Makete

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Lage von Makete

Makete (z. T. auch 'Mwakete' geschrieben) ist einer von sieben Distrikten der Iringa-Region im südwestlichen Teil von Tansania, der 1979 mit der Politik der Ujamaa gegründet wurde; vorher gehörte die Gegend verwaltungstechnisch zu Njombe. Makete ist in sechs Divisionen und 17 Bezirke unterteilt. Die Volkszählung von 2002 ergab in den 97 Dörfern und Ortschaften eine Einwohnerzahl von 106.061 Einwohnern[1], von denen 45,8 Prozent männlich und 54,2 Prozent weiblich waren. Makete grenzt im Osten an Njombe, im Süden an Ludewa sowie im Westen und Norden an die Region Mbeya.

Die Fläche des Distriktes beträgt 5800 km², von denen allerdings nur 371 km² landwirtschaftlich genutzt werden können. Das Land befindet sich auf einer Höhenlage von 1500 bis 3000 Metern über dem Meeresspiegel und wird sowohl von den Livingstone-Bergen als auch von der Kette der Kipengere-Berge durchzogen. Die Temperaturen liegen auf den Bergen zwischen 2 und 20 °C sowie zwischen 20 und 30 °C auf der Hochebene, der Jahresniederschlag beläuft sich auf zwischen 1500 und 2800 mm in den Bergen und 300 bis 800 mm auf der Hochebene. Wichtige aus den Bergen kommende Flüsse sind Numbi, Kimani, Luvanyila und Ijangala[2].

Soziale Lage[Bearbeiten]

Die zur Zeit größten zu bewältigenden Herausforderungen für die Verwaltung sind eine bessere Verkehrsinfrastruktur sowie eine bessere Gesundheitsvorsorge. HIV/AIDS stellt eine besondere Herausforderung in der Region dar[3] [4] [5]. Die HIV-positiv-getesteten Personen stiegen von 1988 bis 2002 von 3.900 auf über 10.000 Personen an. Insbesondere die Fürsorge für verwaiste Kinder machen einen Großteil der Aufwendungen aus. Ein von der UNICEF gefördertes Programm Mama Mkubwa bietet hierfür finanzielle Unterstützung[6]. Annähernd fünf Prozent der Kinder bis 17 Jahre sind Vollwaisen[7]. Eine Vielzahl von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und glaubensbasierten Organisationen (FBO auf Englisch) betonen in ihrer Arbeit insbesondere den Kampf gegen Unter- und Mangelernährung.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Landwirtschaft trägt zum Lebensunterhalt der meisten Leute im Makete District wesentlich bei. Wegen der gemäßigten Temperaturen aufgrund der Höhenlagen werden überwiegend Weizen und Kartoffeln angebaut; auch sieht man Kürbis, Phaseolus-Bohnen und Erbsen weit verbreitet im Gemengeanbau. Ebenso sind klimatisch angepasste Obstbāume wie Pflaumen, Pfirsiche, Äpfel und Birnen weit verbreitet. Die Gegend ist auch für ihren Bambuswein (ulanzi) bekannt, der aus dem fermentierten Saft des Weinbambus (Oxytenanthera braunii) hergestellt wird[8]. Traditionell verdingen sich die Männer aus dem Makete-Distrikt als Pflücker auf den Teeplantagen des Landes. Erst vor kurzem wurde auch Mais in die Gegend eingeführt. Diverse Haustiere werden gehalten, wobei Rinder meistens auf Gemeindeweiden grasen, während Ziegen, Schweine und Hühner eher in Hausnähe gehalten werden. In einem Großteil der ländlichen Haushalte werden Meerschweinchen (Cavia porcellus) als Fleischtiere gehalten[9], allerdings kommen sie in amtlichen Statistiken kaum vor. Vor Ort nennt man die Tiere simbilisi, ein Kihehe-Wort. Die Blätter des Weinbambus werden in Makete üblicherweise an Meerschweinchen verfüttert.

Bezirke (Wards)[Bearbeiten]

Verwaltungstechnisch ist der Makete-Distrikt in die folgenden 17 Bezirke (Wards) unterteilt:

  • Bulongwa
  • Ikuwo
  • Iniho
  • Ipelele
  • Ipepo
  • Iwawa
  • Kigulu
  • Kipagalo
  • Kitulo
  • Lupalilo
  • Lupila
  • Mang'oto
  • Matamba
  • Mbalatse
  • Mfumbi
  • Mlondwe
  • Ukwama

Literatur[Bearbeiten]

  •  Ruth Evans: ‘We are managing our own lives . . . ’: Life transitions and care in sibling‐headed households affected by AIDS in Tanzania and Uganda. In: Area. 43, Nr. 4, 2011, S. 384-396, doi:10.1111/j.1475-4762.2010.00954.x.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:Nw8_P9svCiQJ:www.redet.udsm.ac.tz/pilot_districts/iringa.php+%22Makete+Population+106,061+Male%22&cd=3&hl=de&ct=clnk&gl=de
  2. http://www.ourmakete.org/index.html
  3. http://www.jlica.org/userfiles/file/Valerie%20Leach.pdf
  4. http://publications.ossrea.net/index.php?option=com_sobi2&sobi2Task=sobi2Details&sobi2Id=512&Itemid=0
  5. http://www.unesco.org/webworld/publications/media_aids/chapter_6.pdf
  6. http://www.unicef.org/infobycountry/files/Tanzania_Mama_Mkubwa.pdf
  7. http://www.ourmakete.org/index.html
  8. http://waynesword.palomar.edu/ecoph39.htm
  9. http://www.meinerundewelt.at/tag/meerschweinchen/