Meitze

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52.5678611111119.762944444444442Koordinaten: 52° 34′ 4″ N, 9° 45′ 47″ O

Meitze
Gemeinde Wedemark
Wappen von Meitze
Höhe: 42 m
Fläche: 11 km²
Einwohner: 757 (Dez. 2008)
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 30900
Vorwahl: 05130
Der Meitzer Storch auf dem Nest über der ehemaligen Bäckerei
Gedenkstein der Handelswegkreuzung
Die Kapelle in Meitze

Meitze ist ein Ortsteil der Gemeinde Wedemark in Niedersachsen mit etwa 11 km² Fläche. Die Landschaft wird hauptsächlich acker- und forstwirtschaftlich genutzt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Das Ortsbild ist vor allem durch die kopfsteingepflasterte Dorfstraße und viele alte Fachwerkhäuser im Ortskern geprägt. Weiterhin finden sich viele sehr alte und entsprechend große Bäume (größtenteils Eichen) im Ort und der Umgebung. Auf dem Schornstein eines Gebäudes nisten regelmäßig Weißstörche. Im Norden in Richtung Elze befindet sich ein Windpark mit insgesamt zwölf Windkraftanlagen.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Zuge der Kiesgewinnung wurden in Meitze aus den dortigen Kiesgruben bis zu deren Schließung im Jahre 2003 eine große Anzahl von Skelettresten der verschiedenen eiszeitlichen Tiere wie Mammut, Wollhaarnashorn, Pferd, Ren, Riesenhirsch und Bär geborgen und durch weitere Funde von Steinwerkzeugen ( Artefakte ) die Anwesenheit des frühen Menschen - Neandertalers- nachgewiesen.[1]

Meitze entstand am Kreuzungspunkt zweier Handelswege, dem Hessenweg und dem Bremerweg. An der Kreuzung, die sich symbolisch im Wappen wiederfindet, bildete sich Meitze als ein bekannter Marktort.

  • Der Ort wurde erstmals 1330 als „Metce“ urkundlich genannt.
  • 1438 wird Meitze als „Metzenne“ in einem Schatzregister genannt.
  • Um 1791 hat sich der Name „Meitze“ durchgesetzt.
  • Im 18. Jahrhundert kreuzen sich in Meitze zwei wichtige Handelsstraßen.
  • 1921 wird der Schützenverein gegründet.
  • 1930 folgt die Freiwillige Feuerwehr.
  • 1959 wird die neue Kapelle geweiht.

Am 1. März 1974 wurde Meitze in die neue Gemeinde Wedemark eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten]

Ortsbürgermeister ist Jürgen Benk (SPD).

Der Ortsrat verantwortet Meitze gemeinsam mit Elze.

Wappen[Bearbeiten]

Auf grünem Wappenschild liegen zwei schräggekreuzte silberne Wolfsangeln, oberhalb eine goldene Biene, unterhalb ein goldenes Eichenblatt mit zwei Eicheln am Stiel.

Die gekreuzten Wolfsangeln symbolisieren die beiden alten Handelsstraßen, die sich hier kreuzten sowie gleichzeitig die Zugehörigkeit der Gemeinde zum früheren Landkreis Burgdorf. Die Biene weist auf die frühere große Bedeutung der Bienenzucht und das Eichblatt mit den Eicheln auf den das Ortsbild prägenden alten Eichenbestand in Meitze hin.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

An der südöstlichen Grenze von Meitze befindet sich ein Betonsteinwerk sowie ein Fahrzeugteile-Service. Beide Unternehmen profitieren von der nahen Autobahn.

Etwa einen Kilometer von Meitze entfernt verläuft die Bundesautobahn 7, die nächste Anschlussstelle ist die rund einen Kilometer entfernte Anschlussstelle 52 (Mellendorf). Meitze ist durch eine Buslinie mit Mellendorf und Elze/Bennemühlen verbunden.

Bis 1967 hatte Meitze eine eigene Grund- und Hauptschule, diese wurde allerdings aus Schülermangel geschlossen.

Baudenkmale[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Meitze (Wedemark) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Kunde, Niedersächsischer Landesverein für Frühgeschichte, Neue Folge 44, Jahrgang 1993, Seite 1 - 26
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 221.