Kim Chong-gil

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Kim Chong-gil
Hangeul 김종길
Hanja 金宗吉
Revidierte Romanisierung Gim Jong-gil
McCune-Reischauer Kim Chonggil
siehe auch: Koreanischer Name

Kim Chong-gil[1] (* 5. November 1926 in Andong, Kyŏngsangbuk-do) ist ein südkoreanischer Lyriker und Schriftsteller.[2]

Leben[Bearbeiten]

Kim Chong-gil (sein richtiger Name ist Kim Ch'i-gyu [김치규|金致逵][3]) wurde am 5. November 1926 in Andong, Provinz Nord-Kyŏngsang geboren. Er machte seinen Abschluss in Anglistik an der Korea University und studierte danach Englische Literatur an der University of Sheffield in England. Er war als Vorsitzender der Koreanischen Dichter Vereinigung tätig und unterrichtete als Dozent an der Korea University. Sein offizielles Debüt hatte er 1947, als sein Gedicht Tür (문) mit einem Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Seit dieser Zeit ist er aktiv sowohl als Lyriker wie auch als Kritiker.

Kim wird in der koreanischen Literaturwelt allgemein als einer der größten Lyriker der Moderne angesehen. Seine Lyrik zeichnet sich vor allem durch Klarheit, Transparenz die gekonnte Erkundung der Kraft poetischer Darstellung aus. Die Idee von Darstellung besitzt für den Poeten einen fast metaphysischen Wert, welcher seiner Meinung nach sowohl Dichter als auch Leser befähigt, ein umfassenderes Verständnis von Wahrheit zu erreichen. Seine lyrische Methodik kann deswegen auch nur voll verstanden werden, wenn man sie im Zusammenhang mit seiner Einstellung gegenüber dem Leben und seinem kreativen Genie betrachtet.

Kims Werke enthalten sowohl Ideen, die vom Imagismus verkündet wurden - eine lyrische Richtung der Moderne, die von Lyrikern wie Amy Lowell, H. D. und Ezra Pound vertreten wurde - als auch den traditionellen Stil der Hansi und den Geist der Sŏnbi (Gelehrte im vormodernen Korea). Aber im Gegensatz zu anderen Dichtern des Imagismus, verströmen seine Werke eine klassische und traditionelle Eleganz, welche im Gegenzug seinen Werken einen gewissen Hauch von Anstand und Vollständigkeit verleiht. Diese traditionelle Eleganz ist am besten erkennbar an der emotionalen Zurückhaltung des Dichters und seiner Loslösung von der externen Welt. Außerdem konzentriert sich Kim auf die Tugend des Anstands, um damit Kummer und Leid zu vermitteln.[4]

Arbeiten[Bearbeiten]

Koreanisch[Bearbeiten]

Gedichtsammlungen[Bearbeiten]

  • 성탄제 Weihnachten (1969)
  • 하회에서 Im nächsten Kapitel (1977)
  • 황사현상 Gelber Sand (1986)

Literaturkritik[Bearbeiten]

  • 시론 Poetik (1965)
  • 진실과 언어 Wahrheit und Sprache (1974)
  • 한국시의 위상 Die Phasen der koreanischen Lyrik (1986)

Übersetzungen ins Deutsche[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2005: 이육사 시 문학상 (Lee-Yuksa-Literaturpreis für Lyrik)
  • 2005: 고산문학상 (Kosan Literaturpreis)
  • 2007: 청마문학상 (Ch'ŏngma Literaturpreis)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Korean Literature Authors Name Authority Database: 김종길, abgerufen am 28. Februar 2014 (englisch)
  2. 네이버인물검색: 시인김종길 Abgerufen am 27. Februar 2014 (koreanisch)
  3. 한국현대문학대사전: 김종길 Abgerufen am 28. Februar 2014 (koreanisch)
  4. Author Database des LTI Korea: Kim Jong-gil, abgerufen am 28. Februar 2014 (englisch)
Koreanischer Name Anmerkung: Bei diesem Artikel wird der Familienname vor den Vornamen der Person gesetzt. Dies ist die übliche Reihenfolge im Koreanischen. Kim ist hier somit der Familienname, Chong-gil ist der Vorname.