Pará

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Dieser Artikel behandelt den brasilianischen Bundesstaat Pará. Zu weiteren Bedeutungen dieses Namens siehe Pará (Begriffsklärung).
Pará
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Symbole
Flagge
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Wappen
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Basisdaten
Staat Brasilien
Hauptstadt BelémVorlage:Infobox Verwaltungseinheit/Wartung/Sonstiges
Fläche 1.253.164,5 km²
Einwohner 6.192.307 (2001)
Dichte 4,9 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 BR-PA
Webauftritt www.pa.gov.br (portugiesisch)
Politik
Regierungschef Gouverneur Simão Róbison Oliveira JateneVorlage:Infobox Verwaltungseinheit/Wartung/Sonstiges
Partei PSDB (Sozial-Dem.)Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit/Wartung/Sonstiges
Wirtschaft
BIP 21.748 Mio. R$
3512 R$ pro Kopf
(2001)

Pará ist ein Bundesstaat im Norden Brasiliens im Amazonasgebiet.

Inhaltsverzeichnis

Geografie [Bearbeiten]

Boot auf dem Rio Guamá

Pará ist der östliche der beiden großen Bundesstaaten am Amazonas - neben dem nach dem Strom benannten Nachbarstaat, deckt also seinen Unterlauf ab. Der gewaltige Mündungsbereich des Amazonas, mit u.a. der größten Flußinsel der Welt, Marajó, von der Fläche der Schweiz, liegt in Pará. Der Bundesstaat ist zum überwiegenden Teil von Regenwald bedeckt, dessen Fläche jedoch durch zunehmende Abholzung vor allem an der Ostgrenze immer weiter schrumpft.

Mit ca. 1,248 Mio. km² ist Pará flächenmäßig der zweitgrößte Bundesstaat. 6,2 Mio. Einwohner. Hauptstadt ist Belém (1,2 Mio. Einwohner), weitere wichtige Städte sind Santarém und Marabá.

Wirtschaft [Bearbeiten]

Der Regenwald wird von intensiv betriebener Holzindustrie bewirtschaftet. Problematisch ist die Benachteiligung der Urbevölkerung durch Brandrodung und Zerstörung des Regenwaldes.

Zu den wichtigsten Exportprodukten gehören Eisenerz, Tonerde (Al2O3), Aluminium und Holz.

Moderne Sklaverei [Bearbeiten]

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Solch schwere Vorwürfe bedürfen entsprechender Belege --Marinebanker 19:14, 25. Dez. 2011 (CET)

Im Bundesstaat Pará werden regelmäßig Großgrund- und Fazenda-Besitzer bei der Beschäftigung von Sklavenarbeitern gefasst. Kirchliche und Menschenrechts-Vertreter werden systematisch mit dem Tode bedroht. Eine jährlich in allen Tageszeitungen veröffentlichte schwarzen Liste (Lista Negra) verzeichnet 50 brasilianische, teilweise prominente (Groß-) Unternehmen, die unbezahlte Sklavenarbeiter ausbeuten. Die Rekrutierung erfolgt überregional und organisiert. Die weite Verbreitung von Feuerwaffen ermöglicht die gewaltsame Hinderung der Flucht von den hunderte Quadratkilometer großen Fazendas, auf denen 2005 heimliche Friedhöfe entdeckt wurden. Durch Korruption werden Gerichtsprozesse auch auf Landesgerichtsebene be- und teilweise bis zur Verjährungsgrenze verhindert.

Eine Grundgesetzänderung, die betroffene Fazendas mit Enteignung bedrohen sollte, wurde durch eine starke Lobby im Senat vermieden. Am 24. Oktober 2005 wurde durch Volksentscheid mit 64 % ein Verbot von Feuerwaffen abgelehnt. In Brasilien sterben mit jährlich ca. 36.000 Menschen durch Schusswaffen mehr als in jedem anderen Land.

Größte Städte [Bearbeiten]

Catedral da Sé in der Altstadt von Belém

Die größten Städte mit ihrer Einwohnerzahl vom 1. Juli 2004 sind:

Siehe auch: Liste der Gemeinden in Pará

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Pará – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

-3.95-53.09Koordinaten: 4° S, 53° W