Regierungsbezirk Düsseldorf

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Wappen Karte
Landeswappen des Landes Nordrhein-Westfalen Lage des Regierungsbezirkes Düsseldorf in Deutschland
Basisdaten
Verwaltungssitz: Düsseldorf
Fläche: 5291,11 km²
Einwohner: 5.079.837 (30. Juni 2013) [1]
Bevölkerungsdichte: 960 Einwohner je km²
Bezirksgliederung: 56 Gemeinden
in 5 Kreisen und
10 kreisfreie Städte
Regierungspräsidium
Regierungspräsident: Anne Lütkes (Grüne)
Adresse des Regierungspräsidiums: Cecilienallee 2
40474 Düsseldorf
Webpräsenz: www.bezreg-duesseldorf.nrw.de
Lage des Regierungsbezirks Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen
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Der Regierungsbezirk Düsseldorf ist einer von fünf Regierungsbezirken im Land Nordrhein-Westfalen.

Seine Behörde heißt Bezirksregierung Düsseldorf und ist als Regierungspräsidium eine staatliche Mittelbehörde im grundsätzlich dreistufigen Aufbau der staatlichen Verwaltung des Landes. Sie ist die allgemeine Vertretung der Landesregierung im Regierungsbezirk, sie bündelt die Tätigkeiten der Fachressorts, sie übt Aufsicht aus und koordiniert das staatliche Handeln.[2] Ihren Hauptsitz hat sie im historischen Regierungsgebäude an der Cecilienallee 1–2 in Düsseldorf-Pempelfort.

Geographie[Bearbeiten]

Der Regierungsbezirk Düsseldorf liegt im Nordwesten von Nordrhein-Westfalen. Er ist bevölkerungsreich und sehr dicht besiedelt. Die Struktur des Bezirks ist überwiegend städtisch geprägt. Allein zehn kreisfreie Städte, davon vier im westlichen (Rheinischen) Ruhrgebiet gehören zu seinem Gebiet. Trotzdem werden etwa 52 % der Fläche landwirtschaftlich genutzt und ein Siebtel der Fläche ist bewaldet. Die höchste Erhebung im Regierungsbezirk ist der Brodtberg mit 378,86 m ü. NN in Remscheid.

Statistik[Bearbeiten]

Für Zwecke der Amtlichen Statistik der Europäischen Union ist in den Grenzen des Regierungsbezirks Düsseldorf die NUTS-Region DEA1 Düsseldorf eingerichtet worden.

Nachbarbezirke und -länder[Bearbeiten]

Der Regierungsbezirk Düsseldorf grenzt im Norden an den Regierungsbezirk Münster, im Osten an den Regierungsbezirk Arnsberg und im Süden an den Regierungsbezirk Köln sowie im Westen an die Niederlande.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte des Regierungsbezirks geht auf die Preußische Verordnung über die verbesserte Einrichtung der Provinzialbehörden“ vom 30. April 1815 zurück. Damals wurde Preußens Regierung und Verwaltung nach dem Wiener Kongress neu geordnet und die Provinzen in insgesamt 28 Regierungsbezirke eingeteilt, einer davon der Regierungsbezirk Düsseldorf. Wie die übrigen, so nahm auch die Regierung in Düsseldorf mit dem 22. April 1816 ihre Tätigkeit auf. Schon nach knapp sechs Jahren zum 22. Juni 1822 wurde der Klever Bezirk mit dem Düsseldorfer vereinigt. Gleichzeitig wurden die ursprünglich 18 Landkreise auf 13 reduziert.

Die Regierungspräsidenten[Bearbeiten]

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Stand 1822[Bearbeiten]

Kreise

Verzeichnis der Kreise und kreisfreien Städte[Bearbeiten]

Kreise[Bearbeiten]

