Martin I. (Papst)

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Martin I., Phantasiedargestellung in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern

Martin I. (* um 600 in Todi, Umbrien; † 16. September 655 in Chersones, Krim-Halbinsel) war Papst von 649 bis 653. Sein Name bedeutet dem (römischen) Kriegsgott Mars geweiht (latein).

Leben[Bearbeiten]

Martin I. war ein Gegner des damals verbreiteten Monotheletismus. Nach Amtsübernahme versammelte er im Jahr 649 105 Bischöfe der Westkirche in einer Synode im Lateran. Nach eingehenden Beratungen wurde der Monotheletismus verworfen und die Entscheidung den Bischöfen der Ost- und der Westkirche zur Unterzeichnung zugesandt. Paulos II., der Patriarch von Konstantinopel, wurde exkommuniziert, da er die Entscheidung ablehnte. Dies führte zu einem Konflikt mit dem oströmischen Kaiser und zu einem fehlgeschlagenen Versuch des Kaisers, den Papst festnehmen zu lassen. Dies gelang bei einem zweiten Versuch im Jahr 653, der bettlägerige Papst wurde ergriffen und von Rom nach Konstantinopel verschifft. Nach einem Gerichtsverfahren wurde er zum Tod verurteilt, ausgepeitscht und nach Begnadigung auf die Krim verbannt, wo er an den Folgen seiner grausamen Behandlung am 16. September 655 starb. Noch vor seinem Tod wurde zu seiner Enttäuschung mit Papst Eugen I. ein Nachfolger gewählt.

Gedenktag[Bearbeiten]

Bauernregel[Bearbeiten]

Die Wetterregel für den Gedenktag des Heiligen Martin lautet: So wie Martin es will, so zeigt sich dann der ganze April.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Martin I. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgänger Amt Nachfolger
Theodor I. Papst
649–653
Eugen I.