Güstrow

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Güstrow (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Güstrow
Güstrow
Deutschlandkarte, Position der Stadt Güstrow hervorgehoben
53.79388888888912.17638888888913Koordinaten: 53° 48′ N, 12° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Höhe: 13 m ü. NHN
Fläche: 70,86 km²
Einwohner: 28.540 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 403 Einwohner je km²
Postleitzahl: 18273
Vorwahl: 03843
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 043
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
18273 Güstrow
Webpräsenz: www.guestrow.de
Bürgermeister: Arne Schuldt (parteilos)
Lage der Stadt Güstrow im Landkreis Rostock
Rostock Schwerin Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Ludwigslust-Parchim Admannshagen-Bargeshagen Bartenshagen-Parkentin Börgerende-Rethwisch Hohenfelde (Mecklenburg) Nienhagen (Landkreis Rostock) Reddelich Retschow Steffenshagen Wittenbeck Baumgarten (Warnow) Bernitt Bützow Dreetz (Mecklenburg) Jürgenshagen Klein Belitz Penzin Rühn Steinhagen (Mecklenburg) Tarnow (Mecklenburg) Warnow (bei Bützow) Zepelin Broderstorf Klein Kussewitz Blankenhagen Poppendorf (Mecklenburg) Roggentin (bei Rostock) Broderstorf Thulendorf Altkalen Behren-Lübchin Boddin Finkenthal Gnoien Lühburg Walkendorf Behren-Lübchin Glasewitz Groß Schwiesow Gülzow-Prüzen Gutow Klein Upahl Kuhs Lohmen (Mecklenburg) Lüssow (Mecklenburg) Mistorf Mühl Rosin Plaaz Reimershagen Sarmstorf Diekhof Dolgen am See Hohen Sprenz Laage Wardow Dobbin-Linstow Hoppenrade Krakow am See Kuchelmiß Lalendorf Lalendorf Alt Sührkow Dahmen Dalkendorf Groß Roge Groß Wokern Groß Wüstenfelde Hohen Demzin Jördenstorf Lelkendorf Prebberede Schorssow Schwasdorf Sukow-Levitzow Thürkow Warnkenhagen Alt Bukow Am Salzhaff Bastorf Bastorf Biendorf (Mecklenburg) Carinerland Kirch Mulsow Rerik Bentwisch Blankenhagen Gelbensande Mönchhagen Rövershagen Benitz Bröbberow Kassow Rukieten Schwaan Vorbeck Wiendorf (Mecklenburg) Cammin (bei Rostock) Gnewitz Grammow Nustrow Selpin Stubbendorf (bei Tessin) Tessin (bei Rostock) Thelkow Zarnewanz Elmenhorst/Lichtenhagen Kritzmow Lambrechtshagen Papendorf (Warnow) Pölchow Stäbelow Ziesendorf Bad Doberan Dummerstorf Graal-Müritz Güstrow Kröpelin Kühlungsborn Neubukow Sanitz Satow TeterowKarte
Über dieses Bild

Güstrow [ˈgʏstroː] ist mit rund 28.500 Einwohnern die siebtgrößte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns und Kreisstadt des Landkreises Rostock. Die Stadt ist Sitz des Amtes Güstrow-Land, dem 14 Gemeinden angehören, selbst aber amtsfrei. Sie ist die siebtgrößte Stadt und eines der 18 Mittelzentren des Landes und führt seit dem 23. März 2006 offiziell den Namenszusatz Barlachstadt.

Güstrow ist bekannt für sein Schloss, seine gut erhaltene Altstadt mit vielen wertvollen Bauwerken und seinen Dom mit dem Schwebenden Engel.

Geografie[Bearbeiten]

Das Mittelzentrum Güstrow liegt etwa 40 Kilometer südlich von Rostock an der Nebel, einem Nebenfluss der Warnow zentral in Mecklenburg-Vorpommern. Der parallel zur Nebel in Richtung Westen verlaufende Bützow-Güstrow-Kanal stellt eine von Wassertouristen genutzte schiffbare Verbindung zur Warnow dar. Nördlich des Güstrower Ortsteils Klueß mündet die Lößnitz in die Nebel. Güstrow hat mit seinen Seen (Inselsee mit der Schöninsel, Sumpfsee, Parumer See, Grundloser und Gliner See) sowie den Heidbergen eine seen- und waldreiche Umgebung.

Das Gebiet um und in Güstrow liegt sehr tief, durchschnittlich 14 m ü. NN. Die höchsten Erhebungen finden sich südöstlich der Stadt mit dem Rehberg (55,1 m ü. NHN), dem Mesterberg (54,8 m), dessen höchster Punkt jedoch bereits knapp hinter der Gemeindegrenze liegt und den bis zu 46,9 Meter hohen Heidbergen. Die tiefsten Stellen liegen im Westen an den Ufern des Parumer Sees, dessen Wasserspiegel nur 3,6 Meter über dem des Meeres liegt, und des Bützow-Güstrow-Kanals, der dort die Stadtgrenze überschreitet.

