Manhattanhenge

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Sonnenuntergang entlang der 42. Straße

Als Manhattanhenge wird ein zweimal im Jahr auftretendes Phänomen bezeichnet, bei dem das Licht der untergehenden Sonne in gerader Linie durch die Schluchten der nach dem Commissioners’ Plan von 1811 gebauten Ost-West-Straßen von Manhattan in New York City fällt.

Die Bezeichnung wurde vom US-amerikanischen Astrophysiker Neil deGrasse Tyson geprägt, der im Jahr 2002 einen Artikel darüber in der Fachzeitschrift Natural History veröffentlichte und leitet sich von Stonehenge ab, das unter anderem zur Ermittlung des Tages der Sonnenwende genutzt worden sein soll. Für die Konstellation verwendete die New York Times auch den Begriff Manhattan Solstice (deutsch: Manhattan Sonnenwende), der jedoch irreführend ist, da es sich hierbei nicht um eine Sonnenwende handelt.[1] Das Phänomen tritt Ende Mai und Mitte Juli auf, also rund 3 Wochen vor bzw. nach der Sommersonnenwende.[2]

Anfang Dezember und Anfang Januar fällt das Licht der aufgehenden Sonne in ähnlicher Weise durch die Straßenschluchten.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wenn in Manhattan die rote Sonne im Teer versinkt
  2. Das Universum dreht sich um Manhattan in FAZ vom 19.Juli 2013, Seite 35

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Manhattanhenge – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien