Lombers

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Lombers (Lombèrs)
Wappen von Lombers
Lombers (Frankreich)
Lombers
Region Midi-Pyrénées
Département Tarn
Arrondissement Albi
Kanton Réalmont
Gemeindeverband Communauté de communes du Réalmontais.
Koordinaten 43° 48′ N, 2° 9′ O43.8052.1508333333333195Koordinaten: 43° 48′ N, 2° 9′ O
Höhe 177–321 m
Fläche 37,79 km²
Einwohner 1.077 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 28 Einw./km²
Postleitzahl 81120
INSEE-Code

Lombers (okzitanisch: Lombèrs) ist eine französische Gemeinde mit 1077 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Tarn in der Region Midi-Pyrénées.

Lage[Bearbeiten]

Lombers liegt etwa 17 Kilometer (Fahrtstrecke) in südlicher Richtung von Albi, im Tal des Flusses Assou. Réalmont, der Hauptort des Kantons, befindet sich etwa fünf Kilometer südöstlich. Der Weinort Gaillac liegt etwa 27 Kilometer nordwestlich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1968 1975 1982 1990 1999 2008
Einwohner 919 854 826 807 856 984

Bereits im Mittelalter war Lombers eine wichtige Stadt mit über 2.000 Einwohnern.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1032 findet sich die erste urkundliche Erwähnung der Burg (château) von Lombers. Sie stand auf einem Hügel nahe der heutigen Gemeinde. Im Jahr 1045 wird der Ort erstmals urkundlich erwähnt; im Jahre 1117 ist von einer Stadtbefestigung die Rede.

Um 1130 breitet sich allmählich der Katharerglaube in Lombers und seiner Umgebung aus; im Jahre 1165 fand hier ein Disput zwischen katholischen Würdenträgern der Region (darunter der Erzbischof von Narbonne Pons d’Arce) und katharischen 'Vollkommenen' (parfaits) statt. Das Treffen endete mit der verbalen Verurteilung des katharischen Glaubens; von nun an wurden die Katharer im Südwesten Frankreichs als Albigenser bezeichnet. Die Stadt wurde im Rahmen des Albigenserkreuzzugs (1209–1229) von den Truppen Simon de Montforts angegriffen, doch noch gegen Ende des 13. Jahrhunderts tagte – zur Ermittlung und Verurteilung von Ketzern – in Lombers ein Inquisitionstribunal.

In der Zeit der Hugenottenkriege (1562–1598) wechselte Lombers mehrmals die Fronten und griff sogar zweimal die größere Nachbarstadt Albi an. Im Sommer des Jahres 1622 wurde die Stadt von protestantischen Truppen belagert und eingenommen; anschließend wurde Lombers dem Erdboden gleichgemacht. Elf Jahre später erfolgte die vollkommene Zerstörung der Burg durch Soldaten des französischen Königs Ludwig XIII. und seines Kanzlers Richelieu.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Lombers bietet keinerlei Sehenswürdigkeiten; in der Umgebung finden sich einige Taubenhäuser (pigeonniers).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lombers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien