Kaʻahumanu

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Kaʻahumanu.

Kaʻahumanu (* 17. März 1768 auf Maui; † 5. Mai 1832, ursprünglich Elizabeth Kaʻahumanu) war regierende Königin des Königreichs Hawaii.

Ihre Mutter war Namahana, ihr Vater, Keʻeaumoku, war königlicher Berater von Kamehameha I., mit dem sie im Alter von 13 Jahren verheiratet wurde. Kamehameha hatte mehrere Frauen, von denen Kaʻahumanu seine Lieblingsfrau wurde, die er mit einer Lehau-Blüte verglich und von ihr sagte, „sie reitet die Wellen wie ein Vogel und spürt den Herzschlag des Volkes“. Sie war diejenige, die ihn ermutigte, den Einigungskrieg von Hawaiʻi zu führen. Das Gewicht der Königin war 120 kg.

Einsatz für Frauenrechte[Bearbeiten]

Kaʻahumanu war ihrer Zeit voraus und propagierte die Rechte der hawaiischen Frauen. Sie kämpfte gegen die Tabus, die die hawaiischen Frauen unterdrückten. So tat sie sich mit Keopuolani, der Königin unter Kamehameha II., zusammen, dass sie gemeinsam am Tisch des jungen Königs aßen. Damit brachen sie die Regeln der einheimischen Gesellschaft. Das Volk erwartete, dass die Götter sie für diese Tat strafen würden, doch blieb das befürchtete Unglück aus. Darauf hin zerstörte das Volk die Tempel der machtlosen Götter und wandte sich von ihrem Glauben ab.

Regierende Königin[Bearbeiten]

Bis zu ihrem Tode am 5. Mai 1832 bestand Kaʻahumanu darauf, dass es der Wunsch des verstorbenen Königs sei, dass sie gemeinsam mit ihrem 22-jährigen Sohn Liholiho, der den Namen Kamehameha II. annahm, regieren sollte. Das Parlament stimmte dem zu und erschuf den Posten des kuhina nui, des Premierministers. Ihre Macht nahm zu, und letztendlich regierte sie unter dem Titel der „regierenden Königin“ während den Amtszeiten von Kamehameha II. und Kauikeaouli, der den Thron als Kamehameha III. bestieg.

Kaumualiʻi von Kauaʻi[Bearbeiten]

Als ihr Ehemann starb, fürchtete Kaʻahumanu, dass die Insel Kauaʻi, die von Kamehameha nie unterworfen wurde, ihr Bündnis mit dem Königreich beenden würde. Am 9. Oktober 1821 entführte Kaʻahumanu den Gouverneur von Kauaʻi, Kaumualiʻi, und zwang ihn, sie zu heiraten.

Christianisierung[Bearbeiten]

Im April 1824 machte Kaʻahumanu ihre Annahme des protestantischen Christentums öffentlich und ermutigte ihre Untertanen, sich in diesem Glauben taufen zu lassen. In demselben Jahr erließ sie die ersten Gesetze, die sich an christlichen Ethiken und Werten orientierten. Kaʻahumanu wurde am 5. Dezember 1825 an der Stelle getauft, an der heute die Kawaiahaʻo Church steht.

Missionare (Kongregationalisten) überzeugten Kaʻahumanu, dass die römisch-katholische Kirche von der Insel entfernt werden sollte. Am 7. Juli 1827 befahl sie den ersten katholischen Missionaren abzureisen. 1830 unterzeichnete Kaʻahumanu ein Gesetz, nach dem es verboten war, die katholische Lehre zu verbreiten, und nach dem jeder ausgewiesen werden konnte, der dieses Gesetz brach.

Verfestigung der amerikanischen Beziehungen[Bearbeiten]

Kaʻahumanu, und nicht ihr Sohn, der König, handelte 1826 den ersten Staatsvertrag zwischen Hawaii und den Vereinigten Staaten von Amerika unter der Leitung von Präsident John Quincy Adams aus. Der Vertrag beinhaltete eine Geldforderung der US-amerikanischen Händler in Höhe von 150.000 Dollar an die Hawaiier. Diese Schuld beglichen die Hawaiier mit Sandelholz von gleichem Wert.

Dieses Dokument war zudem ein Freihandelsabkommen, nach dem die Amerikaner das Recht hatten, alle Häfen anzusteuern und Handel zu treiben. Außerdem waren Amerikaner ermächtigt, an hawaiischen Gerichten zu klagen und wurden durch hawaiische Gesetze geschützt.

Das Ende ihrer Regierungszeit[Bearbeiten]

1827 wurde Kaʻahumanu krank, und ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich ständig. Sie starb 1832. Ihr zu Ehren druckten Missionare das Neue Testament in der hawaiischen Sprache. Ihre Beerdigung fand in der Kawaiahaʻo Church statt, die sie als das Westminster Abbey von Hawaii ansah. Der Trauergottesdienst wurde von Hiram Bingham I. abgehalten. Zunächst lag sie in der Nähe des ʻIolani-Palastes, wurde später aber in das Königliche Mausoleum umgebettet.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kaʻahumanu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien