Mackenzie Mountains

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

p1

Mackenzie Mountains
Der Keele Peak in den Mackenzie Mountains

Der Keele Peak in den Mackenzie Mountains

Höchster Gipfel Keele Peak (2972 m)
Lage zwischen dem Territorium Yukon und den Nordwest-Territorien, Kanada
Mackenzie Mountains (Kanada)
Mackenzie Mountains
Koordinaten 65° N, 132° W64.666666666667-1322972Koordinaten: 65° N, 132° W
Fläche 330.000 km²
Virginia Falls, Nahanni National Park Reserve

Die Mackenzie Mountains sind eine Gebirgskette im nordwestlichen Kanada.

Topographie[Bearbeiten]

Die Mackenzie Mountains erstrecken sich über etwa 950 Kilometer in Nord-Süd-Richtung und etwa 800 Kilometer in Ost-West-Richtung zwischen dem Liard River und dem Peel River. Benachbarte Gebirge sind die Franklin Mountains jenseits des Mackenzie River im Osten und die Selwyn Mountains im Westen.[1][2]

Die Mackenzies bilden die Grenze zwischen den Nordwest-Territorien, die über 60 % des Gebirges umfassen und dem Territorium Yukon, in dem etwa 35 % des Gebirges liegen. Etwa 4 % liegen in British Columbia.[1] Der Nahanni-Nationalpark befindet sich im Süden der Mackenzie Mountains.

Der höchste Berg der Mackenzies ist der 2972 m hohe Keele Peak, der zweithöchste der Mount Sir James MacBrien mit 2762 m. Mit der Nahanni Range Road nach Tungsten und der Canol Road zum Macmillan Pass gibt es nur zwei Straßen, die in das kaum besiedelte Gebirge führen, beide aus dem Yukon.

Geologie[Bearbeiten]

Die Mackenzie Mountains werden vorwiegend von proterozoischen, paläozoischen und mesozoischen Gesteinen, vor allem Kalkstein und Siliziklastika, aufgebaut. Darüber hinaus sind Schiefer, Sand- und Schluffstein und Kalksedimente aus der Kreide zu finden.[3]

Die heutige Morphologie des Gebirges ist durch die Laramische Gebirgsbildung zwischen Oberkreide und Paläozän zurückzuführen.[3]

Der Gebirgszug enthält etwa 55 % der bekannten Weltreserven an Wolfram. Die Minenstadt Tungsten mit der Cantung Mine liegt in den Mackenzie Mountains.

Klima und Vegetation[Bearbeiten]

Das Klima in den Mackenzies ist von vergleichsweise milden Sommern und kalten Wintern (bis unter -50 °C) geprägt.[4] Die östlichen Abhänge der Mackenzie Mountains zählen mit jährlichen Niederschlagsmengen bis zu 750 mm zu den feuchtesten Gebieten im Yukon Territory.[5] Die Mackenzie Mountains bilden eine Wetterscheide zwischen dem von pazifischen Luftmassen geprägten Südwesten und dem Nordosten, der stark von der Beaufortsee beeinflusst ist.[6]

Die Vegetation der Mackenzie Mountains ist in tieferen Lagen von Weiß-Fichten- und subalpinen Tannenwäldern geprägt, in höheren Lagen folgt Strauchtundra.[6]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Mackenzie Mountains sind nach Alexander MacKenzie (1764-1820) benannt, einem schottisch-kanadischen Entdecker, der das Gebiet 1789 erkundete.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Mackenzie Mountains auf Peakbagger.com, abgerufen am 20. November 2011
  2.  MacNaughton, R B, Fallas, K M, Zantvoort, W: Qualitative Assessment of the Plateau fault as a conceptual hydrocarbonal play. Open File 5831. In: Geological Survey of Canada. Natural Resources Canada, 2008 (Google Books, abgerufen am 20. November 2011).
  3. a b  Y. Lemieux: Hydrocarbon Assessment Summary Report of Mountain river, Keele River, Ravensthroat/Redstone River and Drum Lake areas of interest. Open File 5576. In: Geological Survey of Canada. Natural Resources Canada, 2007 (Google Books, abgerufen am 20. November 2011).
  4. Mackenzie Mountains auf Peakware.com, abgerufen am 20. November 2011
  5.  William J. Cody: Flora of the Yukon Territory. In: National Research Council of Canada (Hrsg.): Monographs - Plant Sciences. NRC Research Press, 2000, ISBN 9780660181103, S. 2 (Google Books, abgerufen am 20. November 2011).
  6. a b  Linheng Liang, G. Peter Kershaw: Climate change in the Mackenzie Mountains, N.W.T., Canada. In: Climate Research. 5, Nr. 1-13, 23. Februar 1995, S. 2 (http://www.int-res.com/articles/cr/5/c005p001.pdf, abgerufen am 20. November 2011).
  7.  Barry M. Gough: First across the continent: Sir Alexander Mackenzie. In: The Oklahoma western biographies. 14, University of Oklahoma Press, 1997, ISBN 9780806130026, S. 212 (Google Books, abgerufen am 20. November 2011).