Martin Fiala (Komponist)

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Martin Fiala (* 28. Dezember 1964 in St. Pölten) ist ein österreichischer Komponist, Chorleiter und Musikpädagoge.

Biographie[Bearbeiten]

Martin Fiala besuchte das Bundesgymnasium Steyr und machte die Matura am Musikgymnasium Linz. Fiala studierte ab 1981 Musikwissenschaft an der Universität Wien und am Brucknerkonservatorium Linz Musiktheorie und Komposition. Er unternahm ethnologische Studienreisen nach Afrika, Asien und Südamerika und war seit 1989 als Musikschullehrer (Violine, Klavier, Chorerziehung, Streichorchester, Musiktheorie) tätig. Er ist seit 1991 musikalischer Leiter des Arbeitersängerbundes Stahlklang Steyr und wirkt seit 1993 auch als Dirigent des Männergesangvereins Sängerlust Steyr. Seit 2003 lehrt er das Fach "Komposition" an der Musikschule Steyr. Er komponiert sowohl für traditionelles Instrumentarium als auch elektronische, elektroakustische und Computermusik. Martin Fiala ist seit Ende November 2013 wieder interimistischer Chorleiter des Steyrer MGV Sängerlust.

Auszeichnungen und Preise[Bearbeiten]

Fiala erhielt 1986 und 1988 einen ersten Preis beim Österreichischen Jugendpreis für Komposition. 1996 wurde ihm die Anton Bruckner-Festmedaille für besondere Verdienste um das Chorwesen im Brucknerjahr 1996 zugesprochen (Oberösterreichisch-Salzburgischer Sängerbund). 2008 wurde er zum Konsulenten für Musikpflege in Würdigung langjähriger Verdienste von der Oberösterreichischen Landesregierung ernannt (Beschluss vom 5. Mai 2008) [1]

Werke Auswahl[Bearbeiten]

Fiala verfasste bis 1996 32 Werke. Die ersten zehn sind:

  • op. 1: Sonate für Gitarre solo, Es-Dur; (1983; Uraufführung am 8. April 1983 in Steyr, Petra Lehner - Gitarre; ca. 4'15).
  • op. 2:„Hoffnung“, Sonate für Violine, Gitarre und Klavier, c-moll; (1983; Uraufführung am 8. April 1983 in Steyr, Wolfgang Pötsch - Violine, Petra Lehner - Gitarre, und Werner Schröckmayr - Klavier; ca. 8'15).
  • op. 3:„Psalm 106“, für Sopransolo, gemischten Chor und Orgel; (1983; meiner Schwester Bettina zur Hochzeit gewidmet, Uraufführung am 25. Juni 1983 in Steyr-Christkindl, Elisabeth Würzburger - Sopran, Thomas Kerbl - Orgel, Ensemble aus dem Musikgymnasium Linz, Gesamtleitung: Martin L. Fiala; ca. 6').
  • op. 4: „facilities“, Sonate für Querflöte und Gitarre; (1985; Uraufführung am 23. September 1985 in Steyr, Gerhard Peyrer - Querflöte, Werner Kruglhuber - Gitarre; ca. 3').
  • op. 5: Fünf Miniaturen für Klavier solo; (1986; Uraufführung am 4. März 1988 in Steyr, Martin L. Fiala - Klavier, Helmut Gugerbauer - Klavier; ca. 5').
  • op. 6: Kadenzen zu W. A. Mozarts Violinkonzert - G-Dur, KV 216; (1987; Uraufführung am 25. Juni 1987 in Linz, Martin L. Fiala - Violine; ca. 4'20).
  • op. 7: „Odyssee oder die Stationen einer Kreuzfahrt“, Sonate für Horn und Klavier; (1987; Rundfunkproduktion am 23. Februar 1988 im Landesstudio Oberösterreich in Linz, Helmut Gugerbauer - Horn, Martin L. Fiala - Klavier; öffentliche Uraufführung im Konzert am 4. März 1988 in Steyr, Helmut Gugerbauer - Horn, Martin L. Fiala - Klavier; ca. 4'50).
  • op. 8: „Augenblicke“ oder „musical moments“, Sechs Dialoge für Violine und Klavier; (1987; Uraufführung am 5. März 1988 in St. Valentin, Christoph Bitzinger - Violine, Gerhard Geretschläger - Klavier; ca. 6'45).
  • op. 9: „Fünf Begegnungen“ für Violine und Schlaginstrumente; (1989; Uraufführung am 7. Februar 1990 in Linz, Bohumil Semik - Violine, Johann Gschwandtner - Schlagwerk, Michael Mitterlehner - Schlagwerk, Gottfried Preining -Schlagwerk; ca. 8'10).
  • op. 10: „Passacaglia“ für Orgel solo; (1996; Uraufführung am 26. Oktober 1996 in der Stadtpfarrkirche in Steyr, Helmut Gugerbauer - Orgel).

Lexigraphischer Eintrag[Bearbeiten]

  • Österreichisches Musiklexikon

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.ris.at/homes/magsteyr/amtsblatt/2008/amtsblatt2008-07.pdf

Weblinks[Bearbeiten]