Die hügelige Landschaft rund um Güstrow ist eine glazial geprägte Endmoränenlandschaft, welche vor allem durch die jüngste Eiszeit, die Weichseleiszeit, vor ungefähr 10.000 Jahren geprägt wurde. Die Merkmale einer früheren Eiszeit findet man überall um Güstrow herum: die Heidberge als Endmoränenausläufer, die vielen ehemaligen Schmelzwasserseen und einige Findlinge, die während der Eiszeit von Skandinavien über die Ostsee mitgeschleift worden sind.

Ortsteile[Bearbeiten]

Zur Stadt Güstrow gehören die Ortsteile Suckow im Nordosten, Klueß im Südosten, Primerburg im Osten und Neu Strenz im Nordwesten.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

An Güstrow grenzen folgende Gemeinden (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Sarmstorf, Plaaz, Glasewitz, Lalendorf, Mühl Rosin, Gutow, Gülzow-Prüzen und Lüssow.

Rundumsicht von der Güstrower Pfarrkirche St. Marien, 2010
(Hinweis: die Krümmungen sind keine Hügel, sondern perspektivisch bedingt)

Geschichte[Bearbeiten]

Namensherkunft[Bearbeiten]

Der Name Güstrow kommt aus dem Altpolabischen, von Guščerov (Eidechsenort), was sich von guščer für Eidechse ableitet.[2] Historisch wurde Güstrow auch bei seinem lateinischen Namen genannt: Gustrovium.

Mittelalter[Bearbeiten]

Güstrow muss schon um 1100 bestanden haben, da Bischof Otto von Bamberg 1128 zwei Priester dorthin entsandte. 1219 wurde am Standort des jetzigen Schlosses inmitten sumpfiger Wiesen die wendische Burg Güstrowe erbaut. Nach dem Deutschen Städtebuch und anderen Quellen gründete Fürst Heinrich von Rostock (Heinrich Borwin II.) die Stadt Güstrow um 1219 bis 1226 und verlieh ihr das Schweriner Stadtrecht. 1226, schon auf dem Sterbebett liegend, stiftete Heinrich Borwin II. den Dom als Kollegiatskirche. 1228 erfolgte die Bestätigung des Schwerinschen Stadtrechts durch die Söhne Heinrich Borwins II. Deshalb gilt dieses Jahr als erster Urkundenbeleg für die Civitas. Von 1229 bis 1436, dem Aussterben der Linie Werle, war Güstrow Residenz der Herren zu Werle, die ihre alte Stammburg Burg Werle zwischen Schwaan und Bützow nach und nach aufgegeben hatten. 1441 wurde die erste privilegierte Schützengesellschaft von Güstrow gegründet.

Der Hostienschändungsprozess von 1330 endete mit der Verbrennung von 23 Güstrower Juden und Zerstörung der Synagoge. An ihrer Stelle wurde eine „Kapelle des Heiligen Blutes“ durch Fürst Johann von Werle errichtet, die 1503 abbrannte. Dorthin setzte eine intensive Wallfahrt ein.[3] Von 1509 bis 1550/52 siedelten Franziskanerobservanten (Klosterhof) in Güstrow.[4] 1503, 1508 und 1512 vernichteten Stadtbrände den Ort. 1556 fiel die Burg einem Brand zum Opfer.

Herzogliche Residenz im 16. und 17. Jahrhundert[Bearbeiten]

Stadt und Schloss Güstrow im 16. Jahrhundert auf der Vicke-Schorler-Rolle. Hervorhebenswert ist der Verbindungsgang zum Dom.
Matthäus Merian: Ansicht von Güstrow (1653)

Die Reformation beendete mit der Einführung der lutherischen Lehre das katholische Leben in der Stadt. Nachdem 1524 in der Hl.Geist-Kapelle die erste lutherische Predigt gehalten worden war, überließen die Herzöge den Protestanten 1534 die Pfarrkirche. 1552 wurde im Dom die letzte katholische Messe gefeiert, nachdem der Landtag der mecklenburgischen Stände 1549 in Sternberg landesweit die protestantische Religion eingeführt hatte. In Güstrow lag der Grund auch im Verfall der Sitten des Kollegiatsstiftes, das sich zu einem „Geldinstitut“ für die Stadt und die Gutsherren entwickelt hatte. Das Franziskanerkloster wurde 1555 aufgelöst, die Kirchen und Kapellen vor den Toren der Stadt abgebrochen.

