeiten]

  • mit Salomon Bochner: Fourier Transforms. Princeton University Press, 1949.
  • Introduction to analytic number theory. Springer, 1970.
  • Elliptic Functions, Springer 1985
  • Arithmetical Functions, Springer, Grundlehren der Mathematischen Wissenschaften, 1970

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]