Aserbaidschanische Sprache

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Dieser Artikel erläutert die im heutigen Aserbaidschan, Iran und angrenzenden Gebieten gesprochene Turksprache; für das nicht verwandte historische Aserbaidschanisch (Āzari), ein Dialekt des Pahlavi, siehe Altaserbaidschanische Sprache.
Aserbaidschanisch

Gesprochen in

Aserbaidschan, Iran, Irak, Russland, Türkei, Georgien, Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan, Ukraine, Armenien
Sprecher 20–30 Millionen
Linguistische
Klassifikation
Offizieller Status
Amtssprache von AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan
Anerkannte Minderheitensprache in: IranIran Iran
Dagestanische Flagge Dagestan
Sprachcodes
ISO 639-1:

az

ISO 639-2:

aze

ISO 639-3:

aze (Makrosprache)

Enthaltene Einzelsprachen:

  • azj (Nordaserbaidschanisch)
  • azb (Südaserbaidschanisch)

Die aserbaidschanische Sprache (Eigenbezeichnungen Azərbaycan dili, Azəricə, Azərbaycanca) gehört zu den südwestlichen Turksprachen. Sie ist Amtssprache in Aserbaidschan und die engste Verwandte des Türkischen. Die moderne aserbaidschanische Schriftsprache basiert auf dem Baku-Dialekt, der stark vom Türkischen beeinflusst ist. Aserbaidschanisch ist heute mit etwa 14 Millionen Muttersprachlern die wichtigste Turksprache im Iran.

Schriftsprachen[Bearbeiten]

Die bis 1929 im perso-arabischen Alphabet geschriebene Literatursprache Aserbaidschans ist unzertrennlich mit dem osmanischen Türkisch verbunden. Die osmanischen Texte sind oft identisch mit ihren aserbaidschanischen Gegenstücken.[2]

Mit der Einführung des einheitlichen türkischen Alphabetes, das 1922 während eines Muslimkongresses in Baku vorgestellt wurde, wurde Aserbaidschanisch zwischen 1929 und 1938/39 in lateinischen Buchstaben geschrieben. Mit der Einführung eines obligatorischen Russischunterrichtes wurde das Aserbaidschanische ab spätestens 1939 in einem modifizierten kyrillischen Alphabet verschriftet.

Mit dem beginnenden Zusammenbruch der Sowjetunion (1988/89) orientierte sich die Aserbaidschanische SSR mehr zum Westen und damit zum Natopartner Türkei hin. Als erster Turkstaat auf dem Boden der ehemaligen UdSSR führte es 1991 verbindlich ein lateinisch basiertes Schriftsystem ein.[2]

Alternativbezeichnungen[Bearbeiten]

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Verbreitungsgebiet des Aserbaidschanischen

Bis ca. 1936 wurde das Aserbaidschanische fälschlicherweise allgemein als „Tatarisch“ bezeichnet. Die Aserbaidschaner selbst nannten ihre Sprache damals nur Turki (Türkisch), Azeri (sprich Aseri) oder auch Aserbaidschan-Türkisch.

Zu Zeiten der Sowjetunion nannte man die Sprache „Азәрбајҹанҹа“ (Aserbaidschanisch).

Nach 1989 wurde die Sprache abwechselnd als „Azərbaycan Türkcəsi“ (Aserbaidschan-Türkisch bzw. aserbaidschanisches Türkisch) und als „Türkcə“ bzw. „Türki“ (Türkisch) bezeichnet. Ihnen folgten nach 1990 die Bezeichnungen „Azərbaycanca“ (Aserbaidschanisch), „Türk dili“ (türkische Sprache), „Azərice“ (Aseri bzw. Aserisch). Im Iran wird das Aserbaidschanische als ‏آذربایجانجاAzərbaycanca (Aserbaidschanisch) bezeichnet.

Auch von den Russen wurde bis 1992 nur vom „Aseri-Türkischen“ gesprochen, das seine Entsprechung im aserbaidschanischen Azəri Türkcəsi hatte. Diese Bezeichnung wird heute allerdings nur noch von der türkischen Turkologie weiter verwendet.

Verbreitung[Bearbeiten]

Aserbaidschanisch wird heute in Aserbaidschan, dem Iran (Iranisch-Aserbaidschan), der Türkei und in zahlreichen Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion gesprochen. In der Türkei lassen sich alle Dialekte der alten Provinz Kars zum Aserbaidschanischen rechnen. So gaben bei der Volkszählung (1979) im Bereich der heutigen Republik Aserbaidschan 5,78 Millionen Menschen Aserbaidschanisch als Muttersprache und rund 27% der Minderheiten als Zweitsprache an.[3] Daneben wurde diese Sprache auch von rund 860.000 Menschen in dem Gebiet der ehemaligen UdSSR gesprochen: 300.474 in Georgien, 282.713 in Russland (davon 90% in Dagestan), 84.590 in Armenien und 78.460 in Kasachstan.[4] Die auf 180.000 bis 400.000 Menschen geschätzten Turkmenen des Irak sind mehrheitlich als Sprecher des Aserbaidschanischen anzusehen.

Das Aserbaidschanische wird heute allgemein in zwei Hauptblöcke eingeteilt:[5] [6] Das „Nordaserbaidschanische“ (aserbaidschanisch Quzey Azərbaycan Türkcəsi „nordaserbaidschanisches Türkisch“ und Şimal Azərbaycan Türkcəsi „nördliches Aserbaidschan-Türkisch“), das die Staatssprache der Republik Aserbaidschan ist. Daneben wird heute im Iran als Minderheitensprache das „Südaserbaidschanische“ (aserbaidschanisch Güney Azərbaycan Türkcəsi „südaserbaidschanisches Türkisch“ und Cənub Azərbaycan Türkcəsi „südliches Aserbaidschan-Türkisch“) gesprochen.

Der Hauptunterschied zwischen beiden Varianten ist der, dass das Nordaserbaidschanische stark vom Russischen und das Südaserbaidschanische vom Persischen beeinflusst wurde.

Die nordaserbaidschanische Variante ist die Muttersprache von rund 7,5 Millionen Menschen, weitere 4 Millionen sind zweisprachig. Es zerfällt in zahlreiche Dialekte, die auch weit nach Süden und in den Westen ausstrahlen: Quba, Derbent, Baku, Şemaxa, Salianı, Lənkorən, Qazax, Airym, Borcala, Terekeme, Qızılbaş, Nuqa, Zaqatalı (Mugalı), Kutkas, Erevan, Naxçevan, Ordubad, Qirovabad, Şuşa (Qarabaq) und Qarapapax.

Das Südaserbaidschanische wird von 14 bis 17 Millionen Menschen oder von ungefähr 20–24 % der iranischen Bevölkerung gesprochen. In dieser Zahl sind auch die rund 290.000 Afschar, 5.000 Aynallu, 7.500 Bahārlu, 1.000 Moqaddam, 3.500 Nafar, 1.000 Pişagçi, 3.000 Qajar, 2.000 Qaragozlu und 65.000 Şahsavani (1978) enthalten. Von diesen werden von der iranischen Regierung rund 9,8 Millionen als „aserbaidschanische Minderheit“ anerkannt. Auch das Südaserbaidschanische ist in zahlreiche Dialekte gegliedert: Aynallu (Inallu, Inanlu), Qarapapak, Təbriz, Afşari (Afşar, Afschar), Şahsavani (Şahseven), Moqaddam, Bahārlu (Khamseh), Nafar, Qaragozlu, Pişagçi, Bayat und Qajar. Umstritten ist jedoch die sprachliche Zugehörigkeit der sogenannten „Chorasan-Türken“ im nordöstlichen Iran. Linguistisch gesehen steht diese Sprache zwischen dem modernen Turkmenischen und Usbekischen und kann wohl als Übergangsdialekt zwischen beiden Turksprachen angesehen werden.

Rund 5.000 Sprecher des Südaserbaidschanischen leben heute in Afghanistan. Die Volksgruppe der irakischen Turkmenen, die nach ihrem Heimatstaat als „Irak-Türken“ bezeichnet und die auf eine Kopfzahl zwischen 900.000 (UNO-Angabe) und 2,5 Millionen (Eigenangabe) geschätzt werden, und die 30.000 Türken in Syrien (1961) gelten im Allgemeinen als Sprecher des Südaserbaidschanischen. Die Diskrepanz zwischen den Angaben im Irak ergibt sich durch die koloniale Erfahrung, also der osmanischen Herrschaft: Türkisch galt in weiten Teilen des Landes als Umgangssprache, gerade innerhalb des kurdischen Adels und der Stadtbevölkerung, so dass man zwischen der tatsächlichen Anzahl von Turkmenen und türkischsprachigen Menschen unterscheiden muss; insbesondere in Städten wie Kirkuk, Mosul oder Arbil war Türkisch Umgangssprache und wurde erst mit der Staatsgründung des Irak langsam durch Arabisch, später durch Kurdisch, verdrängt, so dass die tatsächliche Anzahl türkischsprachiger Menschen die Zweimillionenmarke überschreitet, während die Zahl der Turkmenen als niedriger anzusetzen ist.

Als eigenständige aserbaidschan-türkische Dialekte gelten auch die Sprachen der Teimurtaş, das auch als „Teimuri“, „Timuri“ oder „Taimouri“ bekannt ist, in Māzandarān. Dieser entstammt usbekisch-turkmenischer Wurzel, und die rund 7.000 Sprecher führen sich auf den Mongolenherrscher Timur zurück. Die Volksgruppe der Salçug (Provinz Kerman) gelten als Nachfahren der Seldschuken, während die Herkunft der Qaşqai noch nicht ganz geklärt ist. Doch gilt als gesichert, dass ihre Vorfahren überwiegend oghusischer Herkunft waren.

2010 schätzt man die Zahl aserbaidschanischen Muttersprachler auf insgesamt 23–30 Millionen. Laut CIA Handbook leben etwa 16,33 Millionen im Iran. Diese soll die glaubwürdigste Angabe sein. Andere Quellen geben je nach politischer Sichtweise höhere oder niedrigere Zahlen an. Ethnologue und einige Sprachforscher wie z. B. Ernst Kausen gehen jedoch auch von etwa 23 Millionen Muttersprachlern im Iran aus, wobei es weltweit 40 Millionen Sprecher gibt, wenn man die Zahl der Zweitsprecher hinzurechnet.

Einige Hundert Südaserbaidschaner leben in Jordanien und werden dort den „Türken“ zugerechnet. Sie selbst bezeichnen sich jedoch als „Turkmenen“.

Schätzungen zur Zahl der aserbaidschanischen Muttersprachler im Iran
Quelle Zahl der Muttersprachler Prozentualer Anteil Gesamtbevölkerung des Landes
CIA World Factbook (2005) 16,3 Millionen 24 % 68.017.860
Ethnologue (2005) 23 Millionen 34,3 % 67 Millionen
Encyclopaedia of the Orient (2004) 12 Millionen 18 % 67 Millionen
Iranische Botschaft [1] 13,8 Millionen 20 % 69 Millionen
MS Encarta 2006 17 Millionen (alle Turkstämme zusammen) alle Turkstämme zusammen 25 % 68 Millionen

Die aserbaidschanische Sprache wurde auch von den Vertretern einiger nationaler Minderheiten wie Lesgier und Talischen als Kultursprache übernommen. Das Aserbaidschanische wurde zur Basis bei der Sprachentwicklung der verwandten zentralasiatischen Turksprachen. Die aserbaidschanische Grammatik wurde zur Grundlage des Usbekischen und vor allem des Turkmenischen. Auch wurde das Kasachische und Kirgisische in den 1930er Jahren stark vom Aserbaidschanischen beeinflusst.

Der Language Code “ ist az bzw. aze (nach ISO 639). Der Code nach ISO 639-2 ist AZE.

Klassifizierungsmöglichkeiten[Bearbeiten]

Das Aserbaidschanische wird mitunter verschieden klassifiziert. So listet das „Fischer Lexikon Sprachen“ (1961) das Aserbaidschanische wie folgt auf:[7]

  • Turksprachen
    • Westlicher Zweig
      • Bolgarische Gruppe
    • Die oghusische Gruppe
      • Oghusisch-Turkmenisch
      • Oghusisch-Bolgarisch
      • Oghusisch-Seldschukisch
        • Aserbaidschanisch

Dagegen gliedert das „Metzler Lexikon Sprache“ (1993) das Aserbaidschanische wie folgt ein:[8]

  • Turksprachen
    • Südwesttürkisch (Oghusisch)
      • Aserbaidschanisch

Die aktuelle Klassifizierung ist im Artikel Turksprachen aufgeführt.

Geschichte und Alphabete[Bearbeiten]

Die Südaserbaidschaner (im Iran) nutzen das arabische Alphabet.

Das Aserbaidschanische bildete sich zusammen mit dem Osmanischen ab dem 11. Jahrhundert heraus. Es wurde im persisch-arabischen Alphabet geschrieben. Das arabische Alphabet wurde in Aserbaidschan bis in die 1920er Jahre verwendet.

Ab 1813 musste Persien als Folge der russisch-persischen Grenzkriege im Kaukasus die ehemalige persische Provinz Arran sowie nördliche Teile der Provinz Aserbaidschan an das siegreiche Russische Kaiserreich abtreten. Nachdem auch bestimmte osmanische Gebiete in der Region an Russland fielen, kam es zu massiven Umsiedlungen von Armeniern (aus dem osmanischen Reich und aus Arran) in die christlich-russisch besetzen Gebiete der ehemaligen persischen Provinz Armenien sowie der Aserbaidschan-Türken aus Armenien und anderen Gebieten in die nun von Russen besetze Provinz Arran. Somit waren die Aserbaidschan-Türken nun als Volk zwischen zwei Staaten – Russland und Persien – geteilt. Um russische Gebietsansprüche gegen Persien zu erweitern, wurde die Provinz Arran ebenfalls in „Aserbaidschan“ umbenannt, während der südliche Teil, das historische Aserbaidschan, weiterhin in persischem Besitz blieb. Die nördlichen Gebiete, die ehemalige (von Russland annektierte) Provinz Arran, bildet heute den Staat Aserbaidschan. Die südlichen Gebiete Aserbaidschans ist heute in 3 iranische Provinzen aufgeteilt (siehe: Aserbaidschan im Iran).

Mit der nun erfolgten Trennung von den nördlichen Dialekten des Aserbaidschanisch-Türkischen – aus ihnen ging in der Folgezeit das „Neu-Aserbaidschanische“ hervor – verblieb das südliche Sprachgebiet auf dem Lautstand des alten Aserbaidschan-Türkischen.

1922 entwickelten aserbaidschanische Reformkräfte ein lateinisches Alphabet, das sie Einheitliches türkisches Alphabet oder auch Yeni Yol („neuer Weg“) nannten. Dieses Alphabet stellten sie 1923 in Baku einem Turkologen-Kongress vor. Dieses Alphabet war so gut entwickelt, dass es bis 1930 für alle nichtslawischen Sprachen der UdSSR verbindlich eingeführt wurde. Mit der Übernahme verselbständigte sich das Südaserbaidschanische in einem gewissen Maß, als es nun noch stärker unter Persischen Einfluss geriet und es das arabische Alphabet beibehielt.

verschiedene türkische Lateinalphabete

Doch im Zuge des obligatorisch eingeführten Russischunterrichtes musste Aserbaidschanisch ab 1940 in einem modifizierten kyrillischen Alphabet geschrieben werden.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurde durch ein am 25. Dezember 1991 verabschiedetes Gesetz in Aserbaidschan das Türkei-türkische Alphabet eingeführt, das um 5 Zusatzzeichen ergänzt wurde. Dieses Alphabet heißt nun – wie auch ursprünglich in der benachbarten Türkei – „Neues türkisches Alphabet“. Die Vertreter aller Turkstaaten hatten auf einem Treffen in Ankara (1990) beschlossen, für die zentralasiatischen Staaten und Aserbaidschan innerhalb von 15 Jahren ein lateinisches Alphabet auszuarbeiten, das sich eng an das moderne türkische Alphabet anlehnen sollte.

Am 1. August 2001 wurde durch einen Erlass des Staatspräsidenten Heydər Əliyev allein das lateinische Alphabet für den amtlichen Schriftverkehr verbindlich und die kyrillische Schrift – gegen den Protest Russlands und der russischen Minderheit im Lande – endgültig abgeschafft.

Im russischen Dagestan, wo etwa 130.000 Aserbaidschaner leben, verfügt die aserbaidschanische Sprache als anerkannte Minderheitensprache ebenfalls über einen offiziellen Status, wird dort allerdings weiterhin im kyrillischen Alphabet geschrieben.

Pantürkische und militante Südaserbaidschaner benutzen heute neben dem arabischen auch die modernen Lateinalphabete der Türkei und Aserbaidschans.

Aserbaidschanisches Alphabet[Bearbeiten]

Transliterationstabelle des aserbaidschanischen Alphabets
Arabisch Latein Kyrillisch Latein IPA
–1918 1918–1939 1958–1991 1992–
A a А а A a [ɑ]
B в Б б B b [b]
C c Ҹ ҹ C c [dʒ]
چ Ç ç Ч ч Ç ç [tʃ]
D d Д д D d [d]
E e Е е E e [e]
ع Ə ə Ә ә Ə ə [æ]
F f Ф ф F f [f]
گ G g Ҝ ҝ G g [ɡʲ]
Ƣ ƣ Ғ ғ Ğ ğ [ɣ]
ﺡ,ﻩ H h Һ һ H h [h]
X x Х х X x [x]
ی Ь ь Ы ы I ı [ɯ]
ی I i И и İ i [ɪ]
ژ Ƶ ƶ Ж ж J j [ʒ]
ک K k К к K k [k]
Q q Г г Q q [ɡ]
L l Л л L l [l]
M m М м M m [m]
N n Н н N n [n]
O o О о O o [ɔ]
Ɵ ɵ Ө ө Ö ö [œ]
پ P p П п P p [p]
R r Р р R r [r]
ﺙ,ﺱ,ﺹ S s С с S s [s]
Ş ş Ш ш Ş ş [ʃ]
ﺕ,ﻁ T t Т т T t [t]
U u У у U u [u]
Y y Ү ү Ü ü [y]
V v В в V v [v]
ی J j Ј ј Y y [j]
ﺫ,ﺯ,ﺽ,ﻅ Z z З з Z z [z]

Schriftbeispiele[Bearbeiten]

Einheitliches türkisches Alphabet (1929–39)[Bearbeiten]

Butun insanlar ləƶaqət və huqyqlarƅna gɵrə azad vǝ bǝrabǝr doƣylyrlar. Onarƅn şuurlarƅ vǝ vicdanlarƅ var vǝ bir-birlǝrinǝ munasibǝtdǝ qardaålƅq rynhynda davranmalƅdƅrlar.

Erste Variante eines kyrillischen Alphabetes (1939–57)[Bearbeiten]

Бүтүн йнсанлар ләяагәт вә һүгуларьна ҝөрә азад вә бәрабәр доғулурлар. Онлрьн шүурларь вә виҹданларь вар вә бир-бирләринә мүнасибәтдә гардашльг рунһунда давранмальдьрлар.

Endgültige Variante des kyrillischen Alphabetes (bis 1991)[Bearbeiten]

Бүтүн йнсанлар ләјагәт вә һүгуларына ҝөрә азад вә бәрабәр доғулурлар. Онлрын шүурлары вә виҹданлары вар вә бир-бирләринә мүнасибәтдә гардашлыг рунһунда давранмалыдырлар.

Neues türkisches Alphabet (seit 1991/92)[Bearbeiten]

Bütün insanlar ləyaqət və hüquqlarına göre azad və bərabər doğulurlar. Onların şüurları və vicdanları var və bir-birlərinə münasibətdə qardaşlıq ruhunda davranmalıdırlar.

Südaserbaidschanisch[Bearbeiten]

بوتون اينسانلار حيثييت و حاقلار باخيميندان دنك (برابر) و اركين (آزاد) دوغولارلار. اوس (عقل) و اويات (ويجدان) ييهﺳﻴﺪيرلر و بير بيرلرينه قارشى قارداشليق روحو ايله داورانماليدرلار‎.

Transliteration ins aserbaidschanische Lateinalphabet

Bütün insanlar heysiyyət və haqlar baxımından dənk (bərabər) və ərkin (azad) doğularlar. Us (əql) və uyat (vicdan) yiyəsidirlər və bir birlərinə qarşı qardaşlıq ruhu ilə davranmalıdırlar.

(Artikel 1 der Menschenrechte)

Lehre[Bearbeiten]

In den 1980er- und 1990er-Jahren entstanden zahlreiche Publikationen und Lexika von den deutschen Aserbaidschanforschern Nemat Rahmati (Aserbaidschanische Chrestomatie, Aserbaidschanisch-Deutsches Wörterbuch, Tapmacalar), Yusif Xalilov (Deutsch-aserbaidschanisches Wörterbuch).

2004 entstand das Deutsch-aserbaidschanische Wörterbuch von Yazdani, einem Berliner Türkologen. Die Bakuer Germanistin Amina Aliyeva gab das erste Lehrbuch des Deutschen für Aserbaidschaner in aserbaidschanischer Sprache heraus.

Heutzutage wird das Aserbaidschanische an den deutschen Universitäten in Bochum, Hamburg, Berlin und Frankfurt am Main gelehrt. Die Universität Wien bot auch von 2001 bis 2003 die Einführung ins Aserbaidschanische (gelehrt von Nasimi Aghayev) an.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Lars Johanson, Éva Csató (Hrsg.): The Turkic languages. Routledge, London u. a. 1998, ISBN 0-415-08200-5.
  • Taschenwörterbuch Aserbaidschanisch – Deutsch und Deutsch-Aserbaidschanisch. Berlin 1944.
  • Nemat Rahmati, Korkut Buğday: Aserbaidschanisch Lehrbuch. Unter Berücksichtigung des Nord- und Südaserbaidschanischen. = Aserbaidschanisch. Harrassowitz, Wiesbaden 1998, ISBN 3-447-03840-3.
  • Nemat Rahmati: Wörterbuch Aserbaidschanisch – Deutsch. Verlag auf dem Ruffel, Engelschoff 1999, ISBN 3-933847-01-X.
  • Ahmad Hüsseynov, Nemat Rahmati: Juristisches Wörterbuch Deutsch – Aserbaidschanisch. = Almanca – Azerbaycanca hüquq terminleri lüğeti. Verlag auf dem Ruffel, Engelschoff 2002, ISBN 3-933847-06-0.

Lexika[Bearbeiten]

  • Helmut Glück (Hrsg.): Metzler Lexikon Sprache. Verlag J. B. Metzler, Stuttgart u. a. 1993, ISBN 3-476-00937-8.
  • Heinz F. Wendt: Sprachen. Fischer-Bücherei, Frankfurt am Main u. a. 1961 (Das Fischer-Lexikon 25), (Auch: Das Fischer-Lexikon. Sprachen. Durchgesehene und. korrigierte Neuausgabe. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main Oktober 1987, ISBN 3-596-24561-3 (Fischer 4561)).

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikipedia auf Aserbaidschanisch

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lars Johanson, Éva Csató: The Turkic languages, S. 82 Online
  2. a b Claus Schönig Azerbaijanian in Lars Johanson, Éva Csató The Turkic languages, S. 248
  3. Helmut Glück: Metzler Lexikon Sprache, S. 57
  4. Helmut Glück: ebenda
  5. http://www.ethnologue.com/show_language.asp?code=azj „Nordaserbaidschanisch“
  6. http://www.ethnologue.com/show_language.asp?code=azb „Südaserbaidschanisch“
  7. Heinz F. Wendt: Fischer Lexikon Sprachen, S. 328
  8. Helmut Glück: Metzler Lexikon Sprache, S. 657