Krauskopf-Blaurabe

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Krauskopf-Blaurabe
Krauskopf-Blaurabe (Cyanocorax cristatellus)

Krauskopf-Blaurabe (Cyanocorax cristatellus)

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Rabenvögel (Corvidae)
Gattung: Blauraben (Cyanocorax)
Art: Krauskopf-Blaurabe
Wissenschaftlicher Name
Cyanocorax cristatellus
Temminck, 1823

Der Krauskopf-Blaurabe (Cyanocorax cristatellus) ist ein Rabenvogel aus der Gattung der Blauraben. Er ist in Südamerika im südlichen und südwestlichen Brasilien und in den benachbarten Gebieten Boliviens und Paraguays verbreitet.

Merkmale[Bearbeiten]

Dieser Blaurabe ist ein bis zu 35 cm großer Vogel mit überwiegend dunkelblauem Rücken, fast schwarzem Kopf und Hals sowie schneeweißer Brust und Bauchseiten. Sie haben einen ausgeprägten Schopf. Dieser ist im Durchschnitt beim Männchen größer, aber die Geschlechter sind sich in der Regel sehr ähnlich.[1]

Die Stimme klingt ähnlich einer Krähe.[2]

Verbreitung[Bearbeiten]

In Brasilien kommt der Krauskopf-Blaurabe im Süden der Bundesstaaten Pará, Maranhão und Piauí sowie im Westen des Bundesstaates Bahia vor. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich weiter nach Süden bis in die Bundesstaaten Mato Grosso do Sul und in den Nordosten des Bundesstaates Paraná. Er ist auch im östlichen Paraguay (in den Departamentos Concepción und Canindeyú) und im Osten Boliviens (im nordöstlichen Departamento Santa Cruz) beheimatet.[2]

Lebensweise[Bearbeiten]

Krauskopf-Blauraben leben in Gruppen von 6–12 Tieren und bilden kleine Brutkolonien. Sie fressen fast alles, einschließlich der Eier und Nestlinge anderer Vogelarten, Insekten und kleine Wirbeltiere wie Geckos. Sie ernähren sich auch von pflanzlicher Nahrung wie z. B. von Früchten und Palmnüssen.[1] Krauskopf-Blauraben wurden sogar dabei beobachtet, wie sie in den frühen Morgenstunden in einem Pequi-Baum (Caryocar brasiliense) Nektar zu sich nahmen.

Gefährdung[Bearbeiten]

Nach der IUCN ist die Art wegen ihres großen Verbreitungsgebietes und der Häufigkeit ihres Vorkommens sowie ihrer großen Anpassungsfähigkeit nicht als gefährdet eingestuft.[3]

Taxonomie[Bearbeiten]

Der Krauskopf-Blaurabe wurde 1823 von Coenraad Jacob Temminck als Corvus cristatellus beschrieben. 1850 errichtete Bonaparte für ihn eine eigene monotypische Gattung Uroleuca. Dieser Name verweist auf die in der oberen Hälfte weißen Schwanzfedern. 1944 wurde er von Dean Amadon wieder zu den Blauraben gestellt. Heute wird angenommen, dass er zusammen mit dem Hyazinthenblauraben (Cyanocorax violaceus), dem Purpurblauraben (Cyanocorax cyanomelas) und dem Azurblauraben (Cyanocorax caeruleus) eine Artengruppe bildet.[2] Es sind keine Unterarten bekannt.[4]

Etymologie[Bearbeiten]

Der Begriff »Cyanocorax« ist griechischen Ursprungs und setzt sich aus den Worten »kuanos κύανoς« für »dunkelblau« und »korax κοραξ« für »Rabe« zusammen.[5] Das Artepitheton »cristatellus« stammt vom lateinischen Wort »cristatus« für »gekrönt, gefiedert« ab.[6]

Literatur[Bearbeiten]

  •  James A. Jobling: Helm Dictionary of Scientific Bird Names. Christopher Helm, London 2010, ISBN 978-1-4081-2501-4.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Sarah K. Reich: Cyanocorax cristatellus. T. S. Schulenberg (Hrsg.): Neotropical Birds Online. The Cornell Lab of Ornithology, Ithaca 2012. Abgerufen am 26. Oktober 2013.
  2. a b c Curl-crested Jay (Cyanocorax cristatellus) in der Internet Bird Collection
  3. Cyanocorax cristatellus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.1. Eingestellt von: BirdLife International, 2012. Abgerufen am 23. Oktober 2013
  4. IOC World bird list - Vireos, crows, and allies
  5. James A. Jobling, S. 126
  6. James A. Jobling, S. 122

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Krauskopf-Blaurabe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien