Kasuarinen

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Dieser Artikel behandelt die Pflanzengattung. Für die ähnlichlautende Vogelgattung siehe Kasuare.
Kasuarinen
Schachtelhalmblättrige Kasuarine (Casuarina equisetifolia), Zweige mit Blütenständen.

Schachtelhalmblättrige Kasuarine (Casuarina equisetifolia), Zweige mit Blütenständen.

Systematik
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Buchenartige (Fagales)
Familie: Kasuarinengewächse (Casuarinaceae)
Gattung: Kasuarinen
Wissenschaftlicher Name
Casuarina
L.
Casuarina sp.

Kasuarinen (Casuarina) sind eine Pflanzengattung aus der Ordnung der Buchenartigen (Fagales). Gelegentlich wird der deutsche Begriff Kasuarine allerdings auch für die ebenfalls zu den Kasuarinengewächsen gehörenden Gattungen Allocasuarina und Gymnostoma verwendet. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass früher alle etwa 70 Arten der Familie der Kasuarinengewächse dieser Gattung zugeordnet wurden.

Beschreibung[Bearbeiten]

Früchte von Casuarina cunninghamiana.

Vegetative Beschreibung[Bearbeiten]

Die Kasuarien sind in Wäldern oder Trockengebieten wachsende Bäume, deren Zweige an Schachtelhalme erinnern. Die Photosynthese wurde hauptsächlich in die Sprossachse verlagert, die Laubblätter sind stark reduziert. Die feinen Blätter stehen in stängelständigen Quirlen aus fünf bis 20 Blättern, sie sind einfach, verwachsen, sitzend und membranartig. Die Blattränder sind glatt. Nebenblätter fehlen.[1]

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Es werden sowohl zwittrige als auch eingeschlechtige Blüten gebildet, es gibt einhäusige (monözische) und zweihäusige (diözische) Arten. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind. Es werden ährige oder kopfige Blütenstände gebildet. Rein männliche Blütenstände sind einfache, verlängerte Ähren, weibliche Blütenstände stehen an kurzen Seitenzweigen, deren Aussehen sich von den vegativen Zweigen unterscheidet. Die Fruchtstände sind kegelförmig.

Unter den kleinen Blüten sitzen Hoch- und Deckblätter. Eine Blütenhülle aus ein bis zwei Schuppen ist in den männlichen Blüten verkümmert zu finden, in den weiblichen Blüten fehlt sie ganz. Das Andrözeum ist unverzweigt, neigt aber dazu, sich zu teilen. Es besteht ausschließlich aus fruchtbaren Staubblättern. Die Staubbeutel sind an der Basis fixiert, sie öffnen sich über longitudinale Schlitze. Zwei Fruchtblätter sind zu einem zweikammerigen Fruchtknoten verwachsen, mit einem zugespitzten Griffel und zwei Narben. Je Fruchtblatt existieren zwei nebeneinanderliegende Samenanlagen, die nicht von einem Samenmantel umhüllt sind und aufrecht wachsen.[1]

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Die Früchte sind trockene Flügelnüsse, die an der Spitze beflügelt sind. Die Früchte springen nicht auf, die Früchte benachbarter Blüten verbinden sich zu einer Sammelfrucht. Die Teilfrüchte dieser Sammelfrucht sind jedoch nicht verwachsen. Die Samen enthalten kein Endosperm, das ungebogene Embryo ist vollständig ausgeprägt und besitzt zwei ölige Keimblätter.[1]

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Arten der Gattung sind in Australien und auf den nördlich davon gelegenen Inseln beheimatet. Einzelne Arten sind heute pantropisch zu finden.

Systematik[Bearbeiten]

Auswahl der Arten:[1]

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b c d Casuarina in FloraBase: Flora of Western Australia

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kasuarinen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien