Leschnig

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Leschnig
Leśnik
Leschnig  Leśnik führt kein Wappen
Leschnig  Leśnik (Polen)
Leschnig  Leśnik
Leschnig
Leśnik
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Oppeln
Landkreis: Prudnik
Gmina: Oberglogau
Geographische Lage: 50° 23′ N, 17° 50′ O50.37517.839166666667Koordinaten: 50° 22′ 30″ N, 17° 50′ 21″ O
Einwohner:
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OPR
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Katowice
Ortseingang mit Ortstafel
Gefallenendenkmal

Leschnig, polnisch: Leśnik?/i, ist eine Ortschaft in Oberschlesien. Leschnig liegt in der Gemeinde Oberglogau (Głogówek) im Powiat Prudnicki (Kreis Neustadt O.S.) in der polnischen Woiwodschaft Oppeln.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Leschnig liegt vier Kilometer nordwestlich vom Gemeindesitz Oberglogau, 20 Kilometer östlich von der Kreisstadt Prudnik (Neustadt O.S.) und 34 Kilometer südlich von der Woiwodschaftshauptstadt Opole (Oppeln).

Östlich von Leschnig fließt ein Arm der Osobłoga (Hotzenplotz), einem Nebenfluss der Oder.

Nachbarorte[Bearbeiten]

Nachbarorte von Leschnig sind im Westen Blaschewitz (Błażejowice Dolne), im Nordosten Kerpen (Kierpień) und Repsch (Rzepcze), im Südosten die Stadt Oberglogau und im Süden Mochau (Mochów).

Geschichte[Bearbeiten]

1217 wurde erstmals urkundlich ein Ort namens „Lesnicia“ erwähnt, bei dem es sich vermutlich um Leschnig handelt, oder eventuell um Leschnitz bei Groß Strehlitz. In diesem Dokument verlieh Kasimir, Herzog von Oppeln, auf Rat des Bischofs Lorenz und anderen dem Dorf Freiheit.[1] 1388 folgte eine weitere Urkundliche Erwähnung. 1388 schenkte der Piastenherzog Ladislaus von Oppeln den Ort Leschnig mit weiteren Orten den Paulinern, die er im selben Jahr in Mochau ansiedeln ließ und ihnen ein Kloster erbaute. 1649 suchte die Pest das Dorf heim. 1865 war der Ort Teil der Gemeinde Wiese-Pauliner.[2][3]

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 90 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 16 für die Zugehörigkeit zu Polen.[4] Leschnig verblieb beim Deutschen Reich. 1933 lebten im Ort 159 Einwohner. Am 21. Juli 1936 wurde der Ort in Hegerswalde umbenannt. 1939 hatte der Ort 148 Einwohner.[5] Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Neustadt O.S.

1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung und wurde in Leśnik umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Oppeln und seit 1999 gehört er zum Powiat Prudnicki. Am 22. April 2009 wurde in der Gemeinde Oberglogau, der Leschnig angehört, Deutsch als zweite Amtssprache eingeführt. Am 1. Dezember 2009 erhielt der Ort zusätzlich den amtlichen deutschen Ortsnamen Leschnig.

Sehenswürdigkeiten und Denkmale[Bearbeiten]

  • Zwei Wegkapellen
  • Vier Wegkreuze aus den Jahren 1899, 1906, 1913 und 1954
  • Gefallenendenkmal für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs

Vereine[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Leschnig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Codex Diplomaticus Silesiae: Teil 7 - Regesten zur schlesischen Geschichte. Erster Theil. Bis zum Jahre 1250
  2. Vgl. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865
  3. Internetseite der Gemeinde, abgerufen im Juni 2012
  4. Vgl. Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921
  5. Deutsche Verwaltungsgeschichte: Landkreis Neustadt in Oberschlesien