Martina Bunge

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Martina Bunge geb. Gasch (* 18. Mai 1951 in Leipzig) ist eine deutsche Politikerin (Die Linke). Von 1998 bis 2002 war sie Sozialministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Von 2005 bis 2009 war sie Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Gesundheit.

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Nach dem Abitur 1969 an einer Erweiterten Oberschule arbeitete Martina Bunge in der Elektronischen Datenverarbeitung und absolvierte gleichzeitig ein Studium der Mathematik, welches sie 1973 als Diplom-Mathematikerin beendete. Ab 1975 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Rostock tätig. Daneben absolvierte sie ein Fernstudium zur Diplom-Lehrerin für Marxismus-Leninismus, das sie 1978 abschloss. 1985 erfolgte ihre Promotion (Dissertation A) zum Dr. oec. mit der Arbeit Zur ökonomischen Stimulierung der Produktion von Konsumtionsmitteln in den Kombinaten der produktionsmittelherstellenden Industrie. Danach war Martina Bunge von 1986 bis 1989 Aspirantin an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED in Berlin. 1989 habilitierte sie hier mit der Arbeit Planmässige Vorbereitung und Entwicklung des gesellschaftlichen Arbeitsvermögens durch Aus- und Weiterbildung beim Wandel der Arbeit durch die wissenschaftlich-technische Revolution (Dissertation B).

Von 1990 bis 1991 war Martina Bunge Mitarbeiterin in der Kommission Wirtschaft und Soziales beim Bundesvorstand der PDS. Anschließend war sie bis 1998 Referentin für Sozialpolitik bei der Gruppe der PDS im Deutschen Bundestag.

Martina Bunge ist geschieden und hat zwei Kinder.

Partei[Bearbeiten]

1980 wurde Martina Bunge Mitglied der SED. Von 1996 bis 2000 war sie Stellvertretende Vorsitzende des PDS-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Von 2004 bis 2007 war sie Vorsitzende des Die Linke-Kreisverbandes Wismar.

Abgeordnete[Bearbeiten]

Von 1998 bis 2005 gehörte Martina Bunge dem Landtag von Mecklenburg-Vorpommern an.

Seit 2005 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages und war hier von Oktober 2005 bis Oktober 2009 Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit. Sie ist über die Landesliste Mecklenburg-Vorpommern in den Bundestag eingezogen.

Öffentliche Ämter[Bearbeiten]

Von 1998 bis 2002 gehörte sie als Ministerin für Gesundheit und Soziales der von Ministerpräsident Harald Ringstorff geführten Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern an.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]