1552 fanden in Güstrow die ersten Theatervorstellungen statt. Die Darsteller waren ausschließlich Schüler der von Herzog Johann Albrecht I. neu gegründeten fürstlichen Domschule, die helfen sollte, die neue Lehre zu verbreiten. Die Vorstellungen wurden bis zum Dreißigjährigen Krieg beibehalten. Die Domschule, die lange als beste Schule in Mecklenburg galt, ging später im 1902 als Realgymnasium gegründeten und größeren John-Brinckman-Gymnasium auf.[5]

Güstrow 1704

Von 1556 bis 1695 war Güstrow zeitweise erneut Residenz, diesmal der Herzöge von Mecklenburg. Herzog Ulrich zu Mecklenburg begann 1558 mit dem Bau des Schlosses. Im Zuge der Zweiten Mecklenburgischen Hauptlandesteilung nach dem Fahrenholzer Teilungsvertrag von 1621 entstand der Mecklenburger Landesteil Güstrow. Von 1628 bis 1629 residierte Albrecht von Wallenstein als mecklenburgischer Herzog im Güstrower Schloss. Die beiden Herzöge von Schwerin und Güstrow wurden durch Wallenstein des Landes verwiesen. Auf Befehl Wallensteins wurden regelmäßige Reitposten eingerichtet, die von Güstrow aus nach allen Richtungen ins Land gingen. In Güstrow, in einem inzwischen verfallenen Haus im Grünen Winkel 4, befand sich damit die erste Poststation Mecklenburgs. Nach Wallensteins Sturz zog 1631 der geflüchtete Güstrower Herzog Hans Albrecht wieder in seine Residenz Güstrow ein.

1695 erlosch die Güstrower Herzogslinie durch den Tod von Herzog Gustav Adolf. 1701 erfolgte durch den Hamburger Erbvergleich die dritte Landesteilung, so entstand neben Mecklenburg-Schwerin noch Mecklenburg-Strelitz. 1712 fanden in Güstrow Waffenstillstandsverhandlungen bezüglich des Großen Nordischen Krieges statt. Daran beteiligten sich Zar Peter I. (der Große) von Russland, Kurfürst August II. (der Starke) von Sachsen sowie der schwedische General Steenbock.

Von der Fürsten- zur Bürgerzeit 1750–1933[Bearbeiten]

Stadtplan von Güstrow um 1750
Ansicht um 1850

Seit 1749 wanderten einige Juden ein. Mit Schutzbriefen des Herzogs ließen sich mehrere Familien nieder, gegen den Widerstand des Magistrates. Ein bedeutender Güstrower Jude war der Bildhauer Löser Cohen (1787–1873), der an den Befreiungskriegen teilnahm und das Eiserne Kreuz erhielt.[6] Bereits 1804 wurde ein jüdischer Friedhof angelegt, 1829 war die Synagoge fertig.

Von 1806 bis 1812 erfolgte die Besetzung Mecklenburgs durch die Truppen Napoleons I. 1813 wurde Güstrow zum Zentrum der Freiheitsbewegung in Mecklenburg, als von hier 600 Jäger zu Fuß und weitere 600 Jäger zu Pferd gegen Napoleon in den Kampf zogen. Zu Ehren der Kämpfer wurde 1865 das Landesdenkmal für die Befreiungskrieger 1813–1815 errichtet.

1848 stand Güstrow im Mittelpunkt der Revolution in Mecklenburg, als hier mehrere Versammlungen zur Verfassungsreform abgehalten wurden, die durch den Freienwalder Schiedsspruch letztlich erfolglos blieben.

Danach erfasste der technische Fortschritt Zug um Zug die Stadt. 1850 wurde die Bahnstrecke Güstrow–Bützow und der Bahnhof gebaut. Die Verbindung wurde 1867 über Neubrandenburg ins preußische Strasburg verlängert, wo Anschluss nach Stettin bestand. 1882 folgte die Bahnstrecke Güstrow–Plau am See sowie 1887 die Strecken nach Schwaan und nach Plaaz.

1852 ging das Gaswerk in der Nähe des Bahnhofes und die Straßenbeleuchtung mit Stadtgas in Betrieb. 1854 wurde in Güstrow eine Großherzoglich-Mecklenburgische Telegrafenstation in der Baustraße 3 errichtet. Ab dem 1. Januar 1856 bestand auch eine Telegraphenverbindung zwischen Güstrow und Neustrelitz. Über diese Verbindung waren die beiden mecklenburgischen Herzogtümer miteinander verbunden.

1883 entstand in Güstrow die erste Zuckerfabrik, sie erhielt einen Hafen am Bützow-Güstrow-Kanal, der 1896 fertiggestellt wurde. Die Beleuchtung der Hallen erfolgte mit elektrischem Bogenlicht. 1889 wurde die Güstrower Wasserleitung fertiggestellt, an die der Borwin-Brunnen erinnert. Ab 1892 wurde in Güstrow eine Stadtfernsprecheinrichtung für 28 Teilnehmer genutzt. Seit 1912 gibt es elektrischen Strom über ein Stadtnetz in Güstrow. Ab 1925 gibt es die Städtischen Werke Güstrow. 1931 wurde die erste Fernsprech-Wählvermittlungsstelle mit 800 Anschlüssen errichtet. 1933 erfolgte die Inbetriebnahme eines modernen Freiluftumspannwerkes im Norden Güstrows.

1933–1990[Bearbeiten]

Während des Nationalsozialismus wurden die jüdischen Bewohner Güstrows verfolgt. Die jüdische Gemeinde hatte im April 1938 44 Mitglieder. Während der Novemberpogrome 1938 wurden 14 Juden verhaftet, am 10. Juli 1942 wurden weitere Gemeindemitglieder verhaftet und ins KZ Auschwitz deportiert; ältere Jüdinnen wurden ins KZ Theresienstadt deportiert und kamen dort ums Leben. Nur wenigen Juden aus Güstrow gelang die Emigration nach Shanghai, Australien, in die USA, nach Chile und Palästina.[7]

Der jüdische Friedhof im Stadtteil Dettmannsdorf wurde 1938 verwüstet und die Friedhofshalle in Brand gesetzt. 1988 wurde ein Teil davon an der 'Straße der Befreiung' (jetzt Neukruger Straße) wieder hergerichtet, wozu ein schmiedeeiserner Zaun und ein Gedenkstein von 1988 gehören. Eine Hinweistafel im Pflaster des Gehweges vor der ehemaligen Synagoge erinnert seit dem 18. August 2006 an das während der Novemberpogrome 1938 in Brand gesetzte und später abgetragene Gebäude (Krönchenhagen 13):

„28.09.1829 Einweihung   Synagoge Güstrow   09.11.1938 Zerstörung“

Während des Zweiten Weltkrieges mussten mehrere hundert Frauen und Männer aus den von Deutschland besetzten Ländern in den Rüstungsbetrieben der Stadt Zwangsarbeit verrichten. Sie waren unter anderem im Güstrower Schloss untergebracht.

In der Zeit der sowjetischen Besatzung unterhielt die Geheimpolizei NKWD ein Gefängnis am Schlossberg, in dem mehrere Güstrower Bürger verhört und vermutlich hingerichtet wurden. Im Mai 1946 wurden mehrere Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr im Alter von 15 bis 23 Jahren unter der Behauptung festgenommen, dem „Werwolf“ anzugehören. Sie wurden später in das sowjetische Speziallager Nr. 7 Sachsenhausen gebracht, wo mehrere von ihnen starben.[8]

Am 17. Juni 1953 fanden in Güstrow einige Versammlungen und Streiks statt, die aber nicht eskalierten. Sie richteten sich u. a. gegen die Verstaatlichung kleinerer Betriebe. Der Möbelfabrikant Werner Bruchhäuser wurde aus der Untersuchungshaft zur Beruhigung freigelassen. Volkspolizei und Stasi hielten die Stadt fest im Griff.

Das Stadtmuseum erinnert im Jahr 2014 auch an den Besuch von Helmut Schmidt

Im Dezember 1981 besuchte Bundeskanzler Helmut Schmidt Güstrow anlässlich eines Staatsbesuchs in der DDR zusammen mit Erich Honecker.[9] Honecker und Schmidt wurden durch Stasi-Mitarbeiter von den Bewohnern Güstrows vollständig abgeschirmt. Gemäß den Vorstellungen Honeckers inszenierten sie das Bild „eines glücklichen Volkes in heimeliger Adventsstimmung“.[10] Die meisten „Besucher des Weihnachtsmarktes“ waren in Zivil gekleidete Mitarbeiter des MfS, die die Aufgabe hatten, auf dem Weihnachtsmarkt eine festliche Atmosphäre zu verbreiten und Honecker zuzujubeln. 35.000 Sicherheitskräfte waren im Einsatz: 14.000 vom MfS, die übrigen von der Volkspolizei. Es gab 81 Haftbefehle, 11.000 Personen standen drei Tage lang unter Kontrolle, 4500 Wohnungsuntersuchungen wurden durchgeführt.[11]

Zuckerfabrik im Jahr 1984

Am 21. Dezember 1984 erschoss ein hauptamtlicher Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit unter Alkoholeinfluss nahe der örtlichen Kreisdienststelle Güstrow zwei Menschen. 1990 wurde er dafür zu zehn Jahren Haft verurteilt.[12]

Von etwa 1968 bis 1988 wurden die Wohngebiete Südstadt mit 3921 Wohnungen und Distelberg mit 1216 Wohnungen in Plattenbauweise errichtet.

Aufruf des Neuen Forums zur Demonstration am 3. November 1989

Die größten Betriebe Güstrows zu DDR-Zeiten waren der VEB Landmaschinenbau (LMB), das Kraftfahrzeuginstandsetzungswerk (KIW), das Türenwerk (VEB Holzverarbeitung), die Zuckerfabrik (Zufa Nordkristall) sowie der VEB Getreidewirtschaft. Außerdem gab es die Spirituosenfabrik G. Winkelhausen und eine Möbelfabrik (VEB Polstermöbel), die 1972 durch Verstaatlichung aus der Firma Bruchhäuser KG hervorgegangen war und unter anderem Möbel für den Ikea-Konzern herstellte.

