St. Pölten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
St. Pölten
Wappen von St. Pölten
St. Pölten (Österreich)
St. Pölten
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Statutarstadt
Kfz-Kennzeichen: P
Fläche: 108,48 km²
Koordinaten: 48° 12′ N, 15° 38′ O48.20472222222215.626666666667267Koordinaten: 48° 12′ 17″ N, 15° 37′ 36″ O
Höhe: 267 m ü. A.
Einwohner: 52.145 (1. Jän. 2014)
Postleitzahlen: 3100, 3104, 3105, 3106, 3107, 3108, 3140, 3151, 3385
Vorwahl: 02742
Gemeindekennziffer: 3 02 01
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
3100 St. Pölten
Website: www.st-poelten.gv.at
Politik
Bürgermeister: Matthias Stadler (SPÖ)
Gemeinderat: (2011)
(42 Mitglieder)
 SPÖ: 25

 ÖVP: 11
 FPÖ: 4
 GRÜNE: 2

Lage der Statutarstadt St. Pölten
Bezirk Amstetten Bezirk Baden (Niederösterreich) Bezirk Bruck an der Leitha Bezirk Gänserndorf Bezirk Gmünd Bezirk Hollabrunn Bezirk Horn Bezirk Korneuburg Krems an der Donau Bezirk Krems-Land Bezirk Lilienfeld Bezirk Melk Bezirk Mistelbach Bezirk Mödling Bezirk Neunkirchen St. Pölten Bezirk Sankt Pölten-Land Bezirk Scheibbs Bezirk Tulln Bezirk Waidhofen an der Thaya Waidhofen an der Ybbs Wiener Neustadt Bezirk Wiener Neustadt-Land Bezirk Wien-Umgebung Bezirk Wien-Umgebung Bezirk Wien-Umgebung Bezirk Wien-Umgebung Bezirk ZwettlLage des Bezirks St. Pölten im Bundesland Niederösterreich (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
St. Pölten
St. Pölten
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

St. Pölten (amtlicher Name,[1] auch Sankt Pölten geschrieben) ist Landeshauptstadt und mit 52.145 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014.)[2] größte Stadt des österreichischen Bundeslandes Niederösterreich. Die Stadt befindet sich im Mostviertel und hat eine Fläche von 108,52 km², als Statutarstadt ist St. Pölten sowohl Gemeinde als auch Bezirk. St. Pölten liegt im Alpenvorland an der Traisen und ist seit der Steinzeit bewohnt. Die Stadt ist, je nach Definition, die oder zumindest eine der ältesten Städte Österreichs.

Inhaltsverzeichnis

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt am Fluss Traisen und befindet sich im nördlichen Alpenvorland, südlich der Wachau. Sie zählt somit zum Mostviertel, dem südwestlichen der vier Viertel Niederösterreichs.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadtteile

St. Pölten gliedert sich in elf Stadtteile, die wiederum in 42 Katastralgemeinden unterteilt werden.

  • Harland: Altmannsdorf, Windpassing
  • Ochsenburg: Dörfl bei Ochsenburg
  • Pottenbrunn: Pengersdorf, Wasserburg, Zwerndorf
  • Radlberg: Oberradlberg, Unterradlberg
  • Ratzersdorf
  • Spratzern: Matzersdorf, Pummersdorf, Schwadorf, Völtendorf
  • Stattersdorf
  • St. Georgen am Steinfelde: Eggendorf, Ganzendorf, Hart, Kreisberg, Mühlgang, Reitzersdorf, Steinfeld, Wetzersdorf, Wolfenberg, Wörth
  • St. Pölten: Hafing, Nadelbach, Teufelhof, Waitzendorf, Witzendorf
  • Viehofen: Ragelsdorf, Weitern
  • Wagram: Oberwagram, Oberzwischenbrunn, Unterwagram, Unterzwischenbrunn

Mit Ausnahme der Stadtteile Wagram und Radlberg existieren unter dem gleichen Namen auch Katastralgemeinden.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

An St. Pölten grenzen (von Norden im Uhrzeigersinn): Herzogenburg, Kapelln, Böheimkirchen, Pyhra, Wilhelmsburg, Ober-Grafendorf, Gerersdorf, Neidling, Karlstetten und Obritzberg-Rust.

Klima[Bearbeiten]

Das außeralpine Klima St. Pöltens ist bestimmt von mäßig kalten, eher trüben Wintern mit wenig Schnee sowie Sommern mit viel Sonne und wenig Niederschlag.

Die durchschnittliche Temperatur schwankt im langjährigen Monatsmittel zwischen -1,0 °C im Jänner und 19,1 °C im Juli, das Jahresmittel beträgt 9,2 °C. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge ist mit 29,5 mm im Jänner am geringsten und steigt bis zu 88,1 mm im Juli an. Die meisten Regentage verzeichnen die Sommermonate Juni und Juli mit 10,5 und 10,7 Tagen, im Oktober regnet es nur 6,5 Tage. Der Juli ist mit 7,6 durchschnittlichen Tagessonnenstunden der sonnigste Monat, im Dezember hingegen scheint die Sonne nur 1,5 Stunden.[3]


Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für St. Pölten
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 1,8 4,0 9,7 14,5 20,3 22,8 25,0 25,1 20,1 14,0 6,5 3,0 Ø 14
Min. Temperatur (°C) -3,3 -2,3 1,1 4,4 9,2 12,3 14,1 14,0 10,6 5,9 1,3 -1,7 Ø 5,5
Temperatur (°C) -1,0 0,4 4,7 8,9 14,3 17,2 19,1 18,9 14,5 9,1 3,5 0,4 Ø 9,2
Niederschlag (mm) 29,5 31,9 42,1 53,4 73,5 82,9 88,1 75,7 56,3 38,1 48,9 38,6 Σ 659
Sonnenstunden (h/d) 1,8 3,1 4,2 5,6 7,2 7,4 7,6 7,5 5,5 3,8 2,0 1,5 Ø 4,8
Regentage (d) 7,2 7,2 7,9 8,5 9,2 10,5 10,7 9,0 7,6 6,5 9,0 8,1 Σ 101,4
Luftfeuchtigkeit (%) 5,0 5,3 6,3 7,8 10,9 13,5 14,9 14,9 12,6 9,6 6,9 5,6 Ø 9,5
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
1,8
-3,3
4,0
-2,3
9,7
1,1
14,5
4,4
20,3
9,2
22,8
12,3
25,0
14,1
25,1
14,0
20,1
10,6
14,0
5,9
6,5
1,3
3,0
-1,7
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
29,5
31,9
42,1
53,4
73,5
82,9
88,1
75,7
56,3
38,1
48,9
38,6
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Klimadaten von Österreich 1971 - 2000, ZAMG, Station St. Pölten

Geschichte[Bearbeiten]

Steinzeit bis Eisenzeit[Bearbeiten]

Das Gebiet des heutigen St. Pölten war schon in der Jungsteinzeit, etwa seit dem 3. Jahrtausend v. Chr., besiedelt; so gibt es zahlreiche Funde der bemaltkeramischen Kultur. Auch Spuren der Bronzezeit, der Eisenzeit und der Kelten sind gefunden worden.

Die Römerstadt Aelium Cetium[Bearbeiten]

Hauptartikel: Aelium Cetium

Seit dem Ende des 1. Jahrhunderts bis etwa 450 befand sich die römische Stadt Aelium Cetium genau an der Stelle, wo im Mittelalter die Altstadt St. Pöltens entstand. Aelium Cetium war eine der bedeutendsten zivilen Versorgungsstädte der römischen Provinz Noricum, von der aus man mit einem Tagesmarsch etliche mit Soldaten belegten Grenzstädte an der Donau erreichen konnte. Archäologen konnten seit 1988 zahlreiche Funde dokumentieren und auch der römische Stadtplan ist in Umrissen bekannt; so stimmt etwa die Lage der heutigen Wiener Straße/Heßstraße mit der der römischen Hauptstraße überein. Auch die Geschichte der römischen Stadt ist ungefähr bekannt.

Während der 2. Hälfte des 4. Jahrhunderts begann das bewohnte Gebiet der römischen Stadt immer kleiner zu werden. In der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts hat der Großteil der Bevölkerung die Stadt verlassen, möglicherweise um in sichereren Siedlungen an der Donau Schutz zu finden. Der späteste Beleg antiken Lebens - ein Grab samt einer Schüssel - stammt in etwa aus dem Jahr 450.[4] Aelium Cetium war also verlassen und an seiner Stelle folgte eine jahrhundertelange Siedlungsunterbrechung.[5]

Siedlungsunterbrechung[Bearbeiten]

Vom 5. bis ins 8. Jahrhundert war die spätere Stadt St. Pölten zwar unbewohnt, jedoch gibt es in nahegelegenen, heute eingemeindeten Ortschaften Funde aus der Zeit der Völkerwanderung. So sind in den nördlich gelegenen Orten Pottenbrunn und Unterradlberg für die Zeit zwischen 500 und 550 Ansiedelungen von kleinen Langobardensippen nachgewiesen. Der Grund dafür, dass die Germanen die verfallenden Reste der leeren Römerstadt ungenutzt ließen, könnte ihre literarisch überlieferte[6] Stadtscheu gewesen sein.[7]

Ausgrabungen am Domplatz mit dem Markt im Hintergrund, 2013

Gründung St. Pöltens[Bearbeiten]

Die Ausdehnung des Frankenreichs 481 bis 814

Politische Vorgeschichte: Awarenreich und Fränkisches Reich

Voraussetzung für das Entstehen einer Siedlung im Gebiet des heutigen St. Pölten waren politische Umwälzungen in größerem Maßstab. In Mitteleuropa war seit dem Ende des 6. Jahrhunderts das zugezogene Volk der Awaren (zusammen mit angestammter Bevölkerung) ansässig, auch das Gebiet des heutigen Niederösterreichs gehörte vor der Gründung St. Pöltens zu ihrem Reich. Westlich des Awarenreichs lag zu dieser Zeit das Fränkische Reich, das sich unter Karl dem Großen ausdehnte, auch nach Osten hin. Nachdem es bereits zuvor zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Awaren und für das Fränkische Reich kämpfenden Truppen gekommen war, erfolgte 791 ein erster großer Feldzug Karls gegen die Awaren. In der Folge wurden die Awaren besiegt und verschwanden um 822 – zumindest als eigenständiges Volk – sogar völlig aus der Geschichte. Die herrschaftliche Erfassung durch das Fränkische Reich und die christliche Kirchenorganisation begannen in Niederösterreich also in den Jahren nach 791.[8] In diesen Jahren entstanden in Niederösterreich neue Siedlungen und Klöster, darunter aller Wahrscheinlichkeit nach auch das seither durchgehend bewohnte St. Pölten.

Die Gründung[Bearbeiten]

Viele der Fragen zur Gründung St. Pöltens sind nach heutigem Forschungsstand noch unbeantwortet. Sicher ist, dass es im Frühmittelalter im Bereich der heute von den Promenaden umgebenen Innenstadt sowohl ein Kloster (das Hippolytklosters) als auch eine weltliche Siedlung entstanden. Das archäologisch nachgewiesene Kloster wurde vom Kloster Tegernsee möglicherweise nach den Awarenfeldzügen Karls des Großen (ab 791), spätestens aber um 850 erbaut. Die Siedlung konnte archäologisch noch nicht nachgewiesen werden, sowohl Name wie Entstehungszeit und ihre Lage innerhalb der Altstadt sind in der Forschung umstritten. Möglicherweise ist sie mit dem Ort Treisma ident, der in Texten des 9. Jahrhunderts mehrmals erwähnt wird. Jedenfalls ist in einer Urkunde aus dem Jahr 976 von der Siedlung „Treisma“ beim „Kloster des Heiligen Hippolytus“ die Rede.[9]

Von diesem Kloster hat die Stadt ihren Namen erhalten: „Pölten“ ist eine eingedeutschte Form des männlichen Vornamens „Hippolyt“. Der Namenspatron der Stadt war der westliche Kirchenvater und erste Gegenpapst der Geschichte, Hippolyt von Rom (c. 170–230).

Wahrscheinlich begann die mittelalterliche Geschichte St. Pöltens Ende des 8. Jahrhunderts mit dem Bau des Hippolytklosters, das sich an der Stelle befand, wo heute das Bistumsgebäude St. Pölten steht. Der frühmittelalterliche Ort lag der gängigsten These zufolge westlich des Hippolytklosters auf dem Grund, der heute von der Klostergasse, der Grenzgasse, der Domgasse und der Kremser Gasse umgeben ist. Vermutlich handelte es sich dabei um ein typisches frühmittelalterliches Haufen- und Gassengruppendorf. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass es im frühen St. Pölten also zwei Grundherrschaftsbereiche auf engem Raum gegeben haben dürfte: das Hippolytkloster gehörte dem Kloster Tegernsee, die Siedlung Treisma gehörte Passau.[10]

Ein Zwingerturm der im 13. Jahrhundert erbauten St. Pöltner Stadtmauer und Reste einer daran anschließenden Ledererwerkstatt in der Dr.-Karl-Renner-Promenade 29, 2012.

Hippolytuskloster[Bearbeiten]

Das St. Pöltner Hippolytkloster im Nordost-Eckbereich der ehemaligen römischen Stadt wurde vom bayrischen Kloster Tegernsee vermutlich nach 791 erbaut. Da Karl der Große die von den Awaren eroberten Gebiete an Teilnehmer der Feldzüge vergab, ist anzunehmen, dass das bayrische Kloster Tegernsee auf diese Weise zu seine Besitzungen im St. Pöltner Raum gekommen war.[11] Das Hippolytuskloster war ein Benediktinerkloster und mit Reliquien des namengebenden Hippolyt von Rom ausgestattet. Vom Hippolytuskloster konnten bisher nur wenige in den späteren Neubau einbezogene bauliche Reste gefunden werden,[12] jedoch keine aus vorromanischer Zeit (vor 1000). Im heutigen Diözesanmuseum ausgestellte Keramikbruchstücke fand man hingegen schon für Zeit der Gründung des Klosters, 1949 im Kapitel- und 1951 sowie 1988 im Kapitelgarten des heutigen Bistumsgebäudes St. Pölten.[13] Frühe mittelalterliche Berichte, in denen das Hippolytuskloster erwähnt wird, stammen aus dem 10. Jahrhundert. Umstritten ist, ob die Gründungsgeschichte in der 1779 erschienen Historia Canoniae Sand-Hippolytanae[14] wahr ist, nach der die beiden Brüder Adalbert und Otkar das Kloster gründeten. Adalbert war jedenfalls von 765 bis 803/4 Abt von Tegernsee.[15]

Der Ort Treisma[Bearbeiten]

Außer von der Klostergründung ist in mittelalterlichen Texten aber auch von einem Ort Treisma die Rede, der sich allerdings nicht im Besitz Tegernsees sondern im Besitz Passaus befand. Die Forschung ist sich weitgehend einig, dass Treisma der alte Name des entstehenden St. Pölten war, dass also zumindest in einigen der in Frage kommenden Texte Treisma für St. Pölten steht.[16] Seine erste beiläufige Erwähnung erfährt der Ort Treisma in einer Urkunde für das Jahr 799.[17] Und auch in weiteren Erwähnungen der beiden folgenden Jahrhunderte ist von passauischem Besitz in Treisma die Rede, den sich die Bischöfe Passaus von weltlichen Herrschern durch Urkunden bestätigen ließen. Im 2. Viertel des 9. Jahrhunderts wurde Tegernsee Kommende des Bistums Passau, weshalb sich Bischof Pilgrim von Passau 976[18] auch den Besitz des St. Pöltner Hippolytkloster von Kaiser Otto II. bestätigen ließ.[15]

Stadtentwicklung[Bearbeiten]

Das Hippolytuskloster und die von ihm getrennte Siedlung waren die Keimzellen der mittelalterlichen Stadt. Die Entwicklung der St. Pöltner Altstadt, die im Hochmittelalter von der etwa 1253 bis 1286 errichteten St. Pöltner Stadtmauer umgeben wurde, kam allerdings erst um 1367 zu einem ersten Abschluss. Um diese Zeit war das Gebiet innerhalb der die Stadt umgebenden Stadtmauer erstmals weitgehend bebaut. Trotz der langen Siedlungspause nach Römerstadt war die mittelalterliche Stadtentwicklung stark von der Anlage Aelium Cetiums geprägt. Nicht nur, dass die verfallenen Ruinen abgetragen und ihre Substanz als Baumaterial verwendet wurde, einige der alten römischen Bauwerke – so etwa am Domplatz – hat man adaptiert und weitergenutzt. Auch einige der im Mittelalter neu angelegten Straßen und Plätze verlaufen bzw. liegen exakt dort, wo sich früher römische Straßen und Plätze befanden.

Hochmittelalter[Bearbeiten]

Das Marktrecht erhielt St. Pölten um 1050. Zur Stadt erhoben wurde St. Pölten 1159 durch Bischof Konrad von Passau. Sie ist damit vor Enns und Wien die älteste Stadt Österreichs, was allerdings nicht unumstritten ist.[19]

Der im Wesentlichen bis heute bestehende Neubau des St. Pöltner Klosters kurz nach seiner Errichtung, 1653

Spätmittelalter[Bearbeiten]

Im 13. Jahrhundert wurde die Stadt um einen Westteil mit dem Breiten Markt (heute Rathausplatz) planmäßig erweitert und mit einer Stadtmauer umgeben. Das Viertel um das Kloster wurde dem Propst des Stiftes unterstellt, während der passauische Teil eine städtische Verwaltung mit Richter und Rat erhielt.

Aus der Zeit um 1300 stammen die ersten Nachrichten über Juden in St. Pölten. In den Jahren 1306 und 1338 kam es zu Pogromen gegen St. Pöltner Juden.

1338 erfolgte die Verleihung eines neuen Stadtrechts durch Bischof Albrecht II. von Passau.

Bis zum Ende des Mittelalters blieb St. Pölten passauisch und wurde erst als Folge der Verpfändung der Stadt an König Matthias Corvinus von Ungarn landesfürstlich. 1481 verpfändete Bischof Friedrich Mauerkircher die Stadt dem ungarischen König, der sie zu einem seiner wichtigsten Stützpunkte in Niederösterreich im Kampf gegen Kaiser Friedrich III. machte und sehr förderte. 1487 verlieh er St. Pölten einen Wappenbrief, kurz darauf umfangreiche Maut- und Transportprivilegien. Nach der Vertreibung des Ungarnkönigs beanspruchte Maximilian I. im Frieden von Pressburg 1491 die Stadt als Kriegsbeute für sich und gab seine Ansprüche auch gegenüber dem eigentlichen Stadtherrn, dem Bischof von Passau, nicht mehr auf. Als landesfürstliche Stadt war St. Pölten im Landtag vertreten und erhielt 1538 von Ferdinand I. ein neues Wappen, das seine neue Stellung zum Ausdruck brachte.

Frühe Neuzeit[Bearbeiten]

Die St. Pöltner Stadtmauer erwies sich im Zuge des Ersten Österreichischen Türkenkriegs 1529 und des Großen Türkenkriegs 1683 als wirksamer Schutz gegen die Türken.

Nach 1560 bekannte sich ein Großteil der Bevölkerung zum evangelischen Glauben. Nach 1575 setzte die Gegenreformation in St. Pölten ein, die ab 1623 abgeschlossen war.

Der ehemalige Schlosser und Lokführer Hubert Schnofl war von 1919 bis 1933 Bürgermeister St. Pöltens.

Eine besondere Blütezeit erlebte St. Pölten[20] im 17. und 18. Jahrhundert. Jakob Prandtauer und Joseph Munggenast machten die Stadt zu einem Zentrum barocker Baukunst, das der um den Wiener Hof gruppierten Schule fast ebenbürtig zur Seite stand. Damals erhielt das Stadtbild mit dem Dom, der Karmelitinnenkirche, dem Institut der Englischen Fräulein, der Rathausfassade und mehreren Adelspalästen sein reizvolles barockes Aussehen. An der Domkirche (1722–1750) wirkten so namhafte Künstler wie Daniel Gran, Bartolomeo Altomonte und Tobias Pock mit. Im Zuge der katholischen Reform wurden neue Klöster gegründet, sodass die nur 29 Hektar umfassende Stadt um 1770 insgesamt sechs geistliche Niederlassungen zählte, von denen infolge der Klosteraufhebungen unter Kaiser Joseph II. nur das Institut der Englischen Fräulein (seit 1706) und das Franziskanerkloster (heute Philosophisch-Theologische Hochschule) bestehen blieben. Die josephinischen Reformen machten St. Pölten zum kirchlichen Zentrum: 1785 wurde das Bistum Wiener Neustadt nach St. Pölten transferiert und als Bischofssitz das zuvor aufgelöste Chorherrenstift bestimmt. Erster Bischof war bis 1792 Johann Heinrich von Kerens.

Nach den mittelalterlichen Pogromen verkehrten erst im 17. Jahrhundert wieder Juden in St. Pölten (als Händler). 1863 wurde die ca. 800 Mitglieder umfassende Kultusgemeinde St. Pölten gegründet. Ungefähr die Hälfte der Mitglieder lebte in der Stadt.

Nach dem Marsch auf St. Pölten zog Napoleon I. am 11. November 1805 kampflos ein und plünderte die Stadt. Auch 1809 war die Stadt von französischen Truppen besetzt.

St. Pöltner Notgeld von 1920
Notgeld St.Pölten 10 Heller.jpg Notgeld St.Pölten 20 Heller.jpg Notgeld St.Pölten 50 Heller.jpg
Die Heßstraße um 1890

Industrialisierung und erste Hälfte des 20. Jahrhunderts[Bearbeiten]

Mit der Eröffnung der Kaiserin Elisabeth-Bahn 1858, später Westbahn, und der späteren Errichtung weiterer Nebenbahnen entwickelte sich St. Pölten langsam zur Industriestadt. Seit dem 18. Jahrhundert kam es im Zuge der Industrialisierung zur Ansiedlung kleinerer Betriebe, darunter Hammerwerke, Papiermühlen, Tuchmacher und eine Kattunmanufaktur. Nach 1903 kam es zur Gründung wichtiger Großbetriebe wie der Papierfabrik Salzer, der Maschinenfabrik Voith, der 1. Österreichischen Glanzstoff-Fabrik AG und der Bahn-Werkstätten. Die Einwohnerzahl stieg sprunghaft an (1848: 4.500, 1880: 10.000, 1922: fast 22.000) und in den 1922 eingemeindeten Orten Viehofen, Ober- und Unterwagram, Teufelhof und Spratzern[21] entstanden neue Siedlungen. Mit der Verleihung eines eigenen Statuts 1922 wurde der neuen wirtschaftlichen Bedeutung St. Pöltens Rechnung getragen.

Die Wirtschaftskrise von 1930 machte aus dem Hoffnungsgebiet ein Notstandsgebiet mit tausenden Arbeitslosen.

Nach dem Zusammenbruch der K.u.K-Monarchie 1918 war St. Pölten von den politischen Nachkriegswirren in Österreich wie dem Bürgerkrieg 1934 und dem Anschluss Österreichs 1938 natürlich ebenfalls betroffen.

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg 1938–1945[Bearbeiten]

Machtergreifung[Bearbeiten]

Noch am 11. März 1938 gab es in St. Pölten Pro-Österreich-Kundgebungen und das Bundesheer rüstete sich gegen den Einmarsch deutscher Truppen.[22] Am Abend, nach der Aufgabe des österreichischen Kanzlers Schuschnigg, feierten in den Straßen jedoch bereits tausende St. Pöltner mit Hakenkreuzfahnen. Die St. Pöltner Nationalsozialisten versammelten sich, ernannten Hans Doblhofer zum Kreisleiter, Franz Pfister zum Bezirksleiter und Franz Hörhann zum Bürgermeister. Noch vor Mitternacht besetzten NSDAP und SA das Rathaus. Einen Tag später kam die in Österreich einmarschierende Wehrmacht auf ihrem Weg nach Wien bereits bis St. Pölten, wo sie jubelnd empfangen wurde. Am 14. März, einen Tag vor seiner Rede am Heldenplatz besuchte Adolf Hitler St. Pölten und aß mit Heinrich Himmler, Wilhelm Keitel und Martin Bormann im Hotel Pittner zu Mittag.[23]

Groß-St. Pölten[Bearbeiten]

Zwar wurde Krems die Gauhauptstadt des in „Niederdonau“ umbenannten Niederösterreichs, St. Pölten sollte nach NS-Planern allerdings zur „Gauwirtschaftsstadt“ werden, da es über Industrie, Bahnverbindungen und große verfügbare Flächen verfügte.[24] Man sprach von „Groß-St. Pölten“ und gliederte der Stadt zahlreiche Ortschaften [25] an. Unter den Nazis wurde nicht nur der riesige Luftwaffenstützpunkt im nahegelegenen Markersdorf gebaut, sondern auch das „Lager Spratzern“ (die spätere Kopal-Kaserne) und andere Heereseinrichtungen. Weiters wurde mit dem Bau einer Reichsautobahn von Salzburg über St. Pölten nach Wien begonnen und das Bahnnetz ausgebaut. Außerdem entstanden Wohnbauten wie die von 1938 bis 1940 erbaute „Volkswohnhausanlage“ (auch: Südtirolersiedlung).[26] Während der NS-Zeit hieß der Rathausplatz „Adolf-Hitler-Platz“, der Neugebäudeplatz „Platz der SA“.[27]

Judenverfolgung[Bearbeiten]

1938 hatte die jüdische Kultusgemeinde in St. Pölten 1.200 Mitglieder, davon lebten 400 in der Stadt selbst.[28] Bald begannen Organisationen wie der SD damit, Juden zu verhaften, auch Delogierungen, Berufsverbote (für Ärzte, Tierärzte, Apotheker und Anwälte), Beschimpfungen und Demütigungen stellten sich ein. Erster grausamer Höhepunkt war das Novemberpogrom 1938, in der Nacht des 9. November wurden von etwa 350 Uniformierten und Zivilisten die Synagoge St. Pölten sowie Geschäfte verwüstet und zahlreiche jüdische Bürger verhaftet.[29] Ab Mai 1940 gab es kaum noch Juden in St. Pölten, wer nicht verhaftet worden war und nicht emigrieren konnte wurde veranlasst, sich in Wien anzumelden. Am 7. Oktober 1941 verkündete der Bürgermeister, dass St. Pölten juden- und zigeunerfrei sei.[30] Drei Fälle sind bekannt, in denen es Juden gelang bis 1945 unentdeckt in St. Pölten zu überleben.[31] In finanzieller Hinsicht profitierten von der Vertreibung der Juden sowohl der Staat, die Stadtgemeinde wie Privatpersonen. Zahlreiche Geschäfte, Betriebe wie etwa die Schüller-Fabrik, Wohnungen und anderes Eigentum wurden enteignet. Die Synagoge diente als Lager für sowjetische Kriegsgefangene und die SA-Standarte 21, ein jüdischer Friedhof wurde vollständig zerstört, einen weiteren, heute noch existierenden, ließ man verwahrlosen. Besonders ab 1941 stiegen die Massenmorde in den KZs des dritten Reichs, nachweislich wurden mindestens 300 der 1.200 Mitglieder der St. Pöltner Kultusgemeinde ermordet, fast keiner kehrte nach dem Krieg nach St. Pölten zurück.[28]

Rüstungsbetriebe[Bearbeiten]

Im Laufe des Krieges erfolgte auch in St. Pölten in großem Maß die Umstellung der Produktion der Betriebe auf Rüstungsgüter. Zahlreiche Betriebe, darunter auch die größten, steigerten dabei ihre Produktion und Mitarbeiterzahlen stark.[32] Da nicht nur die Juden aus der Stadt verschwunden, sondern auch große Teile der restlichen männlichen Bevölkerung zur Wehrmacht eingezogen waren, begann man auch in St. Pölten in großem Maßstab nicht nur Frauen, sondern auch Zwangsarbeiter (Kriegsgefangene, Häftlinge) einzusetzen. Dies geschah in so gut wie allen Betrieben der Stadt, es kam dabei - wie im Lager für aus Ungarn deportierte Juden in der Viehofner Au - zu mindestens 400 Todesfällen oder Morden.[33]

Widerstand[Bearbeiten]

Der Widerstand gegen das NS-Regime nahm in St. Pölten im österreichischen Vergleich bedeutende Ausmaße an, auch wenn er weder politisch noch militärisch konkrete Erfolge aufweisen konnte. Der katholisch getragene Widerstand beschränkte sich vor allem auf illegalen Religionsunterricht, die Zeugen Jehovas verweigerten den Dienst an der Waffe und gegen Ende des Krieges organisierte das Grafenehepaar Trauttmansdorff eine überparteiliche Widerstandsgruppe (Widerstandsgruppe Kirchl-Trauttmansdorff). Zu den etwa 400 Verschwörern zählten vor allem Mitglieder der Oberschicht; Ziel war es, die Stadt den sowjetischen Truppen kampflos zu übergeben. Die Gruppe wurde jedoch durch eine V-Person infiltriert und verraten. Am 13. April wurden zwölf Mitglieder zum Tod verurteilt und im Hammerpark erschossen. Am bedeutendsten waren die Widerstandsgruppen, die aus der bereits zuvor starken Arbeiterbewegung hervorgingen und großteils von der illegalen KPÖ und ihrem Umfeld ausgingen.[34] In den größeren Betrieben der Stadt (Eisenbahnwerkstätte, Post, Voith, Glanzstoff, Salzer) organisierten sich Gruppen, die Propagandamaterial gegen das Regime druckten und Streiks sowie Sabotageakte (Sprengungen, Beschädigung von Maschinen, Diebstahl) durchführten.[35] Nach Verfolgungen durch die Gestapo gab es 1941 123 Gerichtsverfahren und 28 Todesurteile gegen Eisenbahner, darüber hinaus wurden 11 Mitarbeiter der Voith hingerichtet und 37 der Post verhaftet.[36]

Im April 1945 nahm die Rote Armee Wien und St. Pölten ein.

Krieg[Bearbeiten]

Im Juni 1944 kam es zu den ersten Luftangriffen durch Bomberverbände der Alliierten. Hauptziel war der Bahnhof. Die schwersten Bombardierungen erfolgten zu Ostern 1945. Es gab 591 Tote, von den 4.260 Häusern wurden 142 völlig zerstört, 233 mehr als zur Hälfte, weitere 2.701 leicht bis mittel. 3.500 Personen waren obdachlos, große Teile der Infrastruktur (etwa Gas- und Wasserversorgung) waren getroffen. Schutz boten zahlreiche damals entstandene Bunkeranlagen oder die Flucht aufs Land.[37]

Noch in den Anfangsmonaten des Jahres 1945 sprachen St. Pöltner NS-Führer vom Kampf bis zum letzten Mann, so wurden auch bis zuletzt Häftlinge, Fahnenflüchtige und Widerständler getötet.[38] Am 14. April 1945 startete schließlich der Angriff der Roten Armee auf St. Pölten. Nach der raschen Einnahme der Stadt am 15. April verlief die Front drei Wochen lang im Westen St. Pöltens. Während der Eroberung starben etwa 600 Zivilisten, 24.000 flüchteten und nur etwa 8000 Personen verblieben in der Stadt. Nach eigener Aussage hatten die sowjetischen Truppen versucht, der Stadt möglichst wenig Schaden zuzufügen; was auch vergleichsweise gut gelungen ist.[39] Der Kontakt zwischen den St. Pöltnern und den russischen Soldaten soll einerseits freundschaftlich gewesen sein - immerhin handelte es sich um eine Befreiung vom NS-Regime und das Ende des Krieges - andererseits war er vor allem zu Beginn von Plünderungen der Lebensmittel und zahlreichen Vergewaltigungen überschattet. Nach Ende der Kampfhandlungen zogen große Teile der in der Stadt stationierten Roten Armee wieder ab.[40]

Insgesamt hat der Krieg 39 % der Bausubstanz St. Pöltens zerstört oder schwerst beschädigt.[41]

Russische Besatzung und Wiederaufbau 1945–1955[Bearbeiten]

Mandatsverteilung nach Gemeinderatswahlen, 1945-2011

Politische Neuorganisation[Bearbeiten]

Am 16. April 1945 wurde der aus einer jüdischen Familie kommende 24-jährige Eisenwarenhändler Günther Benedikt von den sowjetischen Truppen als provisorischer Bürgermeister eingesetzt, allerdings nur für kurze Zeit. Franz Käfer, Heizer in der Glanzstoff und ehemaliger Schutzbundkommandant von Wagram, wechselte 1935 von den Sozialdemokraten zur KPÖ. Auf Befehl des russischen Stadtkommandanten Chomaiko wurde er am 13. Mai 1945 Bürgermeister St. Pöltens und blieb dies während der ersten fünf Jahre des Wiederaufbaus der Stadt. Im Gemeinderat saßen 10 Vertreter der KPÖ, 10 der SPÖ und 6 der ÖVP. Für einen Neubeginn forderte Käfer dazu auf, zusammenzuarbeiten und Persönliches wie Politisches zur Seite zu stellen. Die Gemeinderatsprotokolle der ersten Nachkriegsjahre vermitteln allgemein den Eindruck eines sachlichen und konstruktiven Arbeitsklimas und erst gegen Ende des Wiederaufbaus wurden die parteilichen Differenzen wieder spürbarer.[42] Bei den Landtagswahlen 1945 gewann die St. Pöltner SPÖ deutlich (SPÖ: 22 Mandate, ÖVP: 15, KPÖ: 6). Käfer trat daraufhin zwar zurück, blieb aber aufgrund der Intervention des sowjetischen Kommandanten doch noch bis zu den ersten Gemeinderatswahlen 1950 Bürgermeister. Mit dem Abzug der sowjetischen Truppen aus Niederösterreich nahm auch der Einfluss der KPÖ stark ab. Die Gemeinderatswahlergebnisse seit 1960 zeigen einen kontinuierlichen Abstieg von 13,2 % auf 0,8 % im Jahr 2001. Seitdem ist die KPÖ in St. Pölten nicht mehr angetreten. St. Pöltner Bürgermeister war von 1950 bis 1960 der Sozialdemokrat Wilhelm Steingötter.

Not, Wiederaufbau und USIA[Bearbeiten]

Nach dem Ende des Krieges herrschte zunächst bittere Not und Obdachlosigkeit. In den folgenden drei Jahren wurde Schutt geräumt, aber auch der Bahnhof, wichtige Versorgungsunternehmen und einige Traisenbrücken wiederaufgebaut. Erst danach begann die Gemeinde damit, Wohnhäuser, Schulen, Straßen, Kanäle usw. in größerem Stil neu zu errichten. Die meisten neuen Wohnungen innerhalb eines Jahres, nämlich 315, entstanden dabei 1952.[43] Die wirtschaftliche Situation war durch den Mangel von Gütern geprägt; es gab nur wenig zu kaufen und wenn, dann waren Konsumgüter aufgrund starker Teuerung schwer leistbar. Bekleidung, Möbel und vor allem Lebensmittel (manche Lebensmittel bis in die 1950er Jahre) bekam man gegen Bezugsscheine, die im Alumnat je nach Beruf, Alter, etc. ausgegeben wurden. Man wurstelte sich durch, es etablierte sich ein Schwarzmarkt, der bis etwa 1950 andauerte.[44] Die ärgste Not war 1953 auch für Einkommensschwächere überstanden, von Wohlstand konnte man allerdings noch lange nicht sprechen. Die Wohnungsmieten waren in den Jahren nach dem Krieg niedrig. Der Grund dafür waren Mietgesetze, aber auch der schlechte Zustand der bewohnten Barackensiedlungen (beispielsweise in der Herzogenburgerstraße) und Zinshäuser.[45]

Nach Kriegsende begann die Rote Armee mit der Demontage deutschen Eigentums (vor allem Maschinen in Großbetrieben wie der Voith und der Glanzstoff), stoppte diese aber und organisierte die Wiederaufnahme der Produktion als klar wurde, dass die Besatzung länger andauern würde. Alle Betriebe, die man als deutsches Eigentum ansah, fasste man seit dem 27. Juni 1946 im USIA-Konzern zusammen. Die wenigen Unternehmen, die wie die Voith Gewinne machten, hatten diese als Reparationszahlung an die Sowjetunion abzuliefern.[46] Für den Arbeitsmarkt waren die USIA-Betriebe ein Stabilitätsfaktor, trotzdem stieg die Arbeitslosenrate in St. Pölten 1953 auf über neun Prozent.[47]

Ende der Besatzungszeit[Bearbeiten]

Am 10. Februar 1955 wurden zahlreiche Eingemeindungen der NS-Zeit per Landtagsbeschluss, größtenteils nach Abstimmungen der Bevölkerung, wieder zurückgenommen.[48] Das Gemeindegebiet sank auf 43,23 km² mit 38.563 Einwohnern. St. Pölten war danach die achtgrößte Stadt Österreichs und blieb die größte Niederösterreichs.[49]

Im Mai 1955 wurde der Staatsvertrag unterzeichnet, im August 1955 begann der Abzug der sowjetischen Truppen aus St. Pölten und am 13. September verließen die letzten Soldaten die Stadt.[50] Wurden die von den Russen besetzten Teile Österreichs wirtschaftlich benachteiligt, so hatten die im August 1955 an die österreichische Bundesregierung übergebenen USIA-Betriebe danach auch noch Kredite offen und sechs Jahre lang Sachwerte an die Sowjetunion zu leisten. Die Bundesregierung wiederum sollte die 280 niederösterreichischen USIA-Betriebe an die ursprünglichen Eigentümer zurückgeben.[51]

Seit 1955[Bearbeiten]

1972 überschritt die Stadt durch die Eingemeindungen von unter anderen Ochsenburg, Pottenbrunn und St. Georgen erstmals die 50.000-Einwohner-Grenze.

Hauptstadtfrage[Bearbeiten]

Zur Landeshauptstadt von Niederösterreich wurde St. Pölten mit Landtagsbeschluss vom 10. Juli 1986. St. Pölten hatte sich zuvor mit 45 % bei einer Volksbefragung am 1. und 2. März 1986 gegen Krems (29 %), Baden (8 %), Tulln (5 %) und Wiener Neustadt (4 %) durchgesetzt. Seit 1997 ist St. Pölten nach dem Auszug der Landesbehörden aus Wien und dem Bau des Landhausviertels auch Sitz der niederösterreichischen Landesregierung.

Am 9. Juli 1999 erhielt die Stadt für ihre Verdienste bei den internationalen Aktivitäten, den Städtepartnerschaften und als Federführer des „Kooperationsnetzwerkes Europäischer Mittelstädte“ die Ehrenplakette des Europarates. Während der Sitzung des Europarates am 26. April 2001 wurde St. Pölten der Europapreis verliehen. 2002 erfolgte die Eröffnung des Niederösterreichischen Landesmuseums.

Kurt Krenn, der seit 1991 amtierende und heftig umstrittene St. Pöltner Bischof, reichte am 20. September 2004 nach Vorfällen im Priesterseminar sein Rücktrittsgesuch ein. Klaus Küng wurde zum 17. Bischof der Diözese St. Pölten ernannt.

In St. Pölten befindet sich auch die Evangelische Superintendentur A. B. Niederösterreich, die 1998 aus Bad Vöslau hierher verlegt wurde. Amtierender Superintendent ist Paul Weiland.

Die Gasexplosion in St. Pölten 2010 tötete im Juni des Jahres fünf Menschen und verursachte hohe Sachschäden.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat und Stadtsenat[Bearbeiten]

 %
60
50
40
30
20
10
0
56,8 %
(-2,8 %p)
25,3 %
(+1,1 %p)
10,7 %
(+2,6 %p)
4,9 %
(-2,3 %p)
2,4 %
(+1,5 %p)
2006

2011

Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
c 2006 traten Nonner und FPÖ getrennt an.
Sitzverteilung in Gemeinderat und Stadtsenat nach der Wahl 2011

Der Gemeinderat besteht aus 42 Mitgliedern. Seit der Gemeinderatswahl 2011 sind 25 Mandate von der SPÖ besetzt, elf von der ÖVP, vier von der FPÖ sowie zwei von den Grünen.

Der Stadtsenat besteht aus erstem und zweitem Vizebürgermeister sowie elf weiteren Mitgliedern, die Mitglieder des Stadtsenates sind zugleich auch Mitglieder des Gemeinderates. Seit der Gemeinderatswahl 2011 besteht er aus acht Mitgliedern der SPÖ, vier der ÖVP sowie einem der FPÖ.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Das Amt des Bürgermeisters bekleidet Matthias Stadler (SPÖ), 1. Vizebürgermeister ist Franz Gunacker (SPÖ),[52] 2. Vizebürgermeister ist seit 2011 Matthias Adl (ÖVP).[53]

Wappen, Farben und Siegel[Bearbeiten]

Das der Stadt St. Pölten von König Ferdinand I. am 3. November 1538 verliehene Stadtwappen besteht aus zwei Teilen. Der heraldisch rechte (vom Betrachter aus linke) Teil zeigt den umgekehrten österreichischen Bindenschild als Zeichen der landesfürstlichen Zugehörigkeit der Stadt. Der heraldisch linke Teil mit dem aufrecht stehenden Wolf ist Ausdruck der Herkunft aus dem Besitz des Bistums Passau. Das Pedum (Bischofsstab), das der Wolf im 15. Jahrhundert in den Tatzen hielt, ist verschwunden.

Die Beschreibung des aktuellen Wappens der Landeshauptstadt St. Pölten lautet:
„Gespalten von Silber und Blau; vorne ein roter Balken, hinten ein nach vorn gewandter wachsender silberner, rotgezungter und goldbewehrter Wolf.“

Die Farben der Stadt sind rot-gelb. Das Siegel der Stadt weist das Stadtwappen mit der Umschrift „Landeshauptstadt St. Pölten“ auf. Das Amtssiegel des Magistrates weist das Wappen und die Umschrift „Magistrat der Stadt St. Pölten“ auf.

Die Stadt verwendet seit den 1960er Jahren verschiedene Logos in Publikationen. Diese spiegeln die Entwicklungen der Stadt wider. So lautete der Text des ab 1986 benutzten Logos Landeshauptstadt St. Pölten, das aktuelle zeigt neben den stilisierten Sternen der Europaflagge den Text St. Pölten mitten in europa.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Altoona, Pennsylvania, (Vereinigte Staaten), seit 2000
  • TschechienTschechien Brünn (Tschechien), seit 1990
  • FrankreichFrankreich Clichy (Frankreich), seit 1968
  • DeutschlandDeutschland Heidenheim (Deutschland), seit 1967
  • JapanJapan Kurashiki (Japan), seit 1957
  • China VolksrepublikVolksrepublik China Wuhan (Volksrepublik China), seit 2005[54]

E-Government[Bearbeiten]

Für Bürger, die ihren Hauptwohnsitz in St. Pölten haben, bietet die Stadtverwaltung elektronische Formulare an, wodurch der Weg auf das Amt erspart wird. Die Onlineformulare können von zuhause ausgefüllt werden und dann direkt an die zugehörige Magistratsstelle versendet werden. Die Formulare basieren auf der Formularlösung AFORMSOLUTION des österreichischen IT-Unternehmens aforms2web und umfassen u.a. Formulare für Förderungsanträge oder diverse Ansuchen für die Stadt St. Pölten.[55]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Seit dem Jahr 1869 liegen von der Statistik Austria erhobene Daten vor.[56]

Gesellschaft[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Im Jahr 2011 hat die Stadt St. Pölten 178.071.808,34 Euro eingenommen und exakt denselben Betrag ausgegeben.[57]

Arbeitsstätten und Beschäftigte[Bearbeiten]

Jahr Arbeitsstätten Beschäftigte
1991[58] 000000000002131.00000000002.131 000000000030544.000000000030.544
2001[59] 000000000002711.00000000002.711 000000000040041.000000000040.041
2006[60] 000000000003764.00000000003.764 Expression-Fehler: Unerwarteter Operator /Expression-Fehler: Fehlender Operand für --

Per Stichtag 15. Mai 2001 arbeiteten in St. Pölten 40.041 Personen an 2.711 Arbeitsstätten. Davon beschäftigten die 23 größten Arbeitsstätten mehr als je 199 Arbeitnehmer, die 1.676 kleinsten 0 bis 4 Arbeitnehmer. Von den 23 größten Arbeitsstätten fielen 6 in den Produktionssektor, 17 in den Dienstleistungssektor.[59] Die 3 größten Arbeitsstätten 2001 beschäftigten jeweils über 999 Personen[61] (darunter das Krankenhaus und das Regierungsviertel).

Pendler[Bearbeiten]

Im Jahr 2001 arbeiteten 16.347 St. Pöltner in St. Pölten, 6.035 pendelten nach außerhalb zu ihrer Arbeit. Umgekehrt pendelten - da weit mehr Arbeitsplätze vorhanden sind als St. Pöltner Erwerbstätige - 24.866 Personen (rund 60 % aller in St. Pölten Erwerbstätigen) von außerhalb nach St. Pölten zu ihrer Arbeit. Das ergibt 41.213 in St. Pölten erwerbstätige Personen im Jahr 2001.[62]

Medien[Bearbeiten]

Einige Medienunternehmen haben in St. Pölten ihren Sitz oder ihre Verwaltung. Dazu zählen MFG-Das Magazin, ein monatlich erscheinendes unabhängiges Printmedium, @cetera, Campus Radio 94.4, der Radiosender der Fachhochschule, und HiT FM, ein weiterer Radiosender. Daneben gibt es noch den Österreichischen Rundfunk (ORF) für Niederösterreich, den Regionalfernsehsender N1 und den Privatsender P3tv. Die Redaktionen für den Raum Niederösterreich der Austria Presse Agentur (APA), des Kurier und Der Presse haben hier ebenfalls ihren Sitz.

Das Niederösterreichische Pressehaus in St. Pölten ist Herausgeber der Niederösterreichischen Nachrichten (NÖN), der Burgenländischen Volkszeitung (BVZ), der NÖ-Rundschau, Unser Gratisblatt, der Neuen Stadtzeitung und der Landeshauptstadt-Zeitung.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Das Sunpor-Werk in Radlberg

Produktionsbetriebe[Bearbeiten]

Die Fernwärmeversorgung der Stadt wird durch die Fernwärme St. Pölten GmbH durchgeführt. Diese ist eine Tochtergesellschaft der Stadt St. Pölten und der EVN. Die Wärme wird seit 2009 zu zwei Drittel von der EVN Wärme über die 31 km lange Fernwärmetransportleitung vom Kraftwerk Dürnrohr geliefert.[63] Fast alle an das Fernwärmenetz angeschlossenen Gebäude der Stadt werden mit dieser Wärme versorgt.

Seit 1904 gibt es die Voith St. Pölten. Die heutige Voith Austria Holding mit Firmensitz in St. Pölten fertigt vor allem Papiermaschinen, Turbinen und Turbogetriebe. Zählte die Voith St. Pölten 1961 noch 3.031 Beschäftigte, waren es 2012 nur noch 870 bei einem Jahresumsatz von 271,2 Millionen Euro.

Die 1986 gegründete und sich im Alleinbesitz der norwegischen O.N. Sunde AS befindliche Sunpor Kunststoff GmbH unterhält zwei Produktionsstandorte in den Stadtteilen Radlberg und Stattersdorf. Das Unternehmen beliefert insbesondere die Hersteller von Wärmedämmplatten für die Gebäudedämmung, hatte 2009 160 Mitarbeiter und einen Umsatz von 140 Millionen Euro.[64]

In Unterradlberg befindet sich seit 1970 ein Standort der Egger Gruppe, der Spanplatten (2012: 360 Mitarbeiter), die radlberger Getränke und in einer Brauerei das Egger Bier herstellt.[65]

Am Standort der heutigen Papierfabrik in Stattersdorf wird bereits seit 1579 Papier erzeugt, seit 1798 ist sie im Besitz der Familie Salzer (heute Salzer Papier GmbH).[66]

Im Stadtteil Pottenbrunn befindet sich ein Werk des Schweizer Konzerns Geberit AG. Dort werden sanitärtechnische Produkte unter anderem für Duschen und WCs gefertigt.[67] 2012 hatte der Standort über 420 Mitarbeiter.[68]

Die seit 1907 betriebene ÖBB Hauptwerkstätte St. Pölten beschäftigte Ende der 1920er Jahre noch über 1500 Arbeiter, 2011 waren es nur noch 576.

Handelsbetriebe[Bearbeiten]

Die 1973 gegründete kika Möbelhandelsgesellschaft m.b.H. ist seitdem im Besitz der Familie Koch. In St. Pölten befindet sich der Unternehmenssitz, ein 1977 eröffnetes Möbelhaus und ein Lager (Stadtteil Spratzern) des europaweit agierenden Einrichtungshändlers.[69]

Die im Besitz der Familie Leiner befindliche und 1910 gegründete Rudolf Leiner GmbH hat seither ihren Unternehmenssitz sowie eine Filiale in St. Pölten. Im Stadtteil Spratzern befindet sich ein Lager der Firma.[70]

Im Stadtteil Spratzern befindet sich eines der sieben großen österreichischen Lager der niederländischen Handelskette SPAR International.

Weitere Firmen[Bearbeiten]

  • Klenk & Meder GmbH (Elektrotechnik und Elektrogeräteverkauf, 1968 in St. Georgen gegründet, seit 1972 Unternehmenssitz in Spratzern, über 600 Mitarbeiter)[71],
  • Niederösterreichisches Pressehaus Druck- und Verlagsgesellschaft m.b.H. (2005: 484 Mitarbeiter und 100,04 Millionen Euro Umsatz)[72] und
  • Salesianer Miettex (in Spratzern befinden sich eine Wäscherei und ein Lager des europaweit tätigen Wiener Familienunternehmens)[73],
  • Schubert & Franzke GmbH (Verlag für Stadt- und Ortspläne, Sitz in St. Pölten, 40 Mitarbeiter)[74],
  • Rosenberger (Rosenberger Restaurant GmbH, ROSENBERGER FUELS GMBH und Rosenberger Tankstellen GmbH). Einen Standort in St. Pölten hat Strabag.

Ehemalige Unternehmen[Bearbeiten]

In St. Pölten entstanden ab der Mitte des 19. Jahrhunderts zahlreiche Industrieunternehmen, viele von ihnen haben nicht bis in die heutige Zeit überdauert.

Die größten Industriebetriebe im heutigen Stadtgebiet waren die Glanzstoff Austria (1906–2008) und die Harlander Coats (1859–1991). Schon vor dem Zweiten Weltkrieg schlossen Fabriken wie die k. k. priv. Spiegelfabrik (1804–1858), die Spitzen- und Bobinet- und Vorhänge-Fabrik F. Austin (1866–1930) sowie die St. Pöltner Weicheisen-, Stahlgießerei Leopold Gasser (1870–1930).

Verkehr[Bearbeiten]

Straße[Bearbeiten]

Wichtigste Verkehrswege in St. Pölten

Die Stadt liegt am Schnittpunkt der West Autobahn A 1 mit der Kremser Schnellstraße S 33 und wird von der Wiener Straße B 1 durchquert. Weiters ist der Anschlussknoten der gerade in Planung befindlichen und heftig diskutierten Traisental Schnellstraße S 34 in St. Pölten.

Wichtige Straßen[Bearbeiten]

Parkhäuser[Bearbeiten]

In der Nähe der Innenstadt bestehen zehn Parkhäuser mit insgesamt ca. 3900 Stellplätzen.

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten]

Der Knotenpunkt der Wieselbus-Linien, welche die Hauptstadt sternförmig mit den verschiedenen Regionen Niederösterreichs verbinden, ist das Wiesel-Busterminal im Regierungsviertel.

Eisenbahn[Bearbeiten]

In St. Pölten befinden sich zwölf Bahnhöfe, von denen der St. Pöltner Hauptbahnhof der Größte ist. Es gibt folgende Eisenbahnlinien:

Nahverkehr[Bearbeiten]

Ehemalige Poststraßenbahn in St. Pölten
  • Straßenbahn, historisch; verkehrte von 1911 bis 1976, (Straßenbahn St. Pölten)
  • Städtisches Buskonzept „LUP“, Netz von 10 Linien ausschließlich an Werktagen
  • kostenloser Touristenzug, verbindet die Altstadt mit dem Landhausviertel
  • „Sternschnuppe“, Nachtbus mit 16 Haltestellen, fährt von Donnerstag bis Samstag von 20.20 Uhr bis 4.20 Uhr
  • Anruf-Sammeltaxi, eine Ergänzung zu den öffentlichen Verkehrsmitteln in den Nachtstunden, fährt zwischen allen Bushaltestellen im Stadtgebiet zum Fixpreis

Radverkehr[Bearbeiten]

Zehn Prozent aller Verkehrswege werden in St. Pölten mit dem Fahrrad erledigt.

Das bestehende Routennetz soll in den kommenden Jahren von 165 auf 219 Kilometer erweitert und verknüpft werden. Eine Mischform von Radwegen, Geh- und Radwegen, Radfahrstreifen und Mehrzweckstreifen ist geplant.

Im Jahr 2005 wurde die Fußgängerzone in der Innenstadt für Radfahrer geöffnet.

Um eine raschere Verbindung zwischen Zentrum und den Stadtteilen zu ermöglichen, sind einige Einbahnstraßen für Radfahrer auch in der Gegenrichtung geöffnet.

Um die Sicherheit der Radwege zu steigern, läuft derzeit ein Pilotprojekt, bei dem rote Markierungen im Bereich von Fahrbahnquerungen für eine bessere Sichtbarkeit sorgen.

Weiters ist St. Pölten Ausgangspunkt für viele Radstrecken, hauptsächlich entlang des von Mariazell bis zur Donau reichenden Traisentalradweges.

Luftverkehr[Bearbeiten]

Der Flugplatz Völtendorf befindet sich am Areal des ehemaligen Garnisonsübungsplatzes Völtendorf.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Das Rathaus – Wahrzeichen der Stadt St. Pölten

Ämter und Behörden[Bearbeiten]

  • Amt der NÖ Landesregierung
  • Bezirkshauptmannschaft
  • NÖ Agrarbezirksbehörde
  • Finanzamt
  • Landesgericht
  • Bezirksgericht
  • Vermessungsamt
  • Arbeitsmarktservice
  • Rechtsanwaltskammer Niederösterreich
  • Bezirksstelle der Wirtschaftskammer
  • Bezirksstelle der Arbeiterkammer
  • Landes-Landwirtschaftskammer
  • Bezirksbauernkammer
  • Niederösterreichische Gebietskrankenkasse (Hauptstelle)
  • Niederösterreichisches Gebietsbauamt III

Gesundheitswesen und Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

St. Pölten beherbergt das Universitätsklinikum St. Pölten mit 3.100 Angestellten und 1.100 Betten sowie ein Heereskrankenhaus, 225 Ärzte und zehn Apotheken. Die rettungsdienstliche Versorgung wird durch drei Dienststellen des Samariterbundes sowie jeweils einer des Rotes Kreuzes, des Grünes Kreuzes und eines privaten Anbieters von Interhospitaltranfers aufrechterhalten. In der Landeshauptstadt befindet sich in die Größte der 6 Rettungsleitstellen von 144 Notruf Niederösterreich (ehemals LEBIG) in Niederösterreich. St. Pölten ist der Standort des einzigen Krematoriums des Landes Niederösterreich

Pflegeheime

  • Seniorenwohnheim Stadtwald
  • NÖ Landespflegeheim St. Pölten (LPH)
  • Pflegeheim Pottenbrunn
  • Haus St. Elisabeth

Polizei[Bearbeiten]

Als Sicherheitsbehörde für die Stadt fungiert die Landespolizeidirektion Niederösterreich. Ihr unterstellt als Dienststelle des Wachkörpers für das Stadtgebiet ist das Stadtpolizeikommando St. Pölten.

Feuerwehr[Bearbeiten]

In der Stadt befinden sich die Bezirksalarmzentrale der Freiwilligen Feuerwehr. Im Gegensatz zu anderen Landeshauptstädten hat St. Pölten keine Berufsfeuerwehr, sondern aktuell 14 Freiwillige Feuerwehren, sowie 10 Betriebsfeuerwehren[75].

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Kindergärten, Schulen und Hochschulen

2013 gab es 24 Kindergärten, neben einigen privaten verfügte St. Pölten über zwölf öffentliche Volksschulen und drei Sonderschulen. Weiters gab es im Stadtgebiet fünf Neue Mittelschulen und eine private Hauptschule sowie eine Polytechnische Schule. Nach Erfüllung der Schulpflicht konnten vier Gymnasien, eine Berufsschule (mit 15 angebotenen Lehrberufen), die Höhere Technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt St. Pölten, eine Handelsakademie, eine Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe, eine HBLA, eine HLA und die Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik St. Pölten besucht werden.[76]

Neben der Fachhochschule St. Pölten gibt es die Privatuniversität der Kreativwirtschaft, eine philosophisch-theologische Hochschule und eine Fachhochschule für Maschinenbau und -konstruktion, die im Rahmen eines berufsbegleitenden Fernstudiums absolviert werden kann.

Weitere Bildungseinrichtungen sind die Niederösterreichische Landesakademie, eine Volkshochschule und das Wirtschaftsförderungsinstitut Niederösterreich.

Bibliotheken

In St. Pölten befinden sich fünf größere öffentliche Bibliotheken. Die Stadtbücherei St. Pölten verfügte 2002 über 100.000 Medien,[77] die übrigen vier bieten vor allem wissenschaftliche Literatur an, wobei die Niederösterreichische Landesbibliothek mit 488.500 Titeldatensätzen (2012) die umfangreichste Bibliothek St. Pöltens ist.[78] Wissenschaftliche Fachbibliotheken sind die Bundesstaatliche Pädagogische Bibliothek beim Landesschulrat für Niederösterreich mit 150.000 Bänden (2013),[79] die Bibliothek der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten mit 100.000 Bänden (2013)[80] sowie die Bibliothek der Fachhochschule St. Pölten mit 26.000 Medien (2013).[81]

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten]

Luftaufnahme

Bade- und Schwimmanlagen[Bearbeiten]

Sportvereine und Sportanlagen[Bearbeiten]

Um die Fitness zu verbessern gibt es den City-Treff – Pueblo, das Lifeline, das Reebok und den Seepark. Außerdem stehen zur Verfügung:

In St. Pölten befindet sich auch eine Hauptstelle der Niederösterreichischen Landessportschule.

Tennis[Bearbeiten]

In St. Pölten fand alljährlich in der dritten Maiwoche ein ATP-Turnier statt. Seit 2006 findet das Turnier erstmals in Pörtschach statt. Dazu standen neben dem Tennis-Stadion Arena im Aufeld und dem Tennis-Center Allround noch die Tennisplätze des Eislaufverein 1872, die Plätze in St. Georgen sowie die Anlagen am Ratzersdorfer See und in der NÖ-Landessportschule und im Freizeitpark Megafun zur Verfügung.

Triathlon[Bearbeiten]

In St. Pölten findet jährlich im Mai der Ironman 70.3 Austria statt − ein Triathlon-Bewerb über die halbe Ironman-Distanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in St. Pölten
Der barocke St. Pöltner Dom

Sakralbauten[Bearbeiten]

Profanierte Klöster und Sakralbauten[Bearbeiten]

  • Ehemaliges Franziskanerkloster
  • Ehemaliges Karmelitinnenkloster
  • Ehemalige Synagoge

Regierungsviertel[Bearbeiten]

Landhaus im Landhausviertel
Blick vom Landesmuseum zum Festspielhaus
Landesmuseum Niederösterreich
Klangturm
Landesarchiv und Landesbibliothek
  • Landhaus: Landtags- und Regierungsgebäude der Niederösterreichischen Landesregierung von Architekt Ernst Hoffmann.
  • Festspielhaus – Konzertsaal und Bühne internationalen Formats mit rund 1.100 Sitzplätzen, Architekt Klaus Kada und 1997 eröffnet.
  • Shedhalle: Ausstellungshalle von Hans Hollein 2002 eröffnet.
  • Niederösterreichisches Landesmuseum: Multimediales Erlebnismuseum der Bereiche Natur, Kunst und Landeskunde, von Architekt Hans Hollein.
  • Landesbibliothek und Landesarchiv der Architekten Karin Bily, Paul Katzberger, Michael Loudon.
  • Klangturm: Begehbare Klangräume in drei Etagen mit Klangkugeln und einer Aussichtsplattform, von Architekt Ernst Hoffmann.
  • Tor zum Landhaus: Von 1993 bis 1997 errichtet, von Boris Podrecca.
  • ORF Landesstudio: Von 1994 bis 1998 errichtet, von Gustav Peichl.

Monumentalbauten[Bearbeiten]

Weitere Bauten[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Sonstige[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Geschichte
  • Heidemarie Bachhofer (Hrsg.): St. Pölten im Mittelalter. Historische und Archäologische Spurensuche, Diözesanarchiv St. Pölten, St. Pölten 2012, ISBN 978-3-901863-36-3
  • Karl Gutkas: Werden und Wesen der Stadt St. Pölten, Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten (zahlreiche Auflagen)
  • Emil Jaksch, Karl Gutkas: St. Pölten. Kultur- und Wirtschaftschronik, Bühn, München 1970
  • Thomas Karl: St. Pölten. Ein Wandel durch die Zeit. Sutton, Erfurt 2004 (Bildband mit historischen Fotografien)
  • Magistrat der Landeshauptstadt St. Pölten (Hrsg.): St. Pölten 1945-1955. Geschichte(n) einer Stadt, St. Pölten 2005 (= St. Pöltner Regenbogen 2005. Kulturjahrbuch der Landeshauptstadt St. Pölten)
  • Siegfried Nasko, Willibald Rosner (Hrsg.): St. Pölten im 20. Jahrhundert. Geschichte einer Stadt, Residenz, St. Pölten 2010
  • Ronald Risy: Municipium Aelium Cetium. 20 Jahre Stadtarchäologie 1988 - 2008, Dissertation Wien 2009 (online)
  • Norbert Zand: Geschichte der Stadt St. Pölten von 1900 - 1950 im Wandel der politischen, sozialen und wirtschaftlichen Umbrüche, Dissertation Wien 1997, 2 Bände
Musikgeschichte
Architektur
  • Otto Kapfinger, Michaela Steiner: St. Pölten neu. Springer, Wien/New York 1997
  • Thomas Karl u. a.: Die Kunstdenkmäler der Stadt St. Pölten und ihrer eingemeindeten Ortschaften, Berger, Horn 1999, ISBN 3-85028-310-0
Belletristik
  • Klaus Nüchtern: Kleines Gulasch in St. Pölten. Falter-Verlag, Wien 2003
  • Hans Rankl: St. Pöltner Geschichten, Residenz, St. Pölten 2009

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: St. Pölten – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. St. Pöltner Stadtrecht 1977 beim Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.
  2. Statistik Austria - Bevölkerung zu Jahres- und Quartalsanfang
  3. Klimadaten von Österreich 1971 - 2000 von ZAMG, Station St. Pölten.
  4. Peter Scherrer: Archäologische Übersicht und Fundkataloge. In: Thomas Karl u. a.: Die Kunstdenkmäler der Stadt St. Pölten und ihrer eingemeindeten Ortschaften. 1999, S. XVII-LX, hier: S. LIII.
  5. Thomas Karl: Zur historischen und städtebaulichen Entwicklung St. Pöltens vom frühen Mittelalter bis zur beginnenden Stadterweiterung um 1850. In: Thomas Karl u. a.: Die Kunstdenkmäler der Stadt St. Pölten und ihrer eingemeindeten Ortschaften. 1999, S. LXIII-LXXXV, hier: S. LXIII.
  6. Etwa bei Ammianus Marcellinus, Res gestae 16,2,12.
  7. Peter Scherrer: Archäologische Übersicht und Fundkataloge. In: Thomas Karl u. a.: Die Kunstdenkmäler der Stadt St. Pölten und ihrer eingemeindeten Ortschaften. 1999, S. XVII-LX, hier: S. LVII-LVIII.
  8. Diesen Schluss zieht Walter Pohl: Die Awaren, Ein Steppenvolk in Mitteleuropa 567–822 n. Chr, 2. Auflage, Beck, München 2002, ISBN 3-406-48969-9, S. 310.
  9. Ronald Risy: Sant Ypoelten. Stift und Stadt im Mittelalter. In: Forum Archaeologiae, Band 52/9, 2009.
  10. Thomas Karl: Zur historischen und städtebaulichen Entwicklung St. Pöltens vom frühen Mittelalter bis zur beginnenden Stadterweiterung um 1850. In: Thomas Karl u. a.: Die Kunstdenkmäler der Stadt St. Pölten und ihrer eingemeindeten Ortschaften. 1999, S. LXIII-LXXXV, hier: S. LXIII-LXV.
  11. Alle früheren Datierungen des Klosterbaus (wie die Jahre 741 oder 764) vor dem Awarenfeldzug Karls sind unwahrscheinlich. Thomas Karl: Zur historischen und städtebaulichen Entwicklung St. Pöltens vom frühen Mittelalter bis zur beginnenden Stadterweiterung um 1850. In: Thomas Karl u. a.: Die Kunstdenkmäler der Stadt St. Pölten und ihrer eingemeindeten Ortschaften. 1999, S. LXIII-LXXXV, hier: S. LXIII-LXIV.
  12. Johann Kronbichler: Dom und Bistumsgebäude. In: Thomas Karl u. a.: Die Kunstdenkmäler der Stadt St. Pölten und ihrer eingemeindeten Ortschaften. 1999, S. 5-76, hier: S. 54.
  13. Peter Scherrer: Archäologische Übersicht und Fundkataloge. In: Thomas Karl u. a.: Die Kunstdenkmäler der Stadt St. Pölten und ihrer eingemeindeten Ortschaften. 1999, S. XVII-LX, hier: S. LX.
  14. Christoph Müller von Prankenheim, Albert von Maderna: Historia Canoniae Sand-Hippolytanae, Teil 1, Trattner, Wien 1779, S. 34ff.
  15. a b Thomas Karl: Zur historischen und städtebaulichen Entwicklung St. Pöltens vom frühen Mittelalter bis zur beginnenden Stadterweiterung um 1850. In: Thomas Karl u. a.: Die Kunstdenkmäler der Stadt St. Pölten und ihrer eingemeindeten Ortschaften. 1999, S. LXIII-LXXXV, hier: S. LXIII-LXIV.
  16. Peter Scherrer nimmt an, dass Treisma sich in den nahegelegenen Orten Pottenbrunn und Unterradlberg befand. Zu einer Besprechung von Scherrers Annahme siehe Thomas Karl: Zur historischen und städtebaulichen Entwicklung St. Pöltens vom frühen Mittelalter bis zur beginnenden Stadterweiterung um 1850. In: Thomas Karl u. a.: Die Kunstdenkmäler der Stadt St. Pölten und ihrer eingemeindeten Ortschaften. 1999, S. LXIII-LXXXV, hier: S. LXIV-LXV.
  17. Max Heuwieser (Hrsg.): Die Traditionen des Hochstifts Passau, Quellen und Erörterungen zur Bayerischen Geschichte. NF 6, München 1930, S. 40–41.
  18. Monumenta Germaniae Historica, Abteilung III: Diplomata, Nr. 135 (online, latein)
  19. Eintrag zu Stadt in: Austria-Forum, dem österreichischen Wissensnetz – online (in AEIOU Österreich-Lexikon)
  20. 1679 wird in der Topographia Provinciarum Austriacarum auch der Name Oppidum Sampoltanum erwähnt (Matthäus Merian (Hrsg. und Illustrator), Martin Zeiller (Textautor): Topographia Provinciarum Austriacarum, Merian, Frankfurt am Main 1679, S. 17).
  21. Elisabeth Linhart: St. Pölten in den Jahren 1955-1970. In: Siegfried Nasko, Willibald Rosner (Hrsg.): St. Pölten im 20. Jahrhundert. Geschichte einer Stadt, 2010, S. 152-196, hier: S. 153.
  22. Dieser Abschnitt zum März 1938 folgt: Wolfgang Pfleger: Die schicksalshaften Märztage 1938 in St. Pölten. In: St. Pöltner Regenbogen 98, Eggner, St. Pölten 1998, S. 47-76 und Karl Gutkas: Zu den Märztagen 1938 in St. Pölten. In: Mitteilungsblatt des Kulturamtes der Stadt St. Pölten, 3, 12, St. Pölten 1978.
  23. Der Abschnitt zum Nationalsozialismus folgt: Markus Schmitzberger: St. Pölten in der NS-Zeit 1938 - 1945. In: Siegfried Nasko, Willibald Rosner (Hrsg.): St. Pölten im 20. Jahrhundert. Geschichte einer Stadt, 2010, S. 96-121.
  24. Dieser Abschnitt folgt: Franz Forstner: Die Eingemeindungen von 1939. In: St. Pöltner Regenbogen 2000, St. Pölten 2000.
  25. Ratzersdorf, Stattersdorf, Radlberg, Brunn, Harland, Altmannsdorf, Windpassing, Schnabling, Phyra, Wörth, Hart, Wolfenberg, Völtendorf, St. Georgen am Steinfelde, Gattmannsdorf, Gröbern, Teile von Pummersdorf.
  26. Thomas Pulle: Stadtentwicklung von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. In: Die Kunstdenkmäler der Stadt St. Pölten und ihrer eingemeindeten Ortschaften, Berger & Söhne, Horn 1999, CV.
  27. Manfred Wieninger: St. Pöltner Straßennamen erzählen, Studienverlag, Innsbruck 2002.
  28. a b Martha Keil, Christoph Lind: Die jüdische Gemeinde St. Pölten.
  29. Martha Keil, Christoph Lind: Spurensuche: Das jüdische St. Pölten.
  30. Christoph Lind: ...es gab so nette Leute dort, 1998, S. 137.
  31. Christoph Lind: Die vernichtete jüdische Gemeinde in St. Pölten. In: Institut der Juden in Österreich (Hrsg.): Geschichte wieder herstellen?, St. Pölten 2000, S. 22 und Siegfried Nasko: Wera Heiilpern, St. Pöltens Anne Frank, hat überlebt. Artikel in St. Pölten konkret, Nummer 12, 1988, S. 18-19.
  32. Eine Auflistung der einzelnen Betriebe findet man in: Markus Schmitzberger: St. Pölten in der NS-Zeit 1938 - 1945. In: Siegfried Nasko, Willibald Rosner (Hrsg.): St. Pölten im 20. Jahrhundert. Geschichte einer Stadt, 2010, S. 106-109.
  33. Markus Schmitzberger: St. Pölten in der NS-Zeit 1938 - 1945. In: Siegfried Nasko, Willibald Rosner (Hrsg.): St. Pölten im 20. Jahrhundert. Geschichte einer Stadt, 2010, S. 96-121, hier: S. 110-112 und 118.
  34. Siegfried Nasko: Widerstand in St.Pölten. In: St. Pöltner Regenbogen 2000, St. Pölten 2000, S. 63.
  35. Karin Reiter: Der organisierte Widerstand gegen den Nationalsozialismus in St. Pölten und Umgebung 1938-1945, St. Pölten 1996, S. 17f.
  36. Markus Schmitzberger: St. Pölten in der NS-Zeit 1938 - 1945. In: Siegfried Nasko, Willibald Rosner (Hrsg.): St. Pölten im 20. Jahrhundert. Geschichte einer Stadt, 2010, S. 96-121, hier: S. 113; S. 124.
  37. Markus Schmitzberger: St. Pölten in der NS-Zeit 1938 - 1945. In: Siegfried Nasko, Willibald Rosner (Hrsg.): St. Pölten im 20. Jahrhundert. Geschichte einer Stadt, 2010, S. 114-117.
  38. Franz Forstner: 1945. Ende und Anfang. In: Siegfried Nasko, Willibald Rosner (Hrsg.): St. Pölten im 20. Jahrhundert. Geschichte einer Stadt, 2010, S. 122-151, hier: S. 123.
  39. Franz Forstner: 1945. Ende und Anfang. In: Siegfried Nasko, Willibald Rosner (Hrsg.): St. Pölten im 20. Jahrhundert. Geschichte einer Stadt, 2010, S. 122-151, hier: S. 126-127.
  40. Franz Forstner: 1945. Ende und Anfang. In: Siegfried Nasko, Willibald Rosner (Hrsg.): St. Pölten im 20. Jahrhundert. Geschichte einer Stadt, 2010, S. 122-151, hier: S. 128.
  41. Elisabeth Linhart: St. Pölten in den Jahren 1955-1970. In: Siegfried Nasko, Willibald Rosner (Hrsg.): St. Pölten im 20. Jahrhundert. Geschichte einer Stadt, 2010, S. 152-196, hier: S. 153.
  42. Franz Forstner: 1945. Ende und Anfang. In: Siegfried Nasko, Willibald Rosner (Hrsg.): St. Pölten im 20. Jahrhundert. Geschichte einer Stadt, 2010, S. 122-151, hier: S. 136.
  43. Franz Forstner: 1945. Ende und Anfang. In: Siegfried Nasko, Willibald Rosner (Hrsg.): St. Pölten im 20. Jahrhundert. Geschichte einer Stadt, 2010, S. 122-151, hier: S. 134.
  44. Franz Forstner: 1945. Ende und Anfang. In: Siegfried Nasko, Willibald Rosner (Hrsg.): St. Pölten im 20. Jahrhundert. Geschichte einer Stadt, 2010, S. 122-151, hier: S. 141f.
  45. Franz Forstner: 1945. Ende und Anfang. In: Siegfried Nasko, Willibald Rosner (Hrsg.): St. Pölten im 20. Jahrhundert. Geschichte einer Stadt, 2010, S. 122-151, hier: S. 142f.
  46. Franz Forstner: 1945. Ende und Anfang. In: Siegfried Nasko, Willibald Rosner (Hrsg.): St. Pölten im 20. Jahrhundert. Geschichte einer Stadt, 2010, S. 122-151, hier: S. 140f.
  47. Franz Forstner: 1945. Ende und Anfang. In: Siegfried Nasko, Willibald Rosner (Hrsg.): St. Pölten im 20. Jahrhundert. Geschichte einer Stadt, 2010, S. 122-151, hier: S. 143.
  48. Ausgemeindet wurden die ländlich geprägten Ortsteile: Ratzersdorf, Ober- und Unterzwischenbrunn, Windpassing, Schnabling, Wörth, Wolfenberg, Hart, Gröben, Schwadorf, Gattmannsdorf sowie Teile von Altmannsdorf, Brunn und Pummersdorf. Bei der Gemeinde verbleiben: Ober- und Unterradlberg, Stattersdorf, Harland und Völtendorf. Elisabeth Linhart: St. Pölten in den Jahren 1955-1970. In: Siegfried Nasko, Willibald Rosner (Hrsg.): St. Pölten im 20. Jahrhundert. Geschichte einer Stadt, 2010, S. 152-196, hier: S. 153.
  49. Franz Forstner: 1945. Ende und Anfang. In: Siegfried Nasko, Willibald Rosner (Hrsg.): St. Pölten im 20. Jahrhundert. Geschichte einer Stadt, 2010, S. 122-151, hier: S. 140.
  50. Elisabeth Linhart: St. Pölten in den Jahren 1955-1970. In: Siegfried Nasko, Willibald Rosner (Hrsg.): St. Pölten im 20. Jahrhundert. Geschichte einer Stadt, 2010, S. 152-196, hier: S. 154f.
  51. Elisabeth Linhart: St. Pölten in den Jahren 1955-1970. In: Siegfried Nasko, Willibald Rosner (Hrsg.): St. Pölten im 20. Jahrhundert. Geschichte einer Stadt, 2010, S. 152-196, hier: S. 153f.
  52. Beschlüsse der Stadtsenats- und Gemeinderatssitzung vom 27. Februar 2012, Pressemeldung der Stadt St. Pölten
  53. Machtkampf um die rote Hochburg. In: Kurier, Onlineausgabe, 13. Mai 2011
  54. st-poelten.gv.at über Städtepartnerschaften
  55. Bürgerservice, Formulare von A-Z. Abgerufen am 14. Juli 2014.
  56. für die Jahre 1869-2001: Statistik Austria: Ein Blick auf die Gemeinde St.Pölten (PDF; 35 kB) / für die Jahre 2002-2010: Statistik Austria: Einwohnerzahl und Komponenten der Bevölkerungsentwicklung - St. Pölten (PDF; 8 kB), Bevölkerung am 31.12.
  57. Stadt St. Pölten: Rechnungsabschluss 2011 (PDF; 3,6 MB), S. 4.
  58. Statistik Austria: Arbeitsstättenzählung vom 15. Mai 2001 - Arbeitsstätten und Beschäftigte im Vergleich zu 1991 (PDF; 8 kB)
  59. a b Statistik Austria: Arbeitsstättenzählung vom 15. Mai 2001 (PDF; 18 kB)
  60. Statistik Austria: Probezählung 2006: Arbeitsstätten (PDF; 7 kB)
  61. Statistik Austria: Arbeitsstättenzählung 2001: Hauptergebnisse Niederösterreich, S. 374, Tabelle A5
  62. Statistik Austria: Erwerbspendler nach Pendelziel (PDF; 54 kB)
  63. Pressemeeldung der EVN AG vom 1. Oktober 2009. Stand: 6. Dezember 2009
  64. http://wirtschaftsblatt.at/.
  65. Standortdaten auf www.egger.com (PDF; 829 kB).
  66. Eigendarstellung auf www.salzer.at.
  67. www.geberit.at.
  68. www.magazin.at.
  69. Firmeninfo auf www.kika.com und Firmenchronik auf www.kika.com.
  70. www.leiner.at.
  71. www.klenk.at
  72. www.derstandard.at, 27. Dezember 2006
  73. www.salesianer.at
  74. www.schubert-franzke.eu.
  75. Auflistung der Feuerwehren des Abschnittes St. Pölten-Stadt auf der Website des Bezirksfeuerwehrkommandos St. Pölten, aufgerufen am 29. April 2013
  76. Bildung auf der Homepage der Stadt St. Pölten, abgerufen am 10. September 2013.
  77. Jahresbericht 2002 der Stadtbücherei St. Pölten, Austria Presse Agentur, 17. Januar 2003, abgerufen am 27. August 2013.
  78. Hans-Joachim Alscher: Geschichte der Niederösterreichischen Landesbibliothek, 2013, S. 103.
  79. Bestand auf der Homepage der Bundesstaatliche Pädagogische Bibliothek beim Landesschulrat für Niederösterreich, abgerufen am 27. August 2013.
  80. Fakten zur Bibliothek auf der Homepage der Bibliothek der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten, abgerufen am 27. August 2013.
  81. Bibliothek auf der Homepage der Fachhochschule St. Pölten, abgerufen am 27. August 2013.
  82. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Niederösterreich südlich der Donau, Berger, Horn/Wien 2003.