Ludwig Weber (Pilot)

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Ludwig Weber (* 31. Oktober 1895; † 1991 in Beinwil am See, Schweiz) war ein deutscher Pilot. Er war Jagdpilot im Ersten Weltkrieg, Pilot bei der Firma Junkers, persönlicher Pilot des Kaisers Haile Selassie von Äthiopien, Fluglehrer der portugiesischen Luftwaffe und Leiter der brasilianischen Verkehrsgesellschaft Viação Aérea São Paulo (VASP). Er war der Fluglehrer von Hermann Frommherz und Hermann Göring und baute das erste Flugzeug Äthiopiens.
Ludwig Weber war auch Konstrukteur von Autos und Motorrädern 1924–1928 in Freiburg im Breisgau. Die von ihm und seinem Bruder konstruierten Fahrzeuge trugen den Namen LuWe, wobei das Hauptaugenmerk auf dem Sektor der Motorräder lag.

Laufbahn[Bearbeiten]

Ludwig Weber war von November 1916 bis November 1917 Jagdflieger in der Jagdstaffel 3 (Jasta 3) und flog eine Albatros D.II, Albatros D.V usw. Er wurde einmal abgeschossen und diente ab dem 17. November 1917 kurz als Fluglehrer in der Jagdstaffelschule I. In der Kampfeinsitzerstaffel 4b (Kest 4b), als Heimatschutzstaffel in Freiburg im Breisgau eingesetzt, erlebte er das Kriegsende.

Von 1926 bis 1928 war er Pilot eines Dietrich-Gobiet-Flugzeuges wahrscheinlich in Freiburg, um dann am 1. Juni 1928 als Pilot bei der Firma Junkers zu arbeiten.

1933 ging er im Auftrag der Firma nach Addis Abeba, um als persönlicher Pilot des Kaisers Haile Selassie die Luftfahrt in Äthiopien zu etablieren. Er baute nach eigenen Plänen das Flugzeug AETHIOPIEN I (wahrscheinlich war eine Meindl van Nes A VII (M7) das Vorbild) und flog dieses zum ersten Mal 1935. Dieses Flugzeug wurde in Einzelteilen nach Addis Abeba verfrachtet und dort von Ludwig Weber zusammengebaut. Zwei weitere Flugzeuge waren geplant, allerdings bedeutete die italienische Invasion im Oktober 1935 das Ende der Zusammenarbeit. Weber und seine Mannschaft verließen Äthiopien 1936.

Im selben Jahr ging Weber nach Portugal, um die dortige Luftwaffe an dem Flugzeug Junkers Ju 52/3m auszubilden. Im Frühjahr 1939 wurde er Leiter der neu gegründeten brasilianischen Verkehrsgesellschaft Viação Aérea São Paulo (VASP). Er beendete seine aktive Pilotenlaufbahn 1949 in São Paulo.

Seit 1975 lebte er in Beinwil am See in der Schweiz, wo er 1991 starb. Der Grabstein auf seinem Urnengrab trägt die Inschrift: Ludwig Weber-Heuri, 1895–1991. Darunter das Logo 'Alter Adler'.