Leonhard Badehorn

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Lucas Cranach d. J. Der Jurist Leonhard Badehorn (1510–1587) Gemäldegalerie, Berlin

Leonhard Badehorn (* 6. November 1510 in Meißen; † 1. Juli 1587 in Leipzig) war ein deutscher Jurist.

[Bearbeiten] Leben

Badehorn entstammte einem alten böhmischen Adelsgeschlecht. Er studierte in Leipzig, wo er zunächst Magister der freien Künste und der Philosophie wurde. Nach zwei Jahren als Rektor der Lateinschule in Annaberg kehrte er an die Universität Leipzig zurück, wo er als Professor an der Artistenfakultät wirkte. 1536 war er Dekan der philosophischen Fakultät, im Wintersemester 1537/38 Rektor, im Jahr 1538 wurde er in das Kleine Fürstenkollegium aufgenommen. Zwischen 1539 und 1544 weilte Badehorn in Italien, wo er Jura studierte und im Jahr 1544 in Padua zum Doktor beider Rechte promovierte. Wieder in Leipzig wirkte er nun an der Juristenfakultät, deren Senior er ab 1552 war. Im Wintersemester 1545/46 war Badehorn zum zweiten Male Rektor. Als Beisitzer des Leipziger Schöffenstuhls und des sächsischen Oberhofgerichts hatte Badehorn einen großen Einfluss auf das Rechtswesen im Kurfürstentum Sachsen. Als Gesandter des Herzogs Moritz von Sachsen vertrat Badehorn auf dem Konzil von Trient 1552 die Seite der Reformation. Im Jahr 1556 wurde Badehorn Ratsherr der Stadt Leipzig. In den Amtsjahren 1562/63, 1565/66, 1568/69 und 1571 war er Regierender Bürgermeister.

[Bearbeiten] Literatur

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