Manul

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Manul
Manul (Felis manul)

Manul (Felis manul)

Systematik
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Katzenartige (Feloidea)
Familie: Katzen (Felidae)
Unterfamilie: Kleinkatzen (Felinae)
Gattung: Felis
Art: Manul
Wissenschaftlicher Name
Felis manul
(Pallas, 1776)
Manul
Manul

Der Manul (Felis manul), auch Pallaskatze (nach Peter Simon Pallas) genannt, ist eine kleine wilde Katze Zentralasiens.

Merkmale[Bearbeiten]

Ein Manul ist etwa so groß wie eine Hauskatze: Die Kopfrumpflänge beträgt 60 Zentimeter, hinzu kommen 25 Zentimeter Schwanz. Durch die stämmige Gestalt, die relativ kurzen Beine und das dichte, langhaarige Fell wirkt der Manul allerdings viel größer als eine Hauskatze. Das Fell ist ockergelb und trägt einige schwarze Querstreifen, die aber im dichten Haar nicht immer leicht zu sehen sind. Zwischen den drei Unterarten gibt es kleine Unterschiede in der Färbung. Sein Gewicht schwankt zwischen 2 und 4,5 Kilogramm.[1][2] Die Kombination von gedrungener Gestalt und dichtem Fell lassen den Manul einzigartig prall und plüschig wirken.

Lebensraum[Bearbeiten]

Verbreitet ist der Manul von Transkaukasien und dem nördlichen Iran über Afghanistan, Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan, Tadschikistan, Kirgisistan, Nord-Pakistan, Ladakh, Tibet und Xinjiang bis nach Südsibirien und in die Mongolei. Im Nordosten stößt er bis zum Baikalsee vor. Er lebt in felsigen Steppen, vorzugsweise im Gebirge, wo er in Höhen bis über 3.000 Metern vorkommt.[3]

Bestand und Gefährdung[Bearbeiten]

Der Gesamtbestand des Manuls wird von der IUCN auf weniger als 50.000 adulte Tiere geschätzt. Man geht auch davon aus, dass die Bestände weiter abnehmen. Dennoch wird der Manul als gering gefährdet („near threatened“) eingestuft.

Lebensweise[Bearbeiten]

Manule sind nachtaktive Einzelgänger, die den Tag in Felsspalten und Höhlen verschlafen. Seine Beutetiere sind Steinhühner, Pfeifhasen und Mäuse, die er nach Katzenart anschleicht.

Systematik[Bearbeiten]

In vielen Systematiken wird der Manul in einer eigenen Gattung, Otocolobus, geführt, da noch nicht klar ist, ob er mit den Luchsen nicht enger verwandt ist als die anderen kleineren und kleinen Katzen.[4] Wilson und Reeder ordnen ihn jedoch in die Gattung Felis ein.

Literatur[Bearbeiten]

  • D. E. Wilson, D. M. Reeder: Mammal Species of the World. Johns Hopkins University Press, Baltimore 2005, ISBN 0-8018-8221-4.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Manul – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Otocolobus manul in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2008. Eingestellt von: S. Ross u. a., 2008. Abgerufen am 6. Januar 2009

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Reginald Innes Pocock: Primates and Carnivora. 2. Auflage. Taylor and Francis, London 1939 (The Fauna of British India, Mammalia. Band 1).
  2. Arkadi Aleksandrovich Sludskiĭ, Vladimir Georgievich Geptner: Mlekopitayushchie Sovetskogo Soyuza. Vȳsshaya Shkola, Moskau 1972.
  3. Freiwillige Helfer sammeln wichtige neue Erkenntnisse über seltene und bedrohte Pallaskatze. In: Biosphere Expeditions. 26. Februar 2013, abgerufen am 27. Februar 2013.
  4. Hans Petsch, Rudolf Piechocki: Säugetiere. Urania, Berlin 2000, ISBN 3-332-01173-1, (Urania-Tierreich. Band 7), Seite 337