Aras (Fluss)

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Aras
Araks, Arax, Արաքս (Araz)
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Der Aras als Grenzfluss zwischen dem Iran und Nachitschewan vom iranischen Ufer aus

Der Aras als Grenzfluss zwischen dem Iran und Nachitschewan vom iranischen Ufer aus

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Lage Türkei, Armenien, Iran, Aserbaidschan
Flusssystem Kura
Abfluss über Kura → Kaspisches Meer
Quelle südlich von Erzurum im Bingöl-Gebirge
39° 20′ 54″ N, 41° 19′ 31″ O39.3483741.325388
Mündung Kura40.01841252357948.453483581543Koordinaten: 40° 1′ 6″ N, 48° 27′ 13″ O
40° 1′ 6″ N, 48° 27′ 13″ O40.01841252357948.453483581543
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Länge 1072 km[1]
Einzugsgebiet 102.000 km²[1]
Linke Nebenflüsse Ghareso, Akhurian, Metsamor, Hrasdan, Azat, Vedi, Arpa, Hakari, Voghdji, Megri
Rechte Nebenflüsse Zangmar, Sariso, Ghotour, Hajilar, Kalibar, Ilghena, Darreh, Balha
Durchflossene Stauseen Aras-Stausee
Kleinstädte Horasan
Aras nördlich von Iğdır

Aras nördlich von Iğdır

Verlauf des Aras im südlichen Einzugsgebiet der Kura

Verlauf des Aras im südlichen Einzugsgebiet der Kura

Der Aras, Araks oder Arax (aserbaidschanisch Araz, persisch ‏ارس‎ / (rud-e) Aras, armenisch Արաքս, kurdisch Erez, urartäisch Muna[2], griechisch Araxes, türkisch Aras Nehri) ist mit 1.072 km Länge der längste Nebenfluss der Kura in Vorderasien.

Flusslauf[Bearbeiten]

Der Aras entspringt in der Türkei in der Region Ostanatolien, südlich von Erzurum im Bingöl-Gebirge. Von seiner Quelle verläuft er in Richtung Osten, wobei er den Berg Ararat nördlich passiert. Etwa in dieser Gegend bildet der Fluss zugleich die Grenze zu Armenien. Später ist er Grenzfluss zwischen dem Iran und der aserbaidschanischen Exklave Nachitschewan sowie weiterhin zwischen dem Iran und Armenien bzw. Aserbaidschan selbst. In Aserbaidschan durchfließt er die Mugansteppe und mündet schließlich in den Unterlauf der Kura.

Identifizierung mit dem biblischen Fluss Gihon[Bearbeiten]

Der Ägyptologe David Rohl hält den Aras für den historischen Gihon, welchen die Bibel (Genesis 1. Mose 2,11) bei der Beschreibung des Garten Edens als einen der vier aus dem Garten strömenden Flüsse nennt. Rohl führt ein Dokument aus der Zeit der islamischen Invasion in Persien an, das die Bekanntheit des Aras unter dem Namen Gyhun bis ins 7. Jhd. belege. Der alte Name der Region am Gyhun habe Kusch gelautet, ein Name, der ebenfalls im biblischen Schöpfungsbericht erwähnt wird. Einer der Gipfel in der Region heißt auch heute noch Kuscha-Dagh („Berg von Kusch“).

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aras – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Artikel Aras in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)
  2. Ralf-Bernhard Wartke, Urartu, das Reich am Ararat. Kulturgeschichte der antiken Welt 59. Mainz, Zabern 1993, 60