Karl Tekusch

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Karl Tekusch (* 7. Juli 1890; † 28. Dezember 1977) war ein österreichischer Fußball-Nationalspieler sowie Gymnasiallehrer für Deutsch und Französisch.

Sportliche Karriere[Bearbeiten]

Wie sein älterer Bruder Felix Tekusch begann Karl Tekusch in der von Johann „Jan“ Studnicka geleiteten Mittelschülermannschaft und spielte anschließend beim Wiener AC. Er selbst spielte auf der Position des linken Half, sein Bruder als Back. Beim WAC war er bald Teil der wohl stärksten österreichischen Mannschaft der damaligen Zeit, der Höhepunkt wurde mit dem 2:1-Sieg über den damals dreifachen englischen Meister FC Sunderland am 20. Mai 1909 erreicht. Am 1. November 1908 war Karl Tekusch bereits gegen Ungarn das erste Mal für die österreichische Nationalmannschaft aufgelaufen, ab 1910 wurde er zumeist gemeinsam mit Bruder Felix einberufen.

Streitigkeiten mit der Vereinsführung veranlassten die Tekusch-Brüder gemeinsam mit mehreren Mitspielern mit dem WAF zur Gründung eines neuen Vereins. Bereits in der ersten Saison 1911/12 der neuen Ligameisterschaft des ÖFV nahm der neu Klub daran teil. Während dessen bereitete sich Karl Tekusch gemeinsam mit der Nationalmannschaft auf die Olympischen Spiele 1912 in Stockholm vor, eine Teilnahme wurde allerdings auf Grund eines Streits zwischen WAF und ÖFV verhindert. So musste Karl Tekusch in diesen Spielen pausieren um anschließend wieder als Stammspieler im Team auflaufen zu können.

Seinen größten Erfolg auf Vereinsebene erreichte Karl Tekusch mit dem Gewinn der österreichischen Meisterschaft 1913/14 mit dem WAF, bis kurz nach dem Ersten Weltkrieg blieb der Mittelfeldspieler für Verein und Nationalmannschaft aktiv. Anschließend beendete er sein Studium und promovierte. Von 1938–1944 war er Gymnasiallehrer (wofür in Österreich die Berufsbezeichnung Professor verwendet wird) für Deutsch und Französisch am Akademischen Gymnasium in Wien.

Sportliche Erfolge[Bearbeiten]

Tätigkeit als Sprachpfleger[Bearbeiten]

Karl Tekusch war ab 1938 der letzte Obmann des Wiener Zweiges des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins, der 1943 behördlich aufgelöst wurde. Tekusch wurde bei der Neugründung des Vereins Muttersprache (Wien) am 23. November 1949 zum Obmann gewählt. Diese Stellung behielt Tekusch bis 1954, als Erwin Mehl zum Obmann gewählt wurde. Tekusch wurde Stellvertreter und blieb es bis zu seinem Tode im Jahr 1977.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fuchs, Hans. Geschichte des Vereins Muttersprache. In: Wiener Sprachblätter, Jg. 1999, H. 1 ff. Online einsehbar