Kraftwerk Kachlet
| Kraftwerk Kachlet | ||
|---|---|---|
| Das Kraftwerk mit Stauwehr | ||
| Lage | ||
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| Koordinaten | 48° 34′ 45″ N, 13° 24′ 26″ O48.57916666666713.407222222222Koordinaten: 48° 34′ 45″ N, 13° 24′ 26″ O | |
| Land: | Deutschland |
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| Ort: | Passau | |
| Gewässer: | Donau | |
| Gewässerkilometer: | km 2234,2 | |
| Kraftwerk | ||
| Betreiber: | E.ON Wasserkraft | |
| Bauzeit: | 1922-1927 | |
| Technik | ||
| Engpassleistung: | 52 Megawatt | |
| Ausbaudurchfluss: | 1.070 m³/s | |
| Regelarbeitsvermögen: | 308 Millionen kWh | |
| Turbinen: | Kaplanturbinen | |
| Sonstiges | ||
| Website: | http://www.eon-wasserkraft.com | |
Das Kraftwerk Kachlet, auch Kachletkraftwerk oder Kachletwerk ist ein von der E.ON Wasserkraft betriebenes Stauwerk mit Doppelschleuse und Wasserkraftwerk in der Donau bei Flusskilometer 2234,2 oberhalb von Passau.
Das Kachlet, ein mit Felsen und kleinen Inseln übersäter Donauabschnitt vor Passau, behinderte seit jeher den Schiffsverkehr. So entschied man sich, die fast 20 km lange Gefahrenstrecke zu überstauen. Dazu errichtete die 1921 gegründete Rhein-Main-Donau-AG von 1922 bis 1927 ein Kraftwerk mit Doppelschleuse. Dies war zugleich der erste Schritt zur Schaffung der Großschifffahrtsstraße Main-Donau-Kanal.
Die Anlage staut den Wasserspiegel bis zu einer Höhe von 9,2 m über Niedrigstwasser auf. Dadurch wird eine Mindestfahrwassertiefe von 2,5 m gewährleistet. Das Stauwehr ist 175 m lang mit sechs Öffnungen von je 25 m Breite und doppelten Tafelschützen von 11,8 m Höhe. Beide Schleusenkammern sind 230 m lang und 24 m breit und können je vier Schleppkähne und ein Zugschiff aufnehmen. Jede Schleusung benötigt 40.000 m³ Wasser. Der Mittelwasserabfluss beträgt 648 m³/sec, der höchste Wasserdurchlass 6000 m³/sec.
Der Stauraum vor dem Kraftwerk ist 11 km lang und mit Dämmen abgesichert. Das Gelände hinter den Dämmen wird von acht Pumpwerken entwässert.
Das Krafthaus ist 144 m lang, 17 m breit und hat eine Höhe von 20,6 m. Die ursprünglichen Propellerturbinen wurden nach etwa 35 Jahren durch Kaplanlaufräder mit verstellbaren Schaufeln ersetzt. Die Schluckfähigkeit konnte so von 750 m³/sec auf 1070 m³/sec gesteigert werden. Die Ausbauleistung stieg so von 42 MW auf 53,7 MW und die Stromerzeugung pro Jahr von 260 GigaWh/a auf 308 GigaWh/a.
Im September 1925 fuhren erstmals Schiffe durch die Schleuse. Am 9. Mai 1933 war der Stausee Schauplatz der Havarie des Flugbootes Do X.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- E.ON Wasserkraft: Vogelperspektive
- Zeitgenössischer Stummfilm über den Bau des Kachletwerks bei bauforum24 TV
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