Seit 1990[Bearbeiten]

Nach heftigem Streit in der Wende-Zeit behielten die Straßen in den Außenbezirken weitgehend die Namen aus der DDR-Zeit. Die Straßennamen im Stadtzentrum erhielten ihre alten Namen wieder zurück: z. B. der Pferdemarkt und die Hageböcker Straße.

1991 wurde die Residenzstadt eine Modellstadt der Städtebauförderung in den neuen Ländern. Zahlreiche Baudenkmale im historischen Stadtkern und der Schlossbereich wurden danach gründlich saniert. Seit 1993 konnte auch das Wohnumfeld in den Plattenbausiedlungen verbessert werden und seit 2000 erfolgte der Abriss von leerstehenden Wohnungen (Stadtumbau). 1995 fand im Schloss die erste Landesausstellung zur Tausendjahrfeier Mecklenburgs[13] statt.

Zur touristischen Erschließung der Sehenswürdigkeiten wurde ein Erlebnispfad „Altstadtrundweg“ angelegt; verlegte Wegmarkierungen führen zu sehenswerten Objekten.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

(jeweils zum 31. Dezember)

Jahr Einwohner
1871 10.782
1890 14.850
1900 16.882
1919 19.810
1944 29.000
1988 38.854
1999 32.767
2000 32.323
2001 31.987
2002 31.614
2003 31.420
Jahr Einwohner
2004 31.257
2005 31.083
2006 31.083
2007 30.799
2008 30.445
2009 30.151
2010 30.018
2011 30.084
2012 28.586 (nach Zensus)[14]
2013 28.540

Politik[Bearbeiten]

Stadtvertretung[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2014
 %
40
30
20
10
0
32,80 %
17,51 %
22,94 %
4,78 %
6,40 %
3,74 %
7,26 %
n. k.
1,82 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+5,19 %p
-4,79 %p
+3,43 %p
-3,51 %p
+1,21 %p
+0,57 %p
+3,59 %p
-5,65 %p
-2,78 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
g Freie Wählergemeinschaft
i Einzelbewerber

Sitzverteilung in der Stadtvertretung (29 Sitze) seit den Kommunalwahlen in Mecklenburg-Vorpommern 2014:[15]

Wappen, Flagge und Dienstsiegel[Bearbeiten]

Der Stadt Güstrow ist am 8. Juni 1999 vom Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern die Genehmigung erteilt worden, das nachstehend beschriebene Wappen zu führen, das unter der Nr. 72 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert wurde.

Wappenbeschreibung
„In Gold ein stehender, nach links gewendeter, hersehender schwarzer Stier mit zwischen die Hinterfüße genommenem Schweif vor einem nach rechts gelehnten grünen Baum, oben mit vier fünfzackigen Blättern, unten mit einem fünfzackigen und einem dreizackigen Blatt.“[16]

Das Wappen wurde 1999 neu gezeichnet; in ihm ist (anders als im vorigen Wappen) der Schild goldfarben (statt rot). Der grüne Baum auf Rot war heraldisch nicht korrekt.

Flaggenbeschreibung
„Die Stadtflagge ist gleichmäßig längsgestreift von Gelb und Grün. In der Mitte des Flaggentuchs liegt – auf jeweils zwei Dritteln der Höhe des gelben und des grünen Streifens übergreifend – das Stadtwappen in gelb. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5 zu 3.“[16]
Dienstsiegel

Das Dienstsiegel zeigt die Umrisse des Stadtwappens und die Umschrift „Barlachstadt Güstrow“.[16]

Partnerstädte[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Natur[Bearbeiten]

  • Natur- und Umweltpark Güstrow (NUP) mit Wolfsgehege und Bärenberg
  • Der Inselsee liegt in der Nähe von Güstrow und ist etwa 480 ha groß. Seinen Namen erhielt er durch die kleine Insel Schöninsel.

Denkmale[Bearbeiten]

Denkmale, Zeitzeugnisse[Bearbeiten]

Gedenksäule Befreiungskriege 1813
Sowjetischer Ehrenfriedhof
  • 1865: Landesdenkmal für die Befreiungskrieger 1813–1815 errichtet nach einem Entwurf des Schweriner Hofbaurates Hermann Willebrand, dem auch die Bauleitung übertragen wurde. Die Reliefs und weiblichen Allegorien wurden von dem aus Güstrow stammenden Carl Georg Ludwig Wiese geschaffen. Grundsteinlegung 1863, Einweihung 1865
  • 1883: Elisabethstein, errichtet zur Erinnerung an die Bepflanzung der Heidberge im Jahre 1573 durch Elisabeth von Dänemark († 1586), der ersten Ehefrau des Herzogs Ulrich
  • 1889: Borwinbrunnen mit der Figur des Stifters der Stadt Heinrich Borwin II. von Richard Thiele
  • 1908: Brunnen Voß un Swinegel (Fuchs und Igel) für John Brinckman von Wilhelm Wandschneider
  • 1910: Gefallenendenkmal 1870/71, Granitsockel mit Bronzeskulptur Kniender Krieger von Wilhelm Wandschneider
  • 1914: Grabdenkmal mit Bronzerelief für John Brinckman von Wilhelm Wandschneider, zum 100. Geburtstag errichtet
  • 1920: Brunnen vor der jetzigen Landesgehörlosenschule von Paul Korff
  • 1927: Gefallenendenkmal 1914/18 für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Domgemeinde, Schwebender Engel von Ernst Barlach, 1937 als „entartet“ entfernt, 1941 eingeschmolzen; Der jetzige Schwebende ist ein Drittguss und eine Abformung vom Zweitguss, der in der Kölner Antoniterkirche hängt. Er wurde 1953 in einem feierlichen Gottesdienst wieder im Güstrower Dom aufgehängt.
  • 1929: Bronzeplastik Mariä Himmelfahrt, Ludwig Nolde (Osnabrück), Standort Südgiebel der katholischen Kirche
  • um 1930: Stadtwappen aus Eisenguss, Entwurf Heinrich Kaehler (Museum der Stadt Güstrow), vermutlich in den van Tongelschen Stahlwerken in Güstrow um 1930 gegossen (ursprünglich an vier verschiedenen Standorten in Güstrow vorhanden)
  • 1930: Gefallenendenkmal 1914/18 für die gefallenen Gemeindemitglieder der Pfarrgemeinde, Der auferstehende Krieger von Kurt Kluge
  • 1936: Wappenfries der Handwerkerschaft, bis in die 1950er Jahre im Flur der Kongresshalle aufgehängt, jetziger Standort ist der Tagungsraum der Kreishandwerkerschaft (Neukruger Straße)
  • 1936: Stadtwappen im Oberlicht der Eingangstür zur Kongresshalle, von Otto Schumacher gefertigt
  • 1937: Wandbilder (Tanzende Mädchen und Ballspielende Jungen) (Sgraffito), durch Erwin Fuchs in der Turnhalle der Fritz-Reuter-Schule gestaltet
  • 1946: Sowjetischer Ehrenfriedhof an der Plauer Chaussee für 545 Menschen, darunter sowjetische Soldaten, Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter, auch Frauen und Kinder, von H. Schreiber errichtet, 1962 Neugestaltung durch Martin Eggert
  • 1953: Mosaik-Wandbilder von Vera Kopetz im Theater und in der Landesgehörlosenschule geschaffen
  • 1957: Glasmalerei mit Brunnen, durch Erwin Fuchs in der Landesgehörlosenschule erstellt
  • 1956/57: Steinerne Reliefs zum Thema Bildung und Kultur, durch Jo Jastram an der damaligen Pädagogischen Hochschule errichtet (heute FHföVuR), daneben seit 1972 ein Gedenkstein für die 1938 ermordete Kommunistin Liselotte Herrmann
  • 1960: Ehrenmal für die Opfer des „Widerstandes gegen den Faschismus“, Entwurf Martin Eggert, Ausführung R. Lange
  • 1970: Gedenktafel für die Opfer des Kapp-Putsches am Rathaus vom 17. März 1920, gefertigt von R. Lange
  • Ehrenanlage für die Opfer des Faschismus auf dem Friedhof Rostocker Chaussee 2. Hauptweg mit Gedenktafel für namentlich genannte ermordete Widerstandskämpfer
  • Granitobelisk zum Gedenken an „Verschleppte“ über der Grabstätte für mindestens 25 Opfer der Zwangsarbeit
  • 1990: Gedenkstein für die Opfer der SED-Herrschaft vor dem ehemaligen MfS-Gebäude Neukrugerstraße 3
  • 1996: Gedenkstein am Schlossberg für die Opfer der sowjetischen Geheimpolizei
  • 2003: Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky, am Eingang des John-Brinckman-Gymnasiums für den wegen angeblicher Spionage im Alter von 20 Jahren verhafteten und 1952 in Moskau hingerichteten ehemaligen Schüler
  • 2007: Portraitstele von Wieland Förster für den Schriftsteller Uwe Johnson auf dem Domplatz

Nicht oder teilweise erhaltene Denkmäler[Bearbeiten]

  • Gefallenendenkmal 1870/71 mit der Terrakotta-Figur Germania von Alexander Calandrelli, 1876 geweiht, 1910 wegen Bauschäden abgerissen
  • Gefallenendenkmal 1914/18 des Gefangenenlagers von Kriegsgefangenen 1918 in Güstrow-Bockhorst errichtet, stark zerstört, in Resten erhalten. In Güstrow-Bockhorst lag während der NS-Zeit ein Flugplatz der Luftwaffe.
  • Gefallenendenkmal 1914/18 des Holsteinischen Artillerieregiments Nr. 24 nach Entwurf von Paul Wallat, 1923 geweiht, 1942 abgerissen (nach Angabe des Stadtarchivs 1944 abgerissen, das ins Archiv gegebene Relief ist nicht mehr auffindbar)
  • Hölzerne Reliefs aus Eichenholz, Darstellungen von Sämann und Mähender Bauer, Höhe ca. 3,5 m, Entwurf von Wilhelm Wandschneider, Ausführung durch Hermann Engel, hingen von 1935 bis in die 1970er Jahre in der Güstrower Kongresshalle, in den 1970er Jahren bei Renovierungsarbeiten zerstört und danach verbrannt
  • Wandbilder in der Cafeteria des Landkreishauses, um 1936 von unbekanntem Künstler geschaffen, durch Bauarbeiten bei der Renovierung im oberen Bereich zerstört.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Im Jahr 2016 findet das offizielle Landesfest, der Mecklenburg-Vorpommern-Tag (MV-Tag), in Güstrow statt.[17] Bereits das allererste Landesfest fand im Jahr 2000 in der mecklenburgischen Residenzstadt statt.

Eine Veranstaltung mit großer überregionaler Magnetwirkung ist das alljährliche internationale Motorrad-Speedwayrennen um den Pfingstpokal im Stadion an der Plauer Chaussee, das vom MC Güstrow zu Pfingsten organisiert wird.[18]

Wirtschaft, Verkehr[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Güstrow war Standort der größten Zuckerfabrik Europas, einem Werk der Nordzucker AG. Im Zuge der Zucker-Quoten-Rücknahme schloss die Nordzucker AG das Werk 2008.[19] In der Stadt befindet sich der Hauptsitz des Getränkeherstellers Güstrower Schlossquell.

Verkehr[Bearbeiten]

Güstrow liegt an den Bahnstrecken Bützow–Szczecin, Güstrow–Schwaan und Güstrow–Meyenburg. Von Güstrow aus bestehen S-Bahn-Verbindungen mit der S 2 und S 3 der S-Bahn Rostock nach Rostock und Regionalexpressverbindungen nach Rostock, Berlin, Neubrandenburg und Stettin sowie Bützow und Lübeck.
Die Bundesautobahn 19 verläuft östlich der Stadt. Die Bundesstraßen 103 und 104 kreuzen sich in Güstrow. Etwa 15 Kilometer nordöstlich liegt der Flughafen Rostock-Laage.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Behörden[Bearbeiten]

Sitz des Amtsgerichts

Güstrow ist Sitz eines Amtsgerichts und der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege (FHöVPR) des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Schulen[Bearbeiten]

Grund- und Regionalschulen[Bearbeiten]

  • Grundschule „Georg Friedrich Kersting“, Heiligengeisthof 4
  • Grundschule „Fritz Reuter“, Wendenstraße 14
  • Grundschule „Schule am Hasenwald“, Hamburger Straße 17
  • Regionale Schule „Richard Wossidlo“, Hafenstraße 13
  • Regionale Schule „Thomas Müntzer“, Wendenstraße 13
  • Regionale Schule mit Grundschule „Schule am Inselsee“, Werner-Seelenbinder-Straße 1
  • Freie Schule Güstrow (Grund- und Sekundarschule), Bistede 5

Kooperatives sonderpädagogisches Förderzentrum[Bearbeiten]

  • Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen, Ahornpromenade 1
  • Anne Frank-Schule (Schule zur individuellen Lebensbewältigung), August-Bebel-Straße 30

Gymnasien[Bearbeiten]

Detail der Skulptur des Schriftstellers Uwe Johnson vor dem John-Brinckman-Gymnasium

ecolea | Internationale Schule[Bearbeiten]

  • ecolea | Internationale Schule Güstrow, Plauer Straße 81

Sport[Bearbeiten]

Einrichtungen

  • Sport- und Freizeitbad „Oase“, Plauer Chaussee 7
  • Sport- und Kongresshalle, Speicherstraße 8
  • Sporthalle Kessiner Straße
  • Sporthalle Kerstingschule
  • Sporthalle Wendenstraße
  • Sporthalle Hamburger Straße
  • Sporthalle Hafenstraße
  • Sporthalle Tolstoiweg
  • Sporthalle Werner-Seelenbinder-Straße
  • Stadion an der Plauer Chaussee

Vereine (Auswahl)

  • ATSV Güstrow, Gymnastik
  • ETSV Güstrow, Fußball in der Kreisoberliga Warnow Staffel 1
  • Güstrower Handballverein
  • MC Güstrow: Der Motorsportclub ist Überregional bekannt mit den Speedwayrennen im Stadion an der Plauer Chaussee. Der MC Güstrow stellte mehrere Jahre eine Mannschaft für die Speedway-Bundesliga. In dem Stadion fanden Qualifikationsläufe zur Speedway-WM statt. Der alljährliche, sportliche Höhepunkt ist am Pfingstsonntag abend das Internationale Speedwayrennen um den Pfingstpokal, das regelmäßig von 8.000 bis 10.000 Zuschauern im Stadion verfolgt wird.
  • Polizeisportverein Güstrow, Fußball und Judo
  • TC Grün-Gelb Güstrow, Tanzsport

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Hauptartikel: Liste von Persönlichkeiten der Stadt Güstrow
Hauptartikel: Liste der Ehrenbürger der Stadt Güstrow

Literatur[Bearbeiten]

  • Johann Friedrich Besser: Beiträge zur Geschichte der Vorderstadt Güstrow. 3 Bände. Güstrow 1819–1823.
  • Bärbel Blaschke (Red.): Beiträge zur Geschichte der Stadt. Güstrow, 1228–1978. Güstrow 1978.
  • Horst Ende: Güstrow. (Berühmte Kunststätten). Leipzig 1993.
  • Oskar Gehrig: Güstrow (Deutsche Lande – Deutsche Kunst). Berlin 1928.
  • Güstrower Jahrbuch. Güstrow ab 1992 (ZDB: 13354474, 21816013).
  • Friedrich Lorenz: 777 Jahre Stadt Güstrow. Interessantes und Amüsantes aus der Stadtgeschichte. Schwerin 2005, ISBN 3-937747-03-6.
  • Gisela Scheithauer (Hrsg.): Güstrower Stadtsachen.
    • Band 1: Ehrsame, liebe Getreue … Berlin 1994.
    • Band 2: Steine von St. Gertruden. [Mühlengeez/Güstrow] 1999.
    • Band 3: Ein festes Haus. [Mühlengeez] 2008.
  • Angelika Schmiegelow Powell (Hrsg.): Güstrow im 20. Jahrhundert.
    • Band 1: Geschichte und Geschichten einer mecklenburgischen Kleinstadt. Mit einem vollständigen Erstdruck der Erinnerungen an alte Häuser und deren Bewohner in unserem lieben Güstrow von Elise Langfeld, sowie 75 Zeitzeugenberichte. Bremen 2001, ISBN 3-86108-760-X.
    • Band 2: Güstrow im Umbruch : 60 Zeitzeugenberichte. Bremen 2003, ISBN 3-86108-392-2.
  • Angelika Schmiegelow Powell (Hrsg.): Güstrow im Aufbruch, Herbst 1989. Dokumente und Erinnerungen. Güstrow 2004, ISBN 3-00-015231-8.
  • Christoph Wunnicke: Der 13. Dezember 1981 in Güstrow. Ein Bischof, Polen und wenig Öffentlichkeit. In: Zeitgeschichte regional. Band 10 (2006), 1, ISSN 1434-1794, S. 100–107.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2013 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Ernst Eichler: Städtenamenbuch der DDR. Leipzig 1988, S. 125.
  3. Irene Diekmann (Hrsg.): Wegweiser durch das jüdische Mecklenburg-Vorpommern. Potsdam 1998, S. 128f.
  4. Ingo Ulpts: Die Bettelorden in Mecklenburg. Saxonia Franciscana 6. Werl 1995.
  5. offizielle Webseite des John-Brinckman-Gymnasiums
  6. Löser Cohen: Memoiren des freiwilligen Jägers Löser Cohen. Ed. Hentrich, Berlin 1993.
  7. Bernd Kasten: Verfolgung und Deportation der Juden in Mecklenburg 1938–1945. Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern (Hrsg.), Schwerin 2008, ISBN 978-3-940207-16-6, S. 34–38.
  8. A. Kaminsky (Hrsg.): Orte des Erinnerns, Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR. Bonn 2007, S. 251 f.
  9. Detlef Brunner, Fred Mrotzek, Werner Müller: Unser Kampfgruss heisst Freiheit. Sozialdemokratie in Güstrow. (Diktaturen in Deutschland. Band 4). KSZ Verlag und Medien, Rostock 2007, ISBN 978-3-930845-43-9.
  10. Stefan Wolle: Die heile Welt der Diktatur. 2. Auflage. Bonn 1999, S. 168f.
  11. Jan Eik, Klaus Behling: 13. Dezember 1981: Geisterstadt Güstrow. In: Verschlusssache. Die größten Geheimnisse der DDR. Verlag Das Neue Berlin, Berlin 2008, ISBN 978-3-360-01944-8, S. 204 f. (Siehe auch „Potemkinsches Dorf“)
  12. Ilko-Sascha Kowalczuk: Stasi konkret. Verlag C.H. Beck, München 2013, S. 208.
  13. Johannes Erichsen (Hrsg.): 1000 Jahre Mecklenburg. Geschichte und Kunst einer europäischen Region. Landesausstellung Mecklenburg-Vorpommern 1995. Rostock 1995.
  14. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2013
  15. Wahlergebnis Kommunalwahl 2014, am 1. November 2014 abgerufen
  16. a b c § 1 der Hauptsatzung der Güstrow, PDF.
  17. MV-Tage im Juni 2016 in Güstrow. auf: svz.de, abgerufen am 8. September 2014.
  18. Speedwayrennen Güstrow
  19. Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern, am 1. November 2014 abgerufen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Güstrow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Güstrow – Reiseführer
 Wikisource: Güstrow – Quellen und Volltexte