Klaus Bourquain

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Klaus Bourquain (* 1938 in Magdeburg) ist ein deutscher Autor von Kinderbüchern und Erzählungen sowie ein ehemaliges Mitglied der französischen Fremdenlegion.

Leben[Bearbeiten]

Fremdenlegion und Verurteilung[Bearbeiten]

Als am 4. Mai 1960 Klaus Bourquain zur algerischen Freiheitsfront überlaufen wollte, erschoss er Erich Deisler, der ihn bei einer gemeinsamen Wache am Überlaufen hindern wollte.

Bourquain wurde am 1961 von einem französischen Militärtribunal zum Tode verurteilt. Dieses Urteil wurde aber nie vollstreckt, da er sich in die DDR absetzte und Frankreich 1968 eine Generalamnestie erließ.

Nach dem Schengener Abkommen ist eine Doppelbestrafung innerhalb der Europäischen Union nicht zulässig. Deshalb erklärte der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs Dámaso Ruiz-Jarabo Colomer, dass eine zweite Verurteilung in Regensburg nicht zulässig ist. Die endgültige Entscheidung des Gerichtshofs stand September 2008 noch aus.

Weiterer Verlauf[Bearbeiten]

Nach seiner Flucht arbeitete Bourquain als Mechaniker und Bäcker. Um sich einer Verhaftung und Auslieferung zu entziehen, floh er in die DDR. Nach verschiedenen Tätigkeiten begann er Kinderbücher, Märchen und Erzählungen zu schreiben. Nach dem Zusammenbruch der DDR übersiedelte er nach Bayern.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Georg Bönisch, Conny Neumann: Bist du verrückt?. In: Der Spiegel. Nr. 32, 2002 (online).

Weblink[Bearbeiten]