María Elena Walsh

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María Elena Walsh (1971)

María Elena Walsh (* 1. Februar 1930 in Ramos Mejía, Buenos Aires; † 10. Januar 2011 in Buenos Aires)[1] war eine argentinische Schriftstellerin und Journalistin.

Die Tochter eines Engländers schrieb mit 17 Jahren ihr erstes Buch, als sie an der Escuela Nacional de Bellas Artes studierte. Zuvor hatte sie als Fünfzehnjährige in zwei Zeitschriften ihre ersten Verse veröffentlicht. 1948 reiste sie auf Einladung von Juan Ramón Jiménez in die USA.

Von 1952 bis 1956 lebte die freisinnige Schriftstellerin im Pariser Exil, da ihr unter der faschistischen Regierung Peróns Repressionen drohten. In Paris trat sie u. a. zusammen mit Leda Valladares († 2012) als Duo auf und sang argentinische Folklore. Nach der Rückkehr hatte sie bis zur Wiedereinführung der Demokratie 1983 ständige Konflikte mit der Zensurbehörde der Militärdiktatur; gleichwohl bot ihr ihre Popularität einen gewissen Schutz. In der Presse prangerte sie Zensur, Vorurteile, autoritäre Strukturen, die Todesstrafe sowie die Benachteiligung der Frau an. Auch wenn ihre Themen konkret waren, behandelte sie den Stoff doch oft so generalisierend und kunstvoll, dass Texte von zeitloser Gültigkeit entstanden.

Seit 1959 schrieb sie neben Lyrik auch Drehbücher, Theaterstücke, Lieder, vor allem Kinderlieder, die in Argentinien weite Verbreitung fanden. In ihren Liedern für Erwachsene vermischen sich ihre lyrischen Volks- und Kunstlieder. So führt sie die Lyrik wieder zurück in eine längst vergangene Zeit, in der Lyrik nicht vorgelesen, sondern gesungen wurde.

1985 wurde Walsh als Ciudadano ilustre von Buenos Aires ausgezeichnet. Sie verstarb am 10. Januar 2011 im Sanatorio de la Trinidad in Buenos Aires.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: María Elena Walsh – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ellitoral.com (spanisch), abgerufen am 10. Januar 2011
  2. buenosairesherald.com (englisch), abgerufen am 10. Januar 2011