  1. Kreis Dinslaken (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend im Kreis Wesel)
  2. Kreis Düsseldorf-Mettmann (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend nach Grenzkorrekturen Umbenennung in Kreis Mettmann)
  3. Kreis Geldern (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend im Kreis Kleve)
  4. Kreis Grevenbroich (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend nach Eingliederung der bisher kreisfreien Stadt Neuss und anderen Grenzkorrekturen Umbenennung in Kreis Neuss)
  5. Kreis Kempen-Krefeld (mit Wirkung vom 1. Januar 1969 Eingliederung der bisher kreisfreien Stadt Viersen und am 1. Januar 1975 Umbenennung in Kreis Viersen)
  6. Kreis Kleve (ab dem 1. Januar 1975 mit dem Kreis Geldern und Teilen der Kreise Moers und Rees bei Abtretung von Gemeinden an den Kreis Borken, Regierungsbezirk Münster)
  7. Kreis Mettmann (ab dem 1. Januar 1975 nach Umbenennung des Kreises Düsseldorf-Mettmann)
  8. Kreis Moers (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend im Kreis Wesel; Homberg und Rheinhausen Stadtteile von Duisburg)
  9. Kreis Neuss (ab dem 1. Januar 1975 nach Umbenennung des vergrößerten Kreises Grevenbroich bis zum 30. Juni 2003, jetzt Rhein-Kreis Neuss)
  10. Kreis Rees (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend in den Kreisen Wesel und Kleve)
  11. Rhein-Kreis Neuss (ab dem 1. Juli 2003, vorher Kreis Neuss)
  12. Rhein-Wupper-Kreis (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend auf die Stadt Leverkusen, den Rheinisch-Bergischen Kreis und den Oberbergischen Kreis [alle im Regierungsbezirk Köln] aufgeteilt)
  13. Kreis Viersen (ab dem 1. Januar 1975 nach Umbenennung des Kreises Kempen-Krefeld)
  14. Kreis Wesel (ab dem 1. Januar 1975 aus Teilen der Kreise Dinslaken, Moers, Rees sowie Kreise Borken und Recklinghausen[, beide im Regierungsbezirk Münster])

Kreisfreie Städte[Bearbeiten]

  1. Düsseldorf (am 1. Januar 1975 Vergrößerung durch Eingemeindungen, am 1. Juni 1976 Verlust der Gemeinde Monheim)
  2. Duisburg (am 1. Januar 1975 Vergrößerung durch Eingemeindungen)
  3. Essen (am 1. Januar 1975 Vergrößerung durch Eingemeindungen)
  4. Krefeld (am 1. Januar 1975 Vergrößerung durch Eingemeindungen)
  5. Leverkusen (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend Wechsel in den Regierungsbezirk Köln)
  6. Mülheim an der Ruhr (am 1. Januar 1975 Vergrößerung durch Eingemeindungen)
  7. München-Gladbach (Schreibweise und Aussprache der Stadt Mönchengladbach bis zum 19. Dezember 1950, danach Aussprache nur noch Mönchengladbach)
  8. Mönchengladbach (Schreibweise der Stadt Mönchengladbach ab dem 11. Oktober 1960; am 1. Januar 1975 Vergrößerung durch Eingemeindung der Stadt Rheydt)
  9. Neuß (bis 1968, Änderung der Schreibweise in Neuss)
  10. Neuss (ab 1968, vorher Neuß, am 1. Januar 1975 Eingliederung in den neuen Kreis Neuss)
  11. Oberhausen
  12. Remscheid (am 1. Januar 1975 Vergrößerung durch Eingemeindungen)
  13. Rheydt (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend Stadtteil der Stadt Mönchengladbach)
  14. Solingen (am 1. Januar 1975 Vergrößerung durch Eingemeindungen)
  15. Viersen (bis zum 31. Dezember 1969, am 1. Januar 1970 Eingliederung in den Kreis Kempen-Krefeld)
  16. Wuppertal (am 1. Januar 1975 Vergrößerung durch Eingemeindungen)

Aktueller Stand[Bearbeiten]

Seit dem 1. Januar 1975 gliedert sich der Regierungsbezirk Düsseldorf in fünf Kreise mit insgesamt 56 kreisangehörigen Gemeinden und zehn kreisfreie Städte.

Kreise Kreisfreie Städte

Literatur[Bearbeiten]

  • Gisbert Knopp: Die preußische Verwaltung des Regierungsbezirks Düsseldorf in den Jahren 1899–1919. Grote, Köln/Berlin 1974.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.it.nrw.de/statistik/a/daten/bevoelkerungszahlen_zensus/zensus_reg1_neu.html
  2. Stellung der Bezirksregierung im Verwaltungsaufbau des Landes NRW, Selbstdarstellung der Stellung und Aufgaben der Bezirksregierung Düsseldorf vom 19. Dezember 2012 im Portal brd.nrw.de, abgerufen am 17. August 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Regierungsbezirk Düsseldorf – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

51.446.59Koordinaten: 51° 26′ 24″ N, 6° 35′ 24″ O