Maurice Bucaille

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Maurice Bucaille (* 19. Juli 1920 in Pont-l’Évêque; † 17. Februar 1998) war ein französischer Chirurg, Wissenschaftler und Gelehrter.

Er veröffentlichte 1976 das Buches La Bible, le Coran et la science (dt. Bibel, Koran und Wissenschaft), in welchem er seine Forschungsergebnisse über die jüdisch-christliche Offenbarung und den Koran darlegt. Das Buch wurde in mehreren Sprachen übersetzt, unter anderem auf Deutsch und Englisch.

Sein Buch Les Momies des pharaons et la médecine wurde 1988 beim von der Académie française verliehenen Diane-Potier-Boès-Preis mit einer Silbermedaille ausgezeichnet.

Einige Aussagen seines Buches Moses und Pharao werden mittlerweile von Ägyptologen kritisiert. Bucailles Behauptung, man könne vom Fund des Namens „Haman“ in ägyptischen Hieroglyphen auf den göttlichen Ursprung des Koran schlussfolgern, bezeichnet etwa Erhart Graefe von der Westfälischen Wilhelms-Universität als „lärmenden Unsinn“.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • La Bible, le Coran et la science. Seghers, Paris 1976. Deutsche Ausgabe: Bibel, Quran und Wissenschaft. 2., neubearbeitete Auflage. SKD Bavaria Verlag, München 2003, ISBN 3-926575-91-3
  • L’Homme, d’où vient-il ? Seghers, Paris 1981
  • Les Momies des pharaons et la médecine. Séguier, Paris 1987
  • Réflexions sur le Coran (mit Prof. Mohamed Talbi). Seghers, Paris 1989
  • Moïse et Pharaon. Seghers, Paris 1995
  • Moïse et l’Exode. Confluent éd., Paris 1996

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Raoul Keller: Kein Beweis für göttliche Offenbarung des Korans in ägyptischen Inschriften. S. 2.