Lützenkirchen

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Dieser Artikel erläutert den Stadtteil Lützenkirchen in Leverkusen; zu anderen Bedeutungen siehe Lützenkirchen (Begriffsklärung).

51.0655555555567.057777777777890Koordinaten: 51° 3′ 56″ N, 7° 3′ 28″ O

Lützenkirchen
„Geteilt in Rot und Blau, oben ein wachsender, steigender, bekrönter silberner (weißer) doppelschwänziger Löwe; unten ein silberner (weißer) zweiblättriger Ast mit einer Birne.“
Höhe: 90 m
Fläche: 4,17 km²
Einwohner: 10.915 (31. Mai 2013)
Eingemeindung: 1930
Eingemeindet nach: Opladen
Postleitzahl: 51381
Vorwahl: 02171
Karte

Lage von Lützenkirchen in Leverkusen

Maurinuskirche

Lützenkirchen ist ein Stadtteil im Leverkusener Osten. Auf einer Fläche von 416,5 ha hat er 10.915 Einwohner (31. Mai 2013), die Bevölkerungsdichte beträgt 2617 Einwohner pro km².[1]

Lage[Bearbeiten]

Lützenkirchen grenzt im Osten an Burscheid, im Süden an Steinbüchel und Alkenrath, im Westen an Quettingen und im Norden an Bergisch Neukirchen. Die höchsten Stellen Lützenkirchens und ganz Leverkusens sind die beiden Hügel „Schöne Aussicht“ und „Herberg“.

Geschichte[Bearbeiten]

Historische Ansicht von Lützenkirchen mit alter und neuer Maurinuskirche sowie Annakapelle

Urkundlich erwähnt wurde Lützenkirchen als Lützelenkerke je nach Betrachtungsweise im Jahr 1155 oder 1165 in einer Urkunde der Abtei Deutz und ist somit einer der ältesten Leverkusener Stadtteile.

Im Jahre 1363 wurde Lützenkirchen Sitz eines Gerichts. Gegen 1717 siedelten sich zahlreiche Woll- und Leinenweber in Lützenkirchen an.

Bis zur frühen Neuzeit gehörte Lützenkirchen zum Amt Miselohe im Herzogtum Berg. Nach der Franzosenzeit kam Lützenkirchen im Jahre 1815 an das Königreich Preußen und war ein Teil des Kreises Opladen im Regierungsbezirk Düsseldorf.

In Lützenkirchen ist seit dem 12. Jahrhundert eine Pfarrei belegt. Eine erste Kirche bestand bis 1684, für die 1519 eine Glocke gegossen wurde. 1847 wurde die heutige Maurinus-Kirche nach dem Abbruch der zweiten, 1683-1686 erbauten Kirche geweiht. Die 1698 errichtete Annakapelle sowie die 1712 erbaute Kreuzkapelle existieren bis heute.

Die Infrastruktur Lützenkirchens wurde 1914 mit der Errichtung einer elektrischen Kleinbahn nach Opladen und 1927 mit dem Anschluss der Gemeinde an die Gasversorgung erheblich verbessert. 1955 lösten Busse der Bahnen des Rhein-Wupper-Kreises die Kleinbahn ab.

Im Zuge einer Gemeindereform 1930 schied Lützenkirchen aus der Bürgermeisterei mit Schlebusch aus und wurde zusammen mit Quettingen nach Opladen eingemeindet. Nach dem Zusammenschluss von Hitdorf, Opladen und Leverkusen zur neuen Stadt Leverkusen gehört Lützenkirchen seit dem 1. Januar 1975 zum Stadtbezirk III.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Industrie[Bearbeiten]

Die Lützenkirchener Weber waren für die Qualität ihrer Produkte bekannt. So stammten die meisten der auf der 1912 untergegangenen Titanic verwendeten Stoffe von ihnen.

Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Evangelische Kindertagesstätte
  • Katholischer Kindergarten St. Maurinus
  • Städtischer Kindergarten
  • Werner-Heisenberg-Gymnasium
  • Jugend- und Bürgerhaus Schöne Aussicht
  • Freiwillige Feuerwehr Leverkusen - Löschzug Lützenkirchen, Quettingen und Jugendfeuerwehr Gruppe 3
  • Schützenklause Lützenkirchen im Pfarrheim St. Maurinus

Literatur[Bearbeiten]

  • Leverkusener Informationen 2004, Herausgeber: Stadt Leverkusen, Leverkusen 2004.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Lützenkirchen. Abgerufen am 19. Juni 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Leverkusen-Lützenkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien