Karen Vogtmann

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Karen Vogtmann (* 13. Juli 1949 in Pittsburg (Kalifornien)) ist eine US-amerikanische Mathematikerin, die sich mit Algebra und Topologie beschäftigt.

Vogtmann 1982
Vogtmann 2006

Vogtmann studierte an der University of California, Berkeley, wo sie 1971 ihren Bachelorabschluss in Mathematik machte und 1977 bei John Wagoner promovierte (Homology stability of O_{n,n}). Danach war sie an der University of Michigan, der Brandeis University und der Columbia University. Seit 1984 ist sie an der Cornell University, wo sie seit 1994 eine volle Professur hat.

Vogtmann befasste sich mit geometrischer Gruppentheorie, Gruppenkohomologie und niedrigdimensionaler Topologie. Sie führte mit Marc Culler 1986 den Begriff Outer Space in der geometrischen Theorie der Gruppe äußerer Automorphismen einer freien Gruppe ein (als simpliziale Komplexe, auf dem diese Gruppen wirken)[1]. Die Theorie hat Anwendungen in der Untersuchung phylogenetischer Bäume[2] in der Evolutionstheorie und Verbindungen zur Theorie unendlichdimensionaler Liealgebren (entdeckt von Maxim Lwowitsch Konzewitsch, aber auch von Vogtmann untersucht).

2007 war sie Noether Lecturer. 2006 war sie Invited Speaker auf dem Internationalen Mathematikerkongress (ICM) in Madrid (The cohomology of automorphisms groups of free groups). 2003 bis 2006 war sie Vizepräsidentin der American Mathematical Society, deren Fellow sie ist. 2014 wurde sie mit einem Wolfson Research Merit Award der Royal Society ausgezeichnet[3] und erhielt den Humboldt-Forschungspreis.

Schriften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

  1. In Analogie zur Wirkung der Abbildungsklassengruppe auf den Teichmüllerraum Riemannscher Flächen konstruiert
  2. Vogtmann, Louis Billera, Susan Holmes, Geometry of the space of phylogenetic trees, Advances in applied mathematics Bd.27, 2001, S.733-767
  3. Royal Society announces new round of esteemed Wolfson Research Merit Awards bei der Royal Society (royalsociety.org); abgerufen am 9. Mai 2014