Leopold Horovitz

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Leopold Horovitz: Porträt von Leopold Stanisław Kronenberg

Leopold Horovitz (* 2. Februar 1837 in Rozgony; † 16. November 1917 in Wien) war ein Porträtmaler ungarischer Abstammung, seit 1868 in Warschau und seit 1893 in Wien tätig. Er war Vater von Armin Horovitz.

Seit 1850 studierte Leopold Horovitz Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Carl Joseph Geiger und Carl Wurzinger. Nach sieben Jahren beendete er das Studium mit dem Preis des 1. Grades.

1860 nach dem Besuch von Berlin, Dresden und München ließ er sich in Paris nieder, wo er bis 1868 blieb. Dort wurde er als Maler von Genreszenen und Porträts, insbesondere Kinderporträts, bekannt. Seine Bilder zeigten Einflüsse von Rembrandt, später auch Anthonis van Dyck. 1868 kam er nach Warschau. Oft besuchte er Budapest, Wien und Berlin, um adlige Damen zu porträtieren. In Warschau schuf er auch Bilder aus dem Leben der jüdischen Diaspora, wie „Gebete in einer Synagoge am Jahrestag der Zerstörung des Jerusalemer Tempels".

Eine hohe Anerkennung brachten ihm die Porträts von Georg Brandes, Mór Jókai, der Fürstin Sapieha und des Fürsten Zamoyski. Im Jahre 1891 wurde er mit einer Goldmedaille auf der Berliner Ausstellung geehrt. Seit 1893 war er in Wien tätig.

Sein Grab befindet sich auf dem alten jüdischen Friedhof am Wiener Zentralfriedhof (Tor 1; Gruppe 52a, Reihe 1, Nr. 17).

Literatur[Bearbeiten]

 Commons: Leopold Horowitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien