Léon Van Hove

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Léon Charles Van Hove (* 1924 in Brüssel; † 2. September 1990), war ein belgischer theoretischer Physiker. Sein Forschungsinteresse entwickelte sich von der Mathematik über die Festkörperphysik zur Kernphysik und Elementarteilchenphysik sowie zur Kosmologie.

Van Hove studierte Mathematik und Physik an der Université Libre de Bruxelles (ULB). 1946 promovierte er in Mathematik an der ULB. Ab 1949/1950 und 1952 bis 1954 arbeitete er am Princeton Institute for Advanced Study, wo er Robert Oppenheimer kennenlernte. Später arbeitete er am Brookhaven National Laboratory und war Professor und Direktor des Instituts für theoretische Physik an der Universität Utrecht in den Niederlanden. 1959 wurde er Leiter der Theorieabteilung des CERN. Nachdem er von 1971 bis 1974 geschäftsführender Direktor am Max-Planck-Institut für Physik in München war kehrte er ans CERN zurück, wo er 1976 bis 1980 Forschungsdirektor war und bis 1982 blieb.

1958 erhielt er den Francqui-Preis. 1962 erhielt er den Dannie-Heineman-Preis für mathematische Physik. 1971 erhielt er den Nessim Habib Preis der Universität Genf. 1974 erhielt er die Max-Planck-Medaille. Er war Ehrendoktor der Universitäten von Warschau (1975), Helsinki (1977), Pavia (1977). Seit 1959 war er Mitglied der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften, seit 1960 der Flämischen Akademie der Wissenschaften und seit 1961 der Königlich Belgischen Akademie der Wissenschaften. Seit 1974 war er auswärtiges Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften. 1964 wurde er Ehrenmitglied der American Association for the Advancement of Science. Er war Mitglied der American Physical Society.

Zu seinen Doktoranden zählt Martinus Veltman.

Literatur[Bearbeiten]

  • Alberto Giovannini (Herausgeber) The legacy of Léon Van Hove, World Scientific, 2000

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]