Maria Antonie Gabriele von Koháry

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Prinzessin Antonie Koháry

Maria Antonie Gabriele Koháry de Csábrág et Szitnya (* 2. Juli 1797 in Budapest; † 25. September 1862 in Wien) war eine ungarisch-österreichische Magnatin, Erbin des Hauses Koháry und Stammmutter der Linie Sachsen-Coburg-Gotha-Koháry. Ihr Sohn Ferdinand wurde 1837 König von Portugal, ihr Enkel Ferdinand 1887 König von Bulgarien und ihr Urenkel Ferdinand I. 1914 König von Rumänien. Sie war außerdem Urgroßmutter des letzten sächsischen Königs Friedrich August III.

Leben[Bearbeiten]

Antonie wurde als Tochter des Grafen Ferenc József Koháry (1760−1826) und dessen Gemahlin Antonia Gräfin von Waldstein zu Wartenberg (1771–1854) geboren. Der ältere Bruder Antonies war bereits im Alter von zwei Jahren 1795 gestorben und damit wurde sie zur Erbin des reichbegüterten Hauses Koháry.

Am 30. November 1815 heiratete sie in Wien Prinz Ferdinand Georg August von Sachsen-Coburg. Um ihre Ebenbürtigkeit zu erreichen wurde Antonies Vater durch den Kaiser 1815 als Fürst Koháry de Csábrág et Szitnya in den Fürstenstand erhoben und Antonie damit Prinzessin. Die umfangreichen Besitzungen Antonies in Niederösterreich, in Ungarn und in der heutigen Slowakei mit Gütern, Wäldern, Bergwerken, Fabriken umfasste mehr als 150.000 ha und machte die Coburger bis zum Ersten Weltkrieg zu den drei größten Landbesitzern Ungarns.

Antonie war die letzte Grundherrin von Schloss Ebenthal.

Sie hat im herzoglichen Mausoleum auf dem Coburger Friedhof am Glockenberg ihre letzte Ruhestätte.[1]

Nachkommen[Bearbeiten]

August, Viktoria,Leopold, Lithographie von Josef Kriehuber, 1838

Literatur[Bearbeiten]

  • Otto Posse: Die Wettiner, Leipzig 1891
  • Koháry in: Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911, S. 984.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Harald Sandner:Das Haus Sachsen-Coburg und Gotha 1826 bis 2001; Eine Dokumentation zum 175-jährigen Jubiläum des Stammhauses in Wort und Bild. Druck- und Verlagsanstalt Neue Presse, Coburg 2001, ISBN 3-00-008525-4, S.321