Lantal

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Lantal Textiles AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1886
Sitz Langenthal, Schweiz
Leitung Urs Rickenbacher
(CEO)
Thomas Staehelin
(VR-Präsident)
Mitarbeiter 373 (FTE)
Umsatz 99 Mio. CHF (2013)
Branche Textilindustrie
Produkte Sitzbezüge, Vorhänge, Teppiche, Pneumatische KomfortsystemeVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.lantal.com

Lantal Textiles AG mit Sitz in Langenthal ist ein international tätiges Schweizer Unternehmen, das auf den Gebieten Design, Herstellung und Vertrieb von Textilien und Dienstleistungen für Flugzeuge, Busse, Eisenbahnwagen und Kreuzfahrtschiffe spezialisiert ist. Die Unternehmensgruppe beschäftigt knapp 400 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2013 einen Umsatz von fast 100 Millionen Schweizer Franken[1].

Tätigkeitsgebiet[Bearbeiten]

Das Familienunternehmen konzentriert sich auf die Bereiche Luft-, Bus- und Bahnverkehr, Kreuzfahrtschiffe sowie Möbelbezugsstoffe.

Für die internationale Zivilluftfahrt entwickelt und produziert Lantal brandschutzzertifizierte Sitzbezugsstoffe, Vorhänge, Velours, Teppiche, Leder, Kopfschonerbezüge und Wandverkleidungen für über 300 Fluggesellschaften und für die führenden Flugzeug- und Sitzhersteller der Welt. Als 2005 erstmals eingeführte Neuentwicklung stellt das Unternehmen auch pneumatische Sitzkissen und Systeme her. Die Entwicklung fand in Zusammenarbeit mit Sarna-Plastec, Maxon Motor und Dornier statt.[2]

Für den internationalen Bus- und Bahnverkehr entwickelt, fertigt und vertreibt Lantal Velours- und Flachgewebe sowie Teppiche für Bushersteller, Reiseveranstalter und Unternehmen des öffentlichen Verkehrs.

Für den amerikanischen Kreuzfahrtschiffmarkt stellt das Unternehmen Sitzbezugsstoffe aus Flachgewebe und Leder, Vorhangstoffe, Teppiche sowie Bettwäsche her.

Die Unternehmensgruppe produziert mit eigener Garnfärberei und Jacquardweberei in der Schweiz und den USA.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen ging aus der 1886 von Friedrich Baumann und Albert Brand gegründeten Firma Baumann & Brand hervor. Diese war in der Herstellung und im Handel von Leinen und Halbleinen tätig. Nachdem sich die beiden Unternehmer voneinander getrennt hatten, gründete Friedrich Baumann 1903 seine eigene Firma als Kollektivgesellschaft Baumann-Grütter. 1930 traten seine beiden Söhne Fritz und Willy Baumann in die Nachfolge ihres Vaters, worauf sie den Namen der Gesellschaft in Baumann-Grütter Söhne änderten.

1951 schied Willy Baumann aus der Gesellschaft aus, um die Möbelstoffweberei Langenthal AG, die heutige Lantal Textiles, zu gründen, die Textilien für die Möbelindustrie produzierte. Drei Jahre später gewann das Unternehmen mit der Fluggesellschaft KLM ihren ersten internationalen Kunden.

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Hermann Simon erwähnt die Lantal Textiles in seinem gleichnamigen Buch als Beispiel für einen „Hidden Champion“. (Hidden Champions des 21. Jahrhunderts : Die Erfolgsstrategien unbekannter Weltmarktführer. Campus, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-593-38380-4, S. 22)
  2. ECO – Kerosin sparen dank Hightech aus Langenthal. In: Schweizer Fernsehen. Abgerufen am 13. Juli 2010.