Ken Maginnis, Baron Maginnis of Drumglass

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Kenneth Wiggins Maginnis, Baron Maginnis of Drumglass (* 21. Januar 1938) ist ein nordirischer Politiker, ehemaliges Mitglied der Ulster Unionist Party, der Mitglied des House of Lords ist. Er war von 1983 bis 2001 Abgeordneter im House of Commons.

Biografie[Bearbeiten]

Maginnis ging auf die Royal School Dungannon und das Stranmillis College in Belfast. Er arbeitete mehrere Jahre lang als Lehrer und trat 1971 in das Ulster Defence Regiment der British Army ein. 1981 verließ er die Armee im Range eines Majors. Er wurde Sprecher für Innere Sicherheit und Verteidigung der Ulster Unionists und wurde im gleichen Jahr in die Regionalversammlung des Dungannon Districts gewählt, wo er 12 Jahre saß, bis er seinen Sitz 1993 verlor.

Parlamentsabgeordneter[Bearbeiten]

1982 wurde er in die Northern Ireland Assembly gewählt. Bei den Britischen Unterhauswahlen 1983 gewann er einen Sitz im House of Commons. Zwei Jahre später legte er gemeinsam mit all seinen Unionist-Kollegen seinen Sitz aus Protest gegen das Anglo-Irische Abkommen nieder. Er setzte seinen Protest fort, indem er sich weigerte, seine KFZ-Steuer zu zahlen, was ihm 1987 eine siebentägige Haftstrafe einbrachte.

Karfreitagsabkommen[Bearbeiten]

Er war starker Unterstützer des Karfreitagsabkommens. Er verlor seinen Parlamentssitz bei den Britischen Unterhauswahlen 2001 und wurde im gleichen Jahr als Baron Maginnis of Drumglasszum Life Peer erhoben.

Ratsherr[Bearbeiten]

2001 wurde er erneut Ratsherr im Dungannon and South Tyrone Borough Council. Er verlor ihn jedoch wieder bei der Wahl 2005.

House of Lords[Bearbeiten]

Im House of Lords saß er für die UUP.

Politische Ansichten[Bearbeiten]

Maginnis gehört zum sozialliberalen Flügel der UUP gemeinsam mit Lady Hermon. Er ist eines von nur drei Parlamentsmitgliedern der Ulster Unionist Party der nie Mitglied des Oranier-Ordens war. Er gehörte aber den Apprentice Boys of Derry an.[1]

Ken Maginnis löste eine heftige Kontroverse aus, als er im Juni 2012 in einem BBC-Interview Homosexualität mit Bestialität gleichsetzte. Lord Maginnis sagte, er sei gegen die Homoehe, da diese "unnatürlich" sei und seiner Meinung nach solle die Gemeinschaft nicht etwas einführen, das unnatürlich sei. Der Parteiführer Mike Nesbitt betonte, dass dies eine Privatmeinung und nicht der Standpunkt der Partei sei. Auch GLBT-Gruppen kritisierten ihn heftig.[2]

Im Juni wurde der UUP Whip vom Parteiführer Mike Nesbitt wegen seiner homophoben Äußerungen seines Amtes enthoben. Maginnis trat darauf hin am 28. August 2012 aus der Partei aus.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dudley Edwards R, The Faithful Tribe, (London, 1999) page 3
  2. "Party distances itself from Maginnis gay marriage remarks"BBC News 13. Juni 2012. Abgerufen am 14. Juni 2012
  3. Maginnis quits UUP, tells Nesbitt to resign, The Newsletter, 28. August 2012