Le Pâquier FR

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FR ist das Kürzel für den Kanton Freiburg in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Le Pâquierf zu vermeiden.
Le Pâquier
Wappen von Le Pâquier
Staat: Schweiz
Kanton: Freiburg (FR)
Bezirk: Greyerzw
BFS-Nr.: 2145i1f3f4
Postleitzahl: 1661
Koordinaten: 570643 / 16030246.5933377.05555747Koordinaten: 46° 35′ 36″ N, 7° 3′ 20″ O; CH1903: 570643 / 160302
Höhe: 747 m ü. M.
Fläche: 4.50 km²
Einwohner: 1109 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 246 Einw. pro km²
Le Pâquier-Montbarry

Le Pâquier-Montbarry

Karte
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Le Pâquier (Freiburger Patois Le Patchi?/i) ist eine politische Gemeinde im Greyerzbezirk des Kantons Freiburg in der Schweiz. Zur Unterscheidung mit weiteren Ortschaften desselben Namens erhält das Dorf oft den inoffiziellen Zusatz Le Pâquier-Montbarry. Der frühere deutsche Name Rinderweide wird heute nicht mehr verwendet.

Geographie[Bearbeiten]

Le Pâquier

Le Pâquier liegt auf 747 m ü. M., 3 km südlich des Bezirkshauptortes Bulle (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich beidseits eines auf der Höhe La Chia entspringenden Baches, leicht erhöht am westlichen Rand des breiten Saanetals, im Greyerzerland am Alpennordfuss nördlich des Moléson.

Die Fläche des 4.5 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des Beckens von Bulle im freiburgischen Alpenvorland. Im Osten hat Le Pâquier einen kleinen Anteil an der Ebene zwischen La Tour-de-Trême und Gruyères, aus welcher der Waldhügel Sautaux (764 m ü. M.) aufragt. Nach Westen erstreckt sich das Gebiet den durch mehrere kleine Bäche zur Trême entwässerten Hang von Le Pâquier hinauf und erreicht mit 1'238 m ü. M. auf einer Waldhöhe am Rand des Moléson-Massivs den höchsten Punkt der Gemeinde. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 11 % auf Siedlungen, 17 % auf Wald und Gehölze und 72 % auf Landwirtschaft.

Zu Le Pâquier gehören einige Hofsiedlungen und Einzelhöfe. Nachbargemeinden von Le Pâquier sind Gruyères und Bulle.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Mit 1109 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) gehört Le Pâquier zu den kleineren Gemeinden des Kantons Freiburg. Von den Bewohnern sind 93.4 % französischsprachig, 4.0 % deutschsprachig und 1.2 % portugiesischsprachig (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Le Pâquier belief sich 1900 auf 392 Einwohner. Danach stieg die Bevölkerungszahl bis 1970 nur sehr langsam auf 496 Personen an. Erst seither wurde ein rasches Bevölkerungswachstum mit einer Verdoppelung der Einwohnerzahl innerhalb von 20 Jahren verzeichnet.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Le Pâquier war bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Heute haben die Viehzucht und die Milchwirtschaft sowie der Ackerbau nur noch eine geringe Bedeutung in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Weitere Arbeitsplätze sind im lokalen Kleingewerbe und im Dienstleistungssektor vorhanden. Es gibt einen bedeutenden Betrieb im Metall- und Stahlbau sowie ein Unternehmen der Werbebranche. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde entwickelt. Zahlreiche Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die in den Regionen Bulle und Freiburg arbeiten.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt abseits der grösseren Durchgangsstrassen, ist aber von Bulle beziehungsweise von La Tour-de-Trême leicht zu erreichen. Der nächste Anschluss an die Autobahn A12, die seit 1981 von Bern bis Vevey durchgehend geöffnet ist, befindet sich rund 6 km vom Ortskern entfernt. Am 23. Juli 1903 wurde die Eisenbahnlinie von Bulle nach Montbovon mit einem Bahnhof in Le Pâquier in Betrieb genommen.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet von Le Pâquier war schon sehr früh besiedelt, was durch Spuren belegt werden konnte, die 1910 entdeckt wurden und aus der mittleren Bronzezeit stammen. Seit dem Mittelalter war Le Pâquier Teil der Grafschaft Greyerz und teilte deren Geschicke. Das Dorf gehörte dabei zur Kastlanei La Tour-de-Trême.

Nachdem die Grafen von Greyerz 1554 Konkurs gingen, kam Le Pâquier 1555 an Freiburg und wurde der Vogtei Greyerz zugeteilt. Im Jahr 1784 wurde südlich des Dorfes eine Mineralquelle entdeckt. Das Quellwasser wurde für die Speisung der Bäder von Montbarry genutzt. Nach dem Zusammenbruch des Ancien régime (1798) gehörte Haut-Intyamon zunächst zur Präfektur und ab 1848 zum Bezirk Greyerz. Seit 1919 bildet Le Pâquier eine eigene Kirchgemeinde, vorher gehörte es zur Pfarrei Gruyères. Am Ortsrand befindet sich ein Karmelitinnenkloster. Heute steht die Fusion von Le Pâquier mit dem benachbarten Städtchen Gruyères zur Diskussion.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Le Pâquier FR – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)