Bundesautobahn 7

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Bundesautobahn 7 in Deutschland
Bundesautobahn 7
European Road 40 number DE.svg European Road 43 number DE.svg European Road 45 number DE.svg
European Road 532 number DE.svg
Karte
Verlauf der A 7
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Ellund
(54° 48′ N, 9° 20′ O54.80589.32819)
Straßenende: Füssen
(47° 34′ N, 10° 39′ O47.55925710.656386)
Gesamtlänge: 962,2 km

Bundesland:

Nordportal des Neuen Elbtunnels
Nordportal des Neuen Elbtunnels

Die Bundesautobahn 7 (Abkürzung: BAB 7) – Kurzform: Autobahn 7 (Abkürzung: A 7) – ist mit 962,2 Kilometern die längste deutsche Bundesautobahn und die längste durchgehende nationale Autobahn Europas. Sie führt als Nord-Süd-Achse von der dänischen Grenze in Ellund durch Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Hessen, wechselt mehrfach zwischen Bayern und Baden-Württemberg und endet an der österreichischen Grenze bei Füssen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Autobahn löste als Fernverbindung die Reichs- bzw. Bundesstraßen 76, 77, 205 und 4 (Flensburg–Hamburg), 3 (Hamburg–Kassel) und 27 (Göttingen–Würzburg) ab, die ihrerseits auf mittelalterliche Vorläufer zurückgingen. Auf der Strecke zwischen Flensburg und Hamburg folgt sie beispielsweise dem historischen Ochsenweg und kann hinsichtlich der Bedeutung als Handelsroute von Skandinavien nach Süden als seine Nachfolgerin bezeichnet werden. Planungen einer Schnellstraße von Hamburg in Richtung Süden gab es im Rahmen der HaFraBa ab 1926. Dieses Projekt gilt als Vorläufer der A 7 zwischen Hamburg und dem Hattenbacher Dreieck.

Göttingen bis Bad Hersfeld (1937–1941)[Bearbeiten]

Der erste Streckenabschnitt wurde 1937 zwischen Kassel und Göttingen in Betrieb genommen.

Bad Hersfeld bis Würzburg (1937–1939)[Bearbeiten]

Für den Abschnitt Bad HersfeldWürzburg (Strecke 46) entstanden in der Zeit von 1937 bis 1939 diverse Brückenbauwerke. Kriegsbedingt wurden die Arbeiten dann jedoch eingestellt, so dass damals in diesem Bereich noch kein Abschnitt als Autobahn freigegeben werden konnte. Einige Brückenbauten der Strecke 46 sind im Spessart erhalten geblieben und unter Denkmalschutz gestellt.

Hamburg bis Göttingen (1953–1962)[Bearbeiten]

Ab den 1950er Jahren wurde die Autobahn zwischen dem „Horster Dreieck“ der A 1 (welches erst durch diese Ausfädelung südlich von Hamburg entstand – von Süden (Hannover) kommende Fahrzeuge in Richtung Westen (Bremen) mussten hier viele Jahre eine Steilkurve durchfahren) und dem Autobahnende bei Göttingen gebaut und abschnittsweise eröffnet.

Als erster Abschnitte wurde 1953 die 8,7 km lange Richtungsfahrbahn zwischen den Anschlussstellen Nörten-Hardenberg und Northeim-West, und 1954 die 4,8 km lange Verlängerung bis Northeim-Nord freigegeben. Jeweils zwei Jahre später wurde die zugehörige Gegenfahrbahn in Betrieb genommen.

Der Abschnitt Echte–Seesen wurde am 14. November 1959 freigegeben.

Der Abschnitt Seesen–Hildesheim wurde am 15. Dezember 1960 durch Verkehrsminister Seebohm freigegeben.

Ab 1956 wurden die sieben Teilabschnitte zwischen Hamburg und Hannover dem Straßenverkehr übergeben. Als Letztes wurde hier 1960 der 21 km lange Abschnitt zwischen Anschlussstelle Berkhof und dem Kreuz Hannover/Kirchhorst eröffnet.

Die vier verbliebenen Abschnitte dazwischen wurden ab 1958 freigegeben. Der Lückenschluss wurde mit dem 35 km langen Abschnitt zwischen Autobahnkreuz Hannover/Kirchhorst und Anschlussstelle Hildesheim 1962 erreicht.

Bad Hersfeld bis Würzburg (1965–1968)[Bearbeiten]

In den 1960er Jahren wurde die A 7 dann auf leicht veränderter Trasse gebaut. Als Erstes wurde 1965 der 10,9 km lange Abschnitt nördlich vom Autobahnkreuz Biebelried bis zur Anschlussstelle Würzburg/Estenfeld eröffnet. 1966 folgten der angrenzende Abschnitt bis zum heutigen Kreuz Schweinfurt/Werneck und das 14,8 km lange Teilstück zwischen Fulda-Nord und Fulda-Süd. Der nördlichste Abschnitt vom Hattenbacher Dreieck bis Fulda (32 km) und der mittlere Abschnitt zwischen Fulda und Schweinfurt (68 km) konnten letztlich 1968 dem Verkehr übergeben werden.

Dänemark bis Hamburg (1969–1978)[Bearbeiten]

Die A 7 in Hamburg nördlich des Neuen Elbtunnels

In den 1960er und 1970er Jahren wurde die Autobahn im Bereich Hamburg und die sogenannte Nordachse bis Dänemark gebaut und dem Verkehr übergeben. Wichtige Meilensteine waren die Eröffnung des Neuen Elbtunnels 1975 und der Lückenschluss zur dänischen Grenze 1978.

Würzburg bis Kempten (1972–1986)[Bearbeiten]

Im „Vorentwurf zu einem Kraftwagenstraßennetz Deutschlands“ der „Studiengesellschaft für Automobilstraßenbau (STUFA)“ von 1926 war eine Fernstraße Würzburg–UlmLindau vorgesehen, Detailplanungen fanden von 1935 bis 1941 statt. 1969 konnten sich die Länder Bayern und Baden-Württemberg auf eine Linienführung parallel zur Bundesstraße 19 einigen.

Ab 1972 konnten dann erste Abschnitte freigegeben werden. Den Anfang machten der Abschnitt Berkheim bis Anschlussstelle Memmingen-Süd (9,4 km) sowie die erste 27,1 km lange Richtungsfahrbahn zwischen Bad Grönenbach und Kempten-Leubas.

Größere Teilabschnitte wurden zwischen Kreuz Biebelried und Anschlussstelle Uffenheim-Langensteinach (34,7 km) 1980, die südliche Verlängerung bis zur Anschlussstelle Feuchtwangen (42,1 km) 1985 und weiter bis zur Anschlussstelle Heidenheim (59,6 km) 1987 eröffnet. Da bereits ein Jahr zuvor die letzten 6,8 Kilometer bis zur Anschlussstelle Oy-Mittelberg freigegeben wurden, war die Autobahn damals bereits von Dänemark bis ins Allgäu durchgängig befahrbar.

Kempten bis Österreich (1992–2010)[Bearbeiten]

Autobahn A7 bei Kempten
Der Neubau der A 7 bei Füssen wurde aufgrund des massiven Eingriffs in die Landschaft stark kritisiert.[1]

1992 wurde die A 7 um weitere 4,9 km bis Nesselwang verlängert, im Juli 1999 folgte die Eröffnung des Grenztunnels Füssen nach Österreich mit einer Röhre und zwei Fahrstreifen. Der Tunnel soll die umliegenden Gemeinden vor allem vom hohen Verkehrsaufkommen zur Urlaubszeit entlasten. 2005 wurde eine nördlich daran anschließende erste Richtungsfahrbahn bis zur Kreisstraße bei Gunzenberg eröffnet. Bis September 2009 wurde der Verkehr vom Autobahnende bei Nesselwang über verschiedene Strecken für PKW und LKW zum Grenztunnel geführt, was dort häufig zu Staus führte.

Am 1. September 2009 war die offizielle Einweihung des letzten 15 Kilometer langen Teilstücks, das über ein Jahr verspätet freigegeben wurde. Die Talbrücke Enzenstetten war zunächst nur einbahnig befahrbar, da die bauausführende Arbeitsgemeinschaft sie nicht fristgerecht fertigstellen konnte.[2] Die zweite Brückenhälfte ging im Dezember 2010 in Betrieb.

Seit 1992 befindet sich im nördlichen Bereich der Autobahnanschlussstelle Nesselwang der höchste Autobahnpunkt Deutschlands. Bei km 944,144 wird eine Höhe von 914,081 Meter über NN erreicht. An beiden Richtungsfahrbahnen wurden dazu kleine Informationstafeln am jeweils rechten Fahrbahnrand angebracht.

Abschnitte als Europastraße[Bearbeiten]

Aktueller Ausbauzustand[Bearbeiten]

Dänemark bis Hamburg[Bearbeiten]

Ausfahrt „Hamburg-Volkspark“

Die Autobahn ist von der dänischen Staatsgrenze bis zum Dreieck Hamburg-Nordwest mit der A 23 vierstreifig ausgebaut. Es folgt ein sechsstreifiger Abschnitt bis zur Anschlussstelle Hamburg-Bahrenfeld. Danach stehen in Bereich des Elbtunnels acht Fahrstreifen zur Verfügung. Im weiteren Verlauf gibt es erneut sechs Streifen, zwischen dem Dreieck Hamburg-Südwest (A 261) und dem Horster Dreieck (A 1) nur vier.

Hamburg bis Hildesheim[Bearbeiten]

Zwischen Hamburg und Hildesheim ist die Autobahn sechsstreifig ausgebaut, mit Ausnahme des rund 40 km langen vierstreifigen Bereichs zwischen Anschlussstelle Soltau-Ost und Dreieck Walsrode (A 27). In diesem vierstreifigen Abschnitt können mit einer Verkehrsregelungsanlage nach Bedarf beide Standstreifen als jeweils dritter Fahrstreifen freigegeben werden.

Hildesheim bis Göttingen[Bearbeiten]

In diesem Bereich besteht die Autobahn Anfang 2009 trotz des starken Verkehrsaufkommens aus nur vier Fahrstreifen. Lediglich in wenigen Steigungsbereichen steht ein zusätzlicher dritter Fahrstreifen zur Verfügung.

Der 6-streifige Ausbau des Abschnittes von der Anschlussstelle Seesen bis zur Anschlussstelle Nörten-Hardenberg wurde in drei Verkehrseinheiten (VKE) unterteilt: Für die 12 km lange VKE 1 von der Anschlussstelle Seesen bis zur Anschlussstelle Echte wurde das Planfeststellungsverfahren am 22. August 2012 eingeleitet. Für den 11 km langen Abschnitt (VKE 2) von der Anschlussstelle Echte bis zur Anschlussstelle Northeim-Nord wurde das Planfeststellungsverfahren am 23. Mai 2011 eingeleitet. Der Planfeststellungsbeschluss erging am 30. August 2013 und ist seit 29. November 2013 rechtsgültig. Für den 6 km langen Abschnitt (VKE 3) von der Anschlussstelle Northeim-Nord bis zur Anschlussstelle Nörten-Hardenberg wurde das Planfeststellungsverfahren am 7. März 2012 eingeleitet. Die Einwendungsfrist lief am 10. Mai 2012 ab.[3]

Für den Ausbau der Strecke zwischen Seesen und Nörten-Hardenberg wurde vom Juni 2012 bis Juni 2013 eine Öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP) geprüft. Laut diesem Prüfbericht des Bundesrechnungshofes würde der Ausbau in einer ÖPP nicht günstiger, sondern um 12,8 Millionen Euro teurer werden.[4]

Göttingen bis Bad Hersfeld[Bearbeiten]

Sechsstreifiger Ausbau südlich von Göttingen

Zwischen Nörten-Hardenberg und dem Hattenbacher Dreieck ist die Autobahn durchgängig sechsstreifig ausgebaut. Südlich von Kassel sowie zwischen dem Kirchheimer Dreieck und dem Hattenbacher Dreieck gibt es jeweils in Fahrtrichtung Süden einen zusätzlichen vierten Fahrstreifen auf Steigungsstrecken.

Bad Hersfeld bis Österreich[Bearbeiten]

Im gesamten südlichen Verlauf ist die A 7 vierstreifig. Nur wenige Abschnitte sind mit mehr als zwei Streifen pro Richtungsfahrbahn versehen. Die Autobahn endet seit dem 1. September 2009 am Grenztunnel Füssen. Dieser beinhaltet nur eine Röhre mit je einem Fahrstreifen pro Richtung. Im Bereich der Talbrücke Enzenstetten war die A 7 bis zur Fertigstellung der zweiten Brücke im Dezember 2010 nur zweistreifig befahrbar.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Entlang der A 7 gibt es 47 bewirtschaftete und 158 unbewirtschaftete Rastanlagen. Sie wird von 1074 Brücken gekreuzt und hat 140 Auf- und Abfahrten.

Die Kilometrierung der A 7 weist mehrere Besonderheiten auf. Die an der dänischen Grenze mit 0 beginnende Zählung läuft durch Schleswig-Holstein und Hamburg bis km 173,1 und wird dann erst kurz vor dem Kirchheimer Dreieck bei km 521,5 wiederaufgenommen. Dazwischen bestehen drei abweichende Kilometrierungen: Zunächst läuft ab der hamburgisch-niedersächsischen Grenze eine mit km 9.7 einsetzende Zählung rückwärts nach Süden, die das Horster Dreieck (wegen einer Planungsänderung bereits) bei km 1,8 erreicht. Es folgt eine aus der Zählung der A 1 abzweigende Kilometrierung, die mit km 18,0 einsetzt und das Autobahnkreuz Hannover Ost bei km 142,5 erreicht. Hier wiederum setzt eine ebenfalls von Hamburg her berechnete Kilometrierung ein, die 1939 festgelegt wurde[5]; sie ging davon aus, dass die Nord-Süd-Autobahn westlich von Hannover verliefe, was eine längere Strecke ergeben hätte, sodass in den 1950er Jahren für die tatsächlich erbaute Strecke ein Überspringen von 8 Kilometern erforderlich wurde und die Zählung jetzt von km 142,5 auf km 150,5 springt. Diese neue Zählung läuft nach Süden weiter, jahrzehntelang endete sie am Kirchheimer Dreieck, wo sie mit km 368,2 fast dieselbe Höhe erreichte wie der vom Autobahndreieck Potsdam am Berliner Ring her berechnete Kilometerstand der A 4 (km 367,4), welcher sich zum Hattenbacher Dreieck hin fortsetzte – und von dort nach wie vor auf der A 5 Richtung Frankfurt am Main fortsetzt. Die verwirrende Doppelung einiger Zehntelkilometer wurde inzwischen beseitigt, indem bereits kurz vor dem Kirchheimer Dreieck die von Hannover kommende Zählung bei km 366,4 endet und auf die von Flensburg her berechneten km 521,5 übergeht[6].

Zwischen den Anschlussstellen Tarp und Owschlag ist die Autobahn auf zwei Abschnitten als Autobahn-Behelfsflugplatz für militärische Zwecke ausgebaut. Bei Rendsburg wird auf der 1498 m langen Europabrücke, der zweitlängsten deutschen Straßenbrücke aus Stahl, der Nord-Ostsee-Kanal überquert.

Zwischen der Landesgrenze Hamburg und der AS Kaltenkirchen sowie der AS Neumünster-Süd und dem Bordesholmer Dreieck kann auf der Fahrbahnseite Richtung Norden bei Bedarf der Standstreifen als dritter Fahrstreifen mit Hilfe einer Verkehrsbeeinflussungsanlage freigegeben werden. Das wird vor allem an Sommerwochenenden genutzt, um Staus aufgrund des Reiseverkehrs Richtung Dänemark zu vermeiden.

Die Strecke zwischen dem Dreieck Hamburg-Nordwest und Hamburg-Stellingen ist mit durchschnittlich 140.000 Fahrzeugen/Tag der Abschnitt mit der höchsten Verkehrsdichte.

In Hamburg wird die Elbe im Neuen Elbtunnel unterquert, der sich trotz seiner vier Tunnelröhren mit zusammen acht Fahrstreifen häufig als Nadelöhr zeigt. Wegen Sanierungsmaßnahmen ist eine Röhre (zwei Fahrstreifen) quasi permanent gesperrt. Der Verkehr wird in einem Bereich bis zu 20 Kilometer vor den jeweiligen Tunneleinfahrten von der rund um die Uhr besetzten Tunnelbetriebszentrale überwacht und gesteuert. Direkt an den Elbtunnel anschließend passiert die Autobahn in sechs bis acht Metern Höhe auf der mit 4258 Metern längsten Brücke Deutschlands, der Hochstraße Elbmarsch, den Hamburger Hafen, bis sie etwas weiter südlich die ansteigenden Harburger Berge erreicht.

Zwischen Hann. Münden/Hedemünden und Hann. Münden/Lutterberg wird mit der 416 m langen Werratalbrücke die Werra in rund 60 m Höhe überquert.

Albaufstieg der A 7 südlich des Agnesburgtunnels, hier als Abstieg nach Norden gesehen

Zwischen Bad Windsheim und Feuchtwangen durchquert die A 7 den westlichen Bereich der Frankenhöhe und zwischen Aalen und Ulm den östlichen Bereich der Schwäbischen Alb. Zwischen den Anschlussstellen Dinkelsbühl/Fichtenau und Ellwangen wurden mit dem Virngrundtunnel sowie zwischen Aalen/Westhausen und Aalen/Oberkochen mit dem Agnesburgtunnel zwei Tunnelbauwerke errichtet. An den Agnesburgtunnel schließt sich der mehrere Kilometer lange Albaufstieg an, dessen Bau aufgrund der Mittelgebirgslage außerordentlich aufwändig war, die Kosten für Tunnel und Aufstieg betrugen 150 Millionen DM (77 Mio. Euro).

Bei Nietheim zwischen Aalen/Oberkochen und Heidenheim wurde am 20. Dezember 2011 eine 45 Meter breite Grünbrücke eingeweiht. Der aus dem Konjunkturpaket II geförderte Bau kostete 2,85 Millionen Euro und dauerte ein Jahr. Nach Angaben eines Vertreters des Regierungspräsidiums Stuttgart liegt die Grünbrücke an einem Wanderkorridor für Großsäuger zwischen der Schweiz und Tschechien.[7]

Ein Sonderfall ist die Anbindung an die Bundesstraße 28, die über das Autobahndreieck Hittistetten realisiert wird. Die B 28 ist ab dem Dreieck bis nach Ulm komplett als Autobahn beschildert und als Autobahn gebaut. Obwohl die Anbindung von der A 7 zur Bundesstraße eine Anschlussstelle sein müsste, hat man diese Anschlussstelle offiziell als Autobahndreieck bezeichnet.

Etwa 15 Kilometer nördlich des Autobahnkreuzes Memmingen befindet sich in Fahrtrichtung Ulm die Raststätte Illertal Ost, Deutschlands derzeit einzige Kunstraststätte. Sie wurde von Herbert Maierhofer aus Birkfeld (Österreich) gestaltet.

Am 6. September 1971 ereignete sich auf der A 7 das Flugzeugunglück von Hasloh.

2013 befand sich bei Langenau die meistgenutzte Notrufsäule an einer deutschen Autobahn.[8]

Planung und Bau[Bearbeiten]

Sechsstreifiger Ausbau der „Nordachse“ und Anschluss an die A 20[Bearbeiten]

Die A 7 soll vom Autobahndreieck Bordesholm bis zum Autobahndreieck Hamburg-Nordwest von vier auf sechs Streifen erweitert werden. Dieser Ausbau soll durch eine Public Private Partnership realisiert werden. Die Konzessionsvergabe ist für das 1. Quartal 2014 geplant.[9]. Der Ausbau soll von 2015 bis 2018 erfolgen.

Die neue „Nord-West-Autobahn“ A 20 soll in Höhe Bad Bramstedt über ein Autobahnkreuz an die A 7 angeschlossen werden.

Achtstreifiger Ausbau bei Hamburg[Bearbeiten]

Der weitere Verlauf der Autobahn bis zum geplanten Autobahnkreuz Hamburg-Süderelbe mit der Bundesautobahn 26, südlich der Elbe, ist als achtstreifiger Ausbau vorgesehen und soll bis 2022Vorlage:Zukunft/In 5 Jahren umgesetzt sein.

Überdeckelungen im Hamburger Stadtgebiet[Bearbeiten]

Hauptartikel: Hamburger Deckel

Im Zuge des achtstreifigen Ausbaus der A 7 sind nördlich des Elbtunnels drei Überdeckelungen der Autobahn in Schnelsen, Stellingen und Bahrenfeld vorgesehen. Auf diese sollen die im Umfeld seit 90 Jahren bestehenden Kleingärten „verlagert“ werden und somit dafür sorgen, dass die durch die Autobahn getrennten Stadtteile wieder zusammenwachsen. Der Planfeststellungsbeschluss für den sechsstreifigen Ausbau zwischen Dreieck Hamburg-Nordwest und Schnelsen erging am 15. Dezember 2012. Die Baumaßnahmen beginnen 2014, nach Bauende sollen die Deckel eine Gesamtlänge von 3,8 Kilometern haben.

Kreuzung mit der A 26[Bearbeiten]

Aktuelle Planungen des Bundesverkehrsministeriums sehen eine Kreuzung der A 26 am zukünftigen Autobahnkreuz Hamburg-Süderelbe südlich der Elbe vor, wobei es dann östlich durch Wilhelmsburg als sogenannte Hafenquerspange zur A 1 mit einem Autobahndreieck Hamburg-Stillhorn weitergehen soll.[10] Im Mai 2011 wurde vom Bundesverkehrsministerium die Finanzierung beschlossen, damit könnte dieser Anschluss bei einem günstigen Planungs- und Bauverlauf 2017Vorlage:Zukunft/In 3 Jahren eröffnet werden.[11]

Sechs- bzw. achtstreifiger Ausbau Soltau bis Hannover[Bearbeiten]

Im Weiteren Bedarf mit Planungsrecht ist der sechsstreifige Ausbau der A 7 über die Anschlussstelle Soltau-Ost hinaus bis zum Dreieck Walsrode geplant. Am 30. März 2012 nahm der Bund die Planungen für den sechsstreifigen Ausbau auf. Der Ausbau ist in drei Abschnitte eingeteilt: Dreieck Walsrode bis Bad Fallingbostel, Bad Fallingbostel bis Dorfmark und Dorfmark bis Soltau-Ost. Auf diesen drei Abschnitten soll bis 2015 Baurecht bestehen. Für den Abschnitt Dreieck Walsrode bis Bad Fallingbostel läuft seit 3. September 2012 das Planfeststellungsverfahren. [12]

Der weitere achtstreifige Ausbau bis zum Dreieck Hannover-Nord befindet sich nur im Weiteren Bedarf.

Sechsstreifiger Ausbau Hildesheim bis Göttingen[Bearbeiten]

Der kurze noch vierstreifige Teil bis zum Dreieck Salzgitter mit der A 39 ist ebenfalls nur im Weiteren Bedarf. Die Weiterführung bis Göttingen hingegen befindet sich im Vordringlichen Bedarf.

Laut Stand vom August 2012 sind die Ausbauarbeiten auf folgenden Stand:

  • Für den Abschnitt AD Salzgitter bis südlich AS Bockenem erging der Planfeststellungsbeschluss am 30. September 2008 und der Abschnitt ist seit 23. Mai 2011 im Bau. Dieser Abschnitt sollte bis August 2013 ausgebaut sein. Die Bauarbeiten werden, wegen des langen Winters und Problemen bei Brückenarbeiten, jedoch bis mindestens Ende 2013 andauern.[13]
  • Für den Abschnitt südlich AS Bockenem bis südlich AS Seesen erging der Planfeststellungsbeschluss am 30. Juli 2010 und der Abschnitt ist seit 21. August 2012 im Bau. Dieser Abschnitt soll bis Herbst 2015 ausgebaut sein.
  • Für den Abschnitt südlich AS Seesen bis südlich AS Echte läuft seit 22. August 2012 das Planfeststellungsverfahren.
  • Für den Abschnitt südlich AS Echte bis südlich AS Northeim-Nord läuft seit 23. Mai 2011 das Planfeststellungsverfahren.
  • Für den Abschnitt südlich AS Northeim-Nord bis nördlich AS Nörten-Hardenberg läuft seit 7. März 2012 das Planfeststellungsverfahren.
  • Der Abschnitt nördlich AS Nörten-Hardenberg bis südlich AS Göttingen besteht aus zwei Abschnitten.
    • Für den nördlichen Abschnitt erging der Planfeststellungsbeschluss am 8. Dezember 2006. Der Baubeginn erfolgte im Juni 2009 und der Abschnitt wurde am 9. Oktober 2012 für den Verkehr freigegeben. Allerdings dauerte der Einbau der Schallschutzwände noch bis zum 20. November 2012.
    • Für den südlichen Abschnitt erging der Planfeststellungsbeschluss am 20. Mai 2003. Der Baubeginn erfolgte im April 2007 und wurde am 6. April 2011 größtenteils abgeschlossen.
  • Der Abschnitt südlich AS Göttingen bis Dreieck Drammetal wurde der sechsspurige Ausbau nach dreijähriger Bauzeit am 1. Dezember 2005 abgeschlossen.[14]

