Louis-Pierre-Marie-François Baour-Lormian

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Louis-Pierre-Marie-François Baour-Lormian (* 24. März 1770 in Toulouse; † 18. September 1854 in Paris) war ein französischer Dichter.

Baour-Lormian übersetzte Torquato Tassos La Gerusalemme liberata (1575) unter dem Titel Befreites Jerusalem (La Jérusalem délivrée, Toulouse 1795, 1819 überarbeitet). Er ließ sich in Paris nieder und machte sich durch seine Satiren und Epigramme bald einen Namen. 1801 veröffentlichte er seine Übersetzung von James Macphersons Ossian, barde du troisième siècle: poésies galliques en vers français, eine Übersetzung in Versen, die den Ossianismus in Mode brachte.

1807 wurde seine Tragödie Omasis, ou Joseph en Égypte aufgeführt, nach Marie-Joseph Chéniers Urteil ein „frostiges Werk“, welches seinen Erfolg nur dem guten Stil und einigen Rührstellen verdankte; dagegen fiel Mahomet II. (1811) beim Publikum vollständig durch.

1815 wurde er Mitglied der Académie française. Dort galt er als Kämpfer für den Klassizismus, etwa in der Satire Canon d’alarme und auch in der 1829 mit sechs anderen eingereichten Bittschrift um Ausschließung des Romantizismus vom Théâtre français.

Zu erwähnen sind neben kleineren Gedichten, Epen und Balladen die

  • Veillées poétiques et morales, suivies des plus beaux fragmens d’ Young en vers français (1811), in Edward Youngs Manier,
  • der Roman Duranti, premier président du parlement de Toulouse, ou la Ligue en province (1828, 4 Bde.);
  • Légendes Ballades et Fabliaux (1829).

Als letztes und bestes Werk gilt die poetische Übersetzung des Buches Hiob (Le Livre de Job), die er vollendete, als er schon blind war.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Pierre Baour-Lormian – Quellen und Volltexte (französisch)
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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