Ljubiša Beara

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Ljubiša Beara (* 14. Juli 1939 in Sarajevo, Jugoslawien) war im Bosnienkrieg Oberst und Sicherheitschef des Generalstabs der Armee der Republika Srpska zur Zeit des Angriffs bosnisch-serbischer Truppen im Juli 1995 auf die Enklave Srebrenica und der darauf folgenden Tötungen und Hinrichtungen bosnisch-muslimischer Männer und Jungen. Zudem war er von 11. Juli 1995 bis 1. November 1995 für die bosnisch-muslimischen Gefangenen von Srebrenica zuständig.

Ljubiša Beara ist der Beteiligung an einer kriminellen Unternehmung angeklagt und steht derzeit vor dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag vor Gericht. Ihm und den Mitangeklagten wird vorgeworfen, unter Führung von General Ratko Mladić, dem Kommandeur der bosnisch-serbischen Truppen, am 12. und 13. Juli 1995 Frauen und Kinder aus der Enklave Srebrenica nach Kladanj vertrieben zu haben, tausende bosnisch-muslimische Männer und Jungen im Alter von 16 bis 60 Jahren in einem Zeitraum vom 12. Juli bis etwa zum 19. Juli 1995 gefangen genommen und außergerichtlich durch Exekutionskommandos hingerichtet und vergraben zu haben.

Laut Anklageschrift soll Beara an der Enthauptung von 80 bis 100 Muslimen in Potočari am 12. Juli 1995 beteiligt gewesen sein. „Ljubiša Beara wollte zwischen dem 11. Juli 1995 und 1. November 1995 den muslimischen Teil Bosniens als Teil einer nationalen, ethnischen oder religiösen Gruppe vernichten“, was laut Anklageschrift als Völkermord zu bewerten ist.

Ljubiša Beara wurde am 10. Juni 2010 wegen seiner Beteiligung am Massaker von Srebrenica vom Kriegsverbrechertribunal in Den Haag wegen Völkermordes zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Гаагский трибунал вынес приговор семи офицерам Армии боснийских сербов, Rossijskaja gazeta (russisch)

Weblinks[Bearbeiten]