Luren

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Luren-Tracht um 1921

Die Luren oder Loren sind eine zu den iranischen Völkern gehörende Ethnie mit Hauptsiedlungsgebiet um das Zagrosgebirge im westlichen Iran. Daneben gilt auch der Südosten des Irak als Siedlungsgebiet lurischer Stämme.[1]

Die lurische Kleidung ähnelt jener der antiken persischen Stämme und die lurische Sprache (Lorī) ist eine iranische Sprache, die eng mit dem Persischen verwandt ist. Lori wird in zwei Haupt-Dialekte geteilt. Lure Bozorg („größeres Lur“) wird im Süden von den Bachtiyaris gesprochen. Lure Kuchik („kleineres Lur“) ist im Norden im Siedlungsgebiet der Luren verbreitet. Sowohl die Luren im Norden als auch die im Lorestan lebenden Kurden teilen sich außerdem in die Gruppen Poshte Kuh („jenseits der Berge“) und Pishe Kuh („diesseits der Berge“).

Bis zum 20. Jahrhundert lebte die Mehrheit der Luren als nomadische Hirten, mit einer kleinen städtischen Minderheit in der Provinzhauptstadt Khorramabad. Die traditionellen Behausungen der Nomaden sind schwarze Zelte (siah tschador), offene Unterstände mit Blätterdach (kula) im Sommer und Steinhäuser (zemga) mit aus Lesesteinen geschichteten Wänden im Winter.

Während der Herrschaft Reza Schah Pahlavis wurden die Luren unterdrückt. Das vormals nomadische Volk wurde zur Sesshaftigkeit gezwungen und viele seiner Führer wurden hingerichtet, um sie gezielter „unter Kontrolle“ zu halten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Colin MacKinnon: Lurische Dialekte. In: Ehsan Yarshater (Hrsg.): Encyclopædia Iranica, Stand: 7. Januar 2011, eingesehen am 18. Juni 2012 (englisch, inkl. Literaturangaben)
  • Inge Demant Mortensen: Nomads of Luristan. History, Material Culture, and Pastoralism in Western Iran. The Carlsberg Foundation's Nomad Research Project. Thames and Hudson, London 1993

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. John Limbert: Journal of Iranian Studies, Band 1, Heft 2 (1968), S. 47