Achtstreifiger Ausbau bei Kassel[Bearbeiten]

Der Abschnitt zwischen dem zukünftigen Dreieck Kassel-Ost mit der A 44 und dem Dreieck Kassel-Süd befindet sich im Ausbau auf acht Fahrstreifen, da hier die A 7 und die A 44 parallel geführt werden sollen. Die Bauarbeiten haben im Herbst 2011 begonnen und sollen bis 2015 dauern.

Sechsstreifiger Ausbau bei Würzburg[Bearbeiten]

Östlich von Würzburg ist zwischen Kreuz Schweinfurt/Werneck und Kreuz Biebelried ein Ausbau auf sechs Streifen im Weiteren Bedarf eingestuft.

Sechstreifiger Ausbau im Landkreis Neu-Ulm[Bearbeiten]

Der sechsstreifige Ausbau der A 7 im Abschnitt zwischen dem AD Hittistetten und der AS Illertissen wurde vom Bayer. Staatsministerium des Innern in die "Vorauswahl erwogener Projekte für den Bereich der Bundesfernstraßen in Bayern" für den Bundesverkehrswegeplan 2015 (BVWP 2015) aufgenommen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Klaus Schefold, Ltd. Reg.-Baudirektor a. D und Alois Neher, Oberamtsrat a. D. im Auftrag des Autobahnamtes Baden-Württemberg: 50 Jahre Autobahnen in Baden-Württemberg. 1986

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bundesautobahn 7 – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. BN zur Autobahn A7-Eröffnung Nesselwang-Füssen. Pressemitteilung. Bundes Naturschutz in Bayern e.V., 26. August 2009, abgerufen am 29. Oktober 2010.
  2. Autobahndirektion Südbayern, Dienststelle Kempten: Pressemitteilung Nr. 13, 14. Dezember 2007 (PDF; 243 kB)
  3. strassenbau.niedersachsen.de: Sechsstreifiger Ausbau der A 7 von südlich AS Northeim-Nord bis nördlich AS Nörten-Hardenberg, 13. Juli 2012, abgerufen am 5. Juli 2012
  4. Widerstand gegen privaten A-7-Ausbau wächst. In: www.ndr.de. Norddeutsche Rundfunk, 4. Juni 2013, abgerufen am 2. Januar 2014.
  5. "Geschichte, Organisation & Schrifttum" →"Historie & Gegenwart" → Artikel "Ein seltener Kilometerstein aus der Zeit des Reichsautobahnbaus an der A4 bei Bad Hersfeld" auf www.autobahngeschichte.de
  6. Alle Zahlenangaben laut Strecke A 7 auf autobahnatlas-online.de
  7. Wild wechselt sicher die Seiten, Gmünder Tagespost vom 21. Dezember 2011
  8. Notrufsäule trotz Smartphone – Meistgenutzte steht an der A7 – Immer wieder kuriose Anfragen; Allgemeine Zeitung Mainz vom 23. April 2014; S. 32
  9. A7 – sechsstreifiger Ausbau
  10. st/ag: Entscheidung für Südtrasse. Hafenquerspange. HAN-online, 7. März 2011, abgerufen am 19. Juni 2011 (Planungen des Bundesverkehrsministeriums zur Hafenquerspange).
  11. Verkehrsministerium gibt grünes Licht für A26. Autobahnausbau Drochtersen-Hamburg. Hamburger Abendblatt, 7. Mai 2011, abgerufen am 19. Juni 2011.
  12. A 7 Hannover - Hamburg: Bund stimmt Planungen für den sechsstreifigen Ausbau zwischen Dreieck Walsrode und Bad Fallingbostel zu
  13. Tarek Abu Ajamieh: Baustelle auf A7 wird verlängert, haz.de, 29. Juli 2013, abgerufen am 6. Dezember 2013
  14. Sechsstreifiger Ausbau der Autobahn 7 vom Dreieck Salzgitter bis zum Dreieck Drammetal
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