Lens Flare

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Lens Flare (englisch lens flare = ‚Linsen-Lichtschein‘) ist die Bezeichnung für sichtbare Reflexionen und Streuungen von Gegenlicht in einem Linsensystem. Die deutsche Bezeichnung ist Blendenflecke oder Linsenreflexion.

Blendenflecke bei Gegenlicht

Fotografie[Bearbeiten]

In Fotografien stellen sich Blendenflecke häufig durch stern-, ring- oder kreisförmige Muster dar, die den Farbkontrast an den betroffenen Stellen verringern. Die Form der abgebildeten Reflexionen wird auch von den verwendeten Blendenlamellen beeinflusst, so dass sich beispielsweise bei einer Blende, die aus sechs Elementen besteht, hexagonale Muster ausbilden. Die Färbung der Blendenflecke kann sehr unterschiedlich ausfallen, da durch unterschiedlich starke Beugung bestimmter Lichtanteile sich auch Maxima bestimmter Farben bei einzelnen Reflexionsmustern herausbilden.

In der klassischen Fotografie werden Blendenflecke durch geeignete Linsenkonstruktionen, Streulichtblenden und/oder Polarisationsfiltern, zugunsten einer besseren Bildqualität unterdrückt. Filter neigen jedoch in der Regel dazu, zusätzliche Blendenflecke zu erzeugen. Bei künstlerischen Aufnahmen werden mitunter Blendenflecke bewusst genutzt, um besondere Wirkungen zu erzielen oder ein Bild realer wirken zu lassen.

Biologie[Bearbeiten]

Dieser Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Zum Einen wäre eine Quelle über das Auftreten dieses Effekts als Ursache der Blendung sinnvoll und zum Anderen ein Beleg dafür, dass sich die Leute nicht einfach an Fotos mit Lens Flares gewöhnt haben und deshalb Fotos ohne solche als unnatürlich(er) empfinden… --Carbenium (Diskussion) 14:56, 12. Dez. 2014 (CET)

Auch das menschliche Auge ist durch seine Linse von Blendenflecken betroffen – derartige Effekte treten immer an Grenzflächen von Medien mit unterschiedlicher optischer Dichte auf (hier: Luft → Linse und Linse → Glaskörper) . Das äußert sich in diesem Falle durch ungewollt verschleierndes Blenden, was somit eine mögliche Erklärung dafür liefert, warum viele Menschen Bilder mit Blendenflecken als lebensechter empfinden.

Einsatz als Stilmittel[Bearbeiten]

In Filmproduktionen treten Blendenflecke meist beim Einsatz anamorphotischer Objektive auf, wenn sich eine helle Lichtquelle knapp außerhalb des Bildes befindet. Sie werden von Regisseuren auch absichtlich als Stilmittel eingesetzt, so beispielsweise von J. J. Abrams in den Kinofilmen Star Trek (2009) und Super 8.

Teils werden Bildstörungen dieser Art absichtlich in computergenerierte (gerenderte) Bilder oder Filmsequenzen eingerechnet, um diese realistischer wirken zu lassen. Aus diesem Grund generieren auch viele Computerspiele Blendenflecke.

Weblinks[Bearbeiten]