Koprzywnica

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Koprzywnica
Wappen von Koprzywnica
Koprzywnica (Polen)
Koprzywnica
Koprzywnica
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Heiligkreuz
Landkreis: Sandomierz
Fläche: 17,90 km²
Geographische Lage: 50° 35′ N, 21° 35′ O50.59055555555621.583333333333Koordinaten: 50° 35′ 26″ N, 21° 35′ 0″ O
Einwohner: 2575
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 27-660
Telefonvorwahl: (+48) 15
Kfz-Kennzeichen: TSA
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK79 Krakau-Sandomierz
Nächster int. Flughafen: Rzeszów-Jasionka
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Fläche: 69,19 km²
Einwohner: 6901
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 100 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2609043
Verwaltung (Stand: 2008)
Bürgermeister: Marek Jońca
Adresse: ul. 11 Listopada 88
27-660 Koprzywnica
Webpräsenz: www.koprzywnica.eu

Koprzywnica anhören?/i ist eine Stadt in Polen in der Wojewodschaft Heiligkreuz, Powiat Sandomierski. Die Stadt liegt am Flüsschen Koprzywianka rund 15 km vor deren Mündung in die Weichsel.

Geschichte[Bearbeiten]

Das heutige Koprzywnica geht auf die Gründung einer Zisterzienserabtei zwischen 1183 und 1185 zurück. Stadtrecht erhielt der Ort 1268. 1241 sowie 1259/60 zerstörten die Tataren den Ort. In den Jahren 1494, 1657 und 1891 zerstörten Brände große Teile der Stadt. Während des Zweiten Nordischen Kriegs 1655 bis 1660 wurde der Ort von den Schweden zerstört. Bei der Ersten Teilung Polens wurde der Ort 1772 Teil Österreichs. 1819 wurde das Kloster geschlossen, es folgte der Niedergang der Stadt und dem Verlust des Stadtrechts im Jahr 1864. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Stadt Teil des wiederentstandenen Polens. Während des Zweiten Weltkrieges errichteten die Deutschen hier 1942 ein Ghetto, die etwa 1.800 Juden wurden später im Vernichtungslager Treblinka ermordet.[2] Am Ende des Krieges marschierte die Rote Armee in die Gegend ein und in der Folge wurde der Ort wieder Teil Polens. 2001 erhielt Koprzywnica erneut Stadtrecht.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Nachfolgend die graphische Darstellung der Einwohnerentwicklung.[3]


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Kirche des Heiligen Florian
  • die Kirche des Heiligen Florian war früher Teil des Klosters Koprzywnica
  • die Wassermühle aus dem 19. Jahrhundert befindet sich unweit des Klostergeländes[4]


Gmina[Bearbeiten]

Die Stadt- und Landgemeinde (gmina miejsko-wiejska) Koprzywnica hat eine Fläche von 69,19 km² auf welcher etwa 7.000 Menschen leben. Neben der Stadt selbst gehören folgende Schulzenämter (sołectwo) zur Gemeinde; Cegielnia, Zarzecze, Dmosice, Zbigniewice wieś, Zbigniewice Kolonia, Postronna, Beszyce, Niedźwice, Trzykosy, Gnieszowice, Krzcin, Łukowiec, Ciszyca, Błonie, Sośniczany, Kamieniec und Świężyce.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Im Westteil Koprzywnicas verläuft die Landesstraße 79 (droga krajowa 79). Sie führt vom 130 Kilometer südwestlich gelegenen Krakau über Połaniec und Osiek nach Koprzywnicas. Von hier führt sie in nördlicher Richtung weiter über Sandomierz bis ins 180 Kilometer entfernte Warschau.

Die Stadt besitzt keinen Anschluss an das Schienennetz.

Der nächste internationale Flughafen ist der etwa 60 Kilometer südöstlich gelegene Flughafen Rzeszów-Jasionka.


Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Koprzywnica – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 14. Juni 2014.
  2. miastokoprzywnica.glt.pl, Historia, abgerufen am 21. Aug. 2008
  3. Für 1827, 1860, 1902, 1909; miastokoprzywnica.glt.pl, Historia, abgerufen am 21. Aug. 2008
    Für 2007: Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ – STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 31. Dezember 2007
  4. miastokoprzywnica.glt.pl, Zabytki – Młyn, abgerufen am 21. Aug. 2008