Kleiner Kaukasus

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Kleiner Kaukasus
Satellitenaufnahme des Kleinen Kaukasus (mitte, unten).

Satellitenaufnahme des Kleinen Kaukasus (mitte, unten).

Höchster Gipfel Aragaz (4090 m)
Lage Georgien, Armenien, Türkei und Aserbaidschan
Teil des Kaukasus
Kleiner Kaukasus (Kaukasus)
Kleiner Kaukasus
Koordinaten 41° N, 44° O40.51388888888944.1861111111114090Koordinaten: 41° N, 44° O

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Der Kleine Kaukasus (georgisch მცირე კავკასიონი mcire k'avk'asioni, aserbaidschanisch: Kiçik Qafqaz Dağları) ist ein etwa 600 km langes, von Westnordwest nach Ostsüdost verlaufendes Gebirge in Asien zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer, das bis zu 4090 m aufragt. Er ist mit all seinen Bergketten bis zu 120 km breit und liegt auf den Territorien von Georgien, Armenien, der Türkei und Aserbaidschan.

Der Kleine Kaukasus ist kein eigenständiges Gebirge, sondern ein Abschnitt der nordanatolisch-nordiranischen Kettengebirge mit Deckenbau und jungen Vulkanen. Im Westen grenzen Ararathochland und Pontisches Gebirge an, im Südosten das Elbursgebirge. Am Suramigebirge grenzt er unmittelbar an den im Norden parallel verlaufenden Großen Kaukasus. Der höchste Berg ist der Aragaz in Armenien (4090 m). Er ist mit Firn bedeckt, trägt aber keine Gletscher. In Georgien erreicht der Kleine Kaukasus im Abuli-Berg (3300 m) seine größte Höhe.

Sewan-See[Bearbeiten]

In der Mitte des Kleinen Kaukasus befindet sich, von schneebedeckten Bergketten umgeben, der Sewan-See in etwa 1900 Meter Höhe. Mit 940 km² besitzt er fast die doppelte Fläche des Bodensees und ist einer der größten Gebirgsseen der Welt sowie das größte Süßwasser-Reservoir Armeniens und Kaukasiens. Er wird von zehn größeren und etwa zwanzig kleineren Flüssen gespeist. Die Bergregion um den Sewansee ist geschichtsträchtig: hier befinden sich aufwendige Bestattungen aus der Bronzezeit, Festungen der Urartäer, zahlreiche Kirchen und Klöster armenischer Königs- und Fürstenfamilien.

Kura[Bearbeiten]

Die Kura entspringt am Kisirindagi-Berg im türkischen kleinen Kaukasus. Das Durchbruchstal der Kura ist imposant. Es zerschneidet einige kaukasische Bergketten im Westen Georgiens (100 km östlich des Schwarzen Meeres). Auch ein wasserreicher Nebenfluss bietet ähnliches zwischen Kirovakan (Armenien) und der georgischen Hauptstadt Tiflis. Im weiteren Verlauf begleitet die Kura die Nordflanken des Kleinen Kaukasus, der nach Osten steil zur Transkaukasischen Senke abfällt, durchfließt diese Tiefebene und mündet nach einer Fließstrecke von über 1500 km (nach anderen Angaben 1330 km) in das Kaspische Meer südlich